Nach Entscheidung um Racing Point

Ferrari hält sich Berufung gegen FIA-Urteil offen

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07. August 2020 - 23:42 Uhr

Auch McLaren prüft weiteres Vorgehen

Das "Kopier-Gate" um Racing Point hat in der Formel 1 wohl noch kein Ende gefunden. Nach dem umstrittenen Urteil gegen das Team von Milliardär Lawrence Stroll – eine Geldstrafe in Höhe von 400.000 Euro und dem Abzug von 15 WM-Punkten in der Konstrukteurswertung – behält sich die Scuderia Ferrari eine Berufung gegen die Entscheidung des Automobil-Weltverbands FIA vor. Auch McLaren will rechtliche Schritte prüfen. Beide Teams haben damit nun 96 Stunden Zeit, Gründe für eine Beschwerde gegen die milde Strafe zu sammeln und diese einzureichen.

Bremsbelüftung "illegal"

Die Strafe für Racing Point resultierte aus einem Protest von Renault. Die Franzosen reichten diesen nach dem zweiten Rennen in Österreich gegen den RP20 ein. Der Grund: Die rosafarbenen "Kopier-Genies" sollen eine identische Bremsbelüftung gebaut haben, wie sie am 2019er Mercedes W10 verbaut war – und dies wäre ein Verstoß gegen die Regularien.

Die FIA befand die Bremsbelüftung daher für illegal und sprach die Strafe gegen Racing Point aus. Das Kuriose jedoch: Die Strafe bezieht sich aber nur auf den Großen Preis der Steiermark am 9. Juli, bezüglich der weiteren Proteste beließ es der Weltverband bei Verwarnungen – obwohl das Team nach FIA-Lesart ja auch in Budapest und Silverstone mit einem illegalen Auto antrat.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da auch Racing Point selbst noch gegen die Strafe in Revision gehen kann. Auch Renault kündigt an, eventuell das Strafmaß anfechten zu wollen.