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Streik des Bodenpersonals: Fast alle Flüge von und nach Berlin fallen bis Mittwoch aus

14. März 2017 - 18:43 Uhr

Die Flughafen-Mitarbeiter wollen einen Euro mehr pro Stunde

Über der Hauptstadt bleibt die Luft sauber und leise: Rund 2.000 Beschäftigte des Bodenpersonals streiken an den beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld - wie schon vergangene Woche. Erneut fallen fast alle Flüge aus. Die Mitarbeiter wollen einen Euro mehr pro Stunde. Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte, wird der Streik bis 5.00 Uhr am Mittwoch verlängert.

Rund 2.000 Beschäftige streiken

Streik des Bodenpersonals: Fast alle Flüge von und nach Berlin fallen bis Mittwoch aus
Streik des Bodenpersonals am Flughafen Berlin Tegel: Hier geht fast nichts.
© dpa, Jörg Carstensen, car sab

Ursprünglich hatte Verdi rund 2.000 Beschäftige zum Streik zwischen Montagmorgen 4 Uhr und Dienstagmorgen gegen 5 Uhr aufgerufen. 448 Abflüge in Tegel und 194 Abflüge in Schönefeld würden allein in diesem Zeitraum voraussichtlich ausfallen, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg am späten Sonntagabend. Durch die Verlängerung werden es noch mehr. "Wir bitten alle Passagiere, sich vor Reisebeginn bei Ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Flugstatus zu erkundigen."

Tourismus-Börse ITB und Politiker betroffen

Von dem Streik war auch die dreitägige Reise von Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) nach Moskau betroffen. Die Senatskanzlei musste Ersatzflüge über Dresden organisieren. Erst am Freitag waren Hunderte Flüge in Tegel und Schönefeld ausgefallen.

Der Ausstand traf auch zahlreiche Besucher der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in der Hauptstadt, die am Sonntagabend endete. Wie schon bei früheren Streiks leiteten einige Fluglinien bestimmte Flüge um, etwa nach Dresden und Leipzig, deren Flughäfen jeweils rund 25 Landungen übernahmen.

Der Tarifstreik an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld hat sich weiter zugespitzt. Weil es am Wochenende kein neues Angebot der Arbeitgeber gab, war der neue Ausstand für Verdi unausweichlich. Die Gewerkschaft fordert bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten einen Euro mehr pro Stunde für die Mitarbeiter des Bodenpersonals. Die Arbeitgeber boten zuletzt die schrittweise Erhöhung der Löhne in allen Entgeltgruppen an - bei einer Laufzeit von drei Jahren und mit einem Gesamtvolumen von acht Prozent mehr Geld.

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