Straßenhunde in Rumänien: Leica darf leben

18. Dezember 2013 - 10:07 Uhr

Hundewelpe wurde vor dem Tod gerettet

In Rumänien gibt es ein neues Gesetz. Demnach dürfen Hunde, die nach zwei Wochen im Tierheim keine neuen Besitzer finden, eingeschläfert werden. Yvonne und Natalja Büdding aus dem Münsterland haben einen der Straßenhunde bei sich zu Hause aufgenommen und ihm so das Leben gerettet.

Straßenhunde in Rumänien: Leica darf leben
In Rumänien dürfen Straßenhunde jetzt per Gesetz getötet werden.

Schmusen mit Frauchen Yvonne, Rumtoben mit deren Tochter Natalja. Besser könnte es Leica in ihrem neuen Zuhause kaum gehen. Hier ist sie in Sicherheit. Wäre Leica nicht aus Rumänien rausgeholt worden, dann würde sie dort der Tod erwarten.

Denn die Menschen in Bukarest sind wütend auf Straßenhunde. Vor wenigen Wochen wurde ein vierjähriger Junge angefallen und zu Tode gebissen. Das wollen viele Menschen in Rumänien nicht mehr hinnehmen und gehen deshalb auf die Straße. Die Regierung soll endlich etwas gegen die 65.000 Straßenhunde allein in Bukarest unternehmen! Unter den Demonstranten ist auch die Mutter des getöteten Jungen.

Deshalb hat das Parlment jetzt ein drastisches Gesetz verabschiedet, bei dem nur noch die Unterschrift des Staatspräsidenten fehlt. Alle Straßenhunde sollen eingefangen werden. Wenn sie nach zwei Wochen im Tierheim noch kein neues Zuhause gefunden haben, dürfen sie eingeschläfert werden. Doch viele Tiere kommen erst gar nicht ins Tierheim, sondern werden gleich bestialisch getötet.

Ein Schicksal, das Leica erspart bleibt. Eine Tierschutzorganisation hat die Mischlingshünding ins Münsterland zu Yvonne Büdding und ihrer Tochter Natalja vermittelt. Mutter und Tochter hoffen jetzt, dass sich auch andere Menschen in Deutschland erbarmen - und so möglichst viele Hunde vor dem Tod retten.