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Streik im öffentlichen Dienst: Das müssen Eltern und Pendler beachten

Streik im öffentlichen Dienst: Das müssen Eltern und Pendler beachten

Ersatz muss her: Betreuung fürs Kind und Alternativen zum Nahverkehr

Die Gewerkschaft Verdi hat für den 26. und 27. April zu weitreichenden Warnstreiks im öffentlichen Dienst für Teile von Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aufgerufen. Neben Stadtverwaltungen, Krankenhäusern und der Müllabfuhr streiken auch öffentliche Kitas sowie der Personennahverkehr. Auch an sechs deutschen Flughäfen wird gestreikt.

In einem Straßenbahndepot der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) hängt am 19.04.2016 an einer Straßenbahn ein Plakat mit der Aufschrift «Heute: Warnstreik!». Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Verdi Mitarbeiter in Teilen Baden-Württembergs zu einem Warnstreik am 19.04.2016 aufgerufen Foto: Uli Deck/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr
dpa, Uli Deck

Wohin mit meinem Kind?

Bei längerfristig angekündigten Streiks wie diesem dürfen Arbeitnehmer leider nicht zu Hause bleiben, um sich um die Kinder zu kümmern. Es bleibt also nur die Möglichkeit, auf Babysitter und die Großeltern zurückzugreifen oder zu versuchen, noch kurzfristig Urlaub zu beantragen. Auch die Vereinbarung mit dem Arbeitgeber, vorübergehend von zu Hause aus zu arbeiten, ist in vielen Betrieben eine Option – es besteht aber kein Recht darauf.

Welche Alternativen zum Nahverkehr gibt es?

Bestreikt werden hauptsächlich Buslinien, Straßenbahn- und U-Bahnlinien. Vereinzelt werden Ersatzbusse eingesetzt. Die Verkehrsgesellschaften raten dazu, sich über die jeweiligen Websites, Apps und Servicehotlines kurzfristig auf dem Laufenden zu halten. Dort werden Ersatzfahrpläne bereitgestellt, falls vorhanden. Die Deutsche Bahn ist nicht betroffen. Regionalbahn-, Regional-Express- und S-Bahnlinien fahren nach Plan, könnten aber dementsprechend überfüllt sein. Es kann sich daher lohnen, trotz planmäßiger Abfahrtszeiten eine frühere Bahn einzuplanen. Eine weitere Alternative sind Car-Sharing-Angebote, die allerdings nicht ohne vorherige Anmeldung funktionieren und an den Streiktagen vermutlich überlaufen sein werden.