Mitten im Pariser Streikchaos

Frau bringt Baby in Vorstadtzug zur Welt

Mitten im Streikchaos von Paris kam ein Baby in einem Zug Zur Welt.
Mitten im Streikchaos von Paris kam ein Baby in einem Zug Zur Welt.
© dpa, Francois Mori, FM lix nwi

12. Dezember 2019 - 11:10 Uhr

Öffentlicher Nahverkehr in Paris lahmgelegt

Mitten im Streikchaos hat eine Frau in Paris ein Baby zur Welt gebracht, wie französische Medien berichten. Das Kind kam in einem Vorstadtzug zur Welt, während der öffentliche Nahverkehr fast komplett lahmgelegt war. Die Mitarbeiter des Nah- und Fernverkehrs streikten.

Auf der Zugfahrt platzte die Fruchtblase

Baby in Pariser Zug geboren
Die Frau brachte das Baby in einem Zug etwas außerhalb von Paris zur Welt. (Foto: Motivbild)
© Getty Images, piskunov

Die hochschwangere Frau stieg am Pariser Bahnhof Gare de Lyon ein. "Sie hatte Schwierigkeiten, sich zu bewegen. Einer unserer Mitarbeiter vor Ort riet ihr, nicht mit dem Zug zu fahren, aber sie bestand darauf", teilte die französische Staatsbahn SNCF der Zeitung "Le Figaro" mit. Etwas außerhalb der Stadt sei dann ihre Fruchtblase geplatzt. Der Zug stoppte und die Frau brachte das Baby zur Welt. Mutter und Kind gehe es gut.

Es kommt immer wieder mal vor, dass Babys in Pariser Nahverkehrszügen geboren werden. In der Regel dürfen sie dann bis zu ihrem 25. Geburtstag kostenlos in der französischen Hauptstadt Bahn fahren.

Streik gegen geplante Rentenreform

In Paris herrscht wegen des Streiks Verkehrschaos – zahlreiche Züge fallen aus, etliche Metrolinien werden nicht bedient. Die Störungen dauern seit einer Woche an und zehren an den Kräften der Pariser. Der Streik richtet sich gegen die Pläne der Regierung, das Rentensystem zu reformieren. Denn das französische Rentensystem ist in 42 Einzelsysteme für bestimmte Berufsgruppen zersplittert. Sonderregeln gibt es beispielsweise für Eisenbahner oder Mitarbeiter der Energiewirtschaft.