Strafen können nicht hart genug sein: Hände weg vom Smartphone am Steuer!

60 Euro muss man aktuell zahlen, wenn man mit dem Handy am Steuer erwischt wird.
60 Euro muss man aktuell zahlen, wenn man mit dem Handy am Steuer erwischt wird.
© dpa, Monika Skolimowska, skm gfh kde csa pil rho

02. Juni 2017 - 13:23 Uhr

Ein Kommentar von Cengiz Ünal

Schnell mal eine Nachricht abschicken oder kurz telefonieren: Das Smartphone ist für viele eine Sucht – immer öfter auch am Steuer. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will das jetzt laut der 'Saarbrücker Zeitung' endlich schärfer bestrafen: Die Bußgelder sollen steigen. Ein guter Anfang mit viel Ausbaupotenzial.

Bußgelder sind viel zu niedrig

Es vergeht kein Tag, an dem es auf deutschen Straßen aufgrund von Smartphone-Nutzung am Steuer nicht kracht. Gut, wenn es beim Blechschaden bleibt. Oft gibt es aber auch Verletzte und Tote. Mehr als 3.200 Menschen starben im vergangenen Jahr bei Unfällen auf deutschen Straßen. Nicht selten war das Smartphone mit im Spiel.

60 Euro – so viel muss man aktuell zahlen, wenn man mit dem Handy am Steuer erwischt wird. Für Radfahrer ist das Bußgeld sogar noch geringer: Lächerliche 25 Euro. Eine kleine Summe dafür, dass man nicht nur sich selbst, sondern auch das Leben anderer in Gefahr bringt. Vielen scheint einfach nicht klar zu sein, was gerade das Tippen auf dem Handy für Folgen haben kann.

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Kommt bald ein Fahrverbot?

Rücksichtslose Fahrer müssen möglicherweise bald tiefer in die Tasche greifen, wenn sie erwischt werden: Das Bußgeld soll auf 100 Euro steigen. Zusätzlich drohen Fahrverbote von bis zu einem Monat. Das hört sich erstmal gut an, doch die Strafen können nicht hart genug sein. Denn im europäischen Vergleich sind sie immer noch viel zu niedrig. In Spanien beispielsweise fängt die Strafe für Telefonieren am Steuer bei 200 Euro an.

Autofahren darf keine Nebensache sein. Schon eine Sekunde Ablenkung entscheidet im Straßenverkehr die Frage um Leben und Tod.