Abzocke am Supermarkt!

Welche Strafzettel Autofahrer akzeptieren müssen - und welche nicht

Strafzettel am Supermarkt: Wann Sie zahlen müssen und wann nicht.
Strafzettel am Supermarkt: Wann Sie zahlen müssen und wann nicht.
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01. Februar 2022 - 14:51 Uhr

Gerade eben im Supermarkt eingekauft und dann noch mal schnell um die Ecke in ein weiteres Geschäft – immerhin hat man ja gerade einen Parkplatz sicher. Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann heißt es: Vorsicht! Immer mehr Supermärkte begrenzen die Nutzungsdauer ihrer Parkplätze. Und wer die überschreitet, der muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Aber muss man jeden Strafzettel einfach so hinnehmen? Wir verraten Ihnen, in welchen Fällen Sie gute Chancen haben, um eine Strafe herumzukommen.

Sind alle Parkschilder gut sichtbar?

Wenn Sie das nächste Mal auf einen Supermarkt-Parkplatz fahren, sollten Sie einmal einen genauen Blick über den Parkplatz schweifen lassen. Hat der Supermarktbetreiber Verkehrsschilder aufgestellt, die auf eine Begrenzung der Parkdauer hinweisen? Wenn nicht, dann haben Sie Glück. Wenn Sie allerdings solche Schilder entdecken, sollten Sie sich an die darauf beschriebenen Regeln halten – ansonsten kann es ganz schön teuer werden. Eine vergessene Parkscheibe oder ein Überschreiten der Parkdauer kann nämlich gut und gerne einmal 20 Euro und mehr kosten.

Und es ist das gute Recht des Marktbetreibers, Knöllchen für solche Verstöße verteilen zu lassen. Denn wer sein Auto auf einem Kundenparkplatz abstellt, gehe mit dem Besitzer einen Vertrag ein und akzeptiere mit der Nutzung die allgemeinen Geschäftsbedingungen, wie Wolfgang Müller, Rechtsexperte der Ideal-Versicherung gegenüber der "tz München" erklärt.

Allerdings besteht auch beim Vorhandensein solcher Schilder die Möglichkeit, um die Zahlung einer Strafe herumzukommen. Sind Hinweisschilder beispielsweise verdreckt oder nicht gut sichtbar angebracht, könnte Sie das vor der Strafe bewahren. Dazu sollten Sie die Situation mit Fotos festhalten und sich an den Parkplatzbetreiber wenden.

Lese-Tipp: Auto parken ohne Strafzettel – die wichtigsten Regeln kurz und knapp

50 Euro oder mehr? Das ist zu viel!

Ein Knöllchen, das Sie auf einem Supermarkt-Parkplatz bekommen, wird Sie in aller Regel zwischen 20 und 30 Euro kosten. Sollte man allerdings 50 Euro oder sogar mehr von Ihnen verlangen, dann sollten Sie gegen die unangemessen hohe Strafe vorgehen. Das rät auch der Experte gegenüber "tz München".

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Und wenn es Sie dann doch einmal zu Recht erwischt hat – Sie einfach vergessen haben, eine Parkscheibe ins Auto zu legen, dann bleibt nur noch auf die Kulanz des Betreibers zu hoffen. Dazu könnten Sie eine Kopie Ihres Einkaufsbelegs einsenden. Damit können Sie nachweisen, dass Sie zu besagter Zeit tatsächlich im Supermarkt einkaufen waren. Haben Sie den Parkplatz allerdings für den Besuch anderer Orte genutzt, geht das natürlich nicht. Dann müssen Sie in den sauren Apfel beißen und die Strafe zahlen.

Gar nicht auf einen Strafzettel zu reagieren, sei Ihnen übrigens nicht geraten. Zu den ohnehin schon bestehenden Straf-Kosten können im schlimmsten Fall noch Mahngebühren hinzukommen – und das kann dann richtig teuer werden. (vho)