Mehr als 200 Kindertagesstätten betroffen

Streik in Kitas, Krankenhäusern und sozialen Diensten in Hamburg

Streikweste mit der Aufschrift "Warnstreik" und dem Verdi-Logo. Foto: Stefan Sauer/ZB/dpa/Symbolbild
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28. September 2020 - 10:23 Uhr

Ganztägiger Warnstreik seit 6 Uhr

Seit 6 Uhr läuft der Warnstreik der Hamburger Krankenhäuser und Kitas im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes. Betroffen von den Warnstreiks seien laut Verdi, allein 178 Kindertagesstätten der Elbkinder, Hamburgs größtem Kita-Träger. Aber nicht nur der Betrieb der Elbkinder-Kitas könnte heute eingeschränkt sein. Denn auch das Personal der Kitas der Rudolf Ballin Stiftung, des Arbeiter-Samariter-Bundes und des Hamburger Schulvereins streiken mit. Die drei Organisationen betreiben in Hamburg insgesamt fast 50 Kitas.

Asklepios-Kliniken, UKE und UHZ vom Warnstreik betroffen

Im Krankenhausbereich sind laut Verdi die Asklepios-Kliniken, die aus dem früheren Landesbetrieb Krankenhäuser entstanden, das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) und das Universitäre Herzzentrum (UHZ) betroffen. Eine sonst übliche Notdienstvereinbarung hätten die Arbeitgeber nicht schließen wollen, so dass die Arbeitgeber allein verantwortlich seien, wenn es in den Krankenhäusern zu Problemen kommen sollte, sagte die Verdi-Sprecherin. Das UKE versicherte auf seiner Homepage, die medizinische Versorgung der Patienten im UKE und UHZ sei auch während des Warnstreiks sichergestellt. Dies betrifft sowohl die stationär aufgenommenen Patienten, als auch die eintreffenden Notfälle.

Streik auch bei Behindertenhilfen, sozialen Diensten und der HPA

Auch an Einrichtungen der Behindertenhilfe und der sozialen Dienste sowie erneut bei der Hamburger Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA) wurde zu Warnstreiks aufgerufen. Bereits vergangene Woche hatte es bei der Hamburg Port Authority, sowie bei der Müllabfuhr Warnstreiks gegeben.

Sämtliche am Montag von Warnstreiks betroffenen Hamburger Einrichtungen haben laut Verdi mehr als 25.000 Beschäftigte. Die Warnstreiks sollen bis 22.00 Uhr dauern.

Ab 10 Uhr Menschenkette um die Binnenalster

Am Vormittag (ab 10.00 Uhr) will Verdi um die Hamburger Binnenalster eine Menschenkette bilden. Anschließend ist ein Demonstrationszug zum Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof geplant.

In Hamburg sind laut Verdi insgesamt etwa 45.000 Beschäftigte von der Tarifrunde betroffen. Mit den ganztägigen Arbeitsniederlegungen will die Gewerkschaft im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes nach zwei ergebnislosen Runden den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten.


Quelle: DPA / RTL.de