Stöger nach Aubameyangs Abgang: "Es ist gut, dass es vorbei ist"

Peter Stöger hofft, dass sich jetzt alle beim BVB wieder aufs Sportliche konzentrieren.
Peter Stöger hofft, dass sich jetzt alle beim BVB wieder aufs Sportliche konzentrieren.
© imago/Moritz Müller, Moritz MŸller, imago sportfotodienst

01. Februar 2018 - 9:27 Uhr

Stürmerstar wechselt zum FC Arsenal

Der beste Stümer ist weg - und Peter Stöger ist dennoch erleichtert, dass Pierre-Emerick Aubameyang gewechselt ist. Allerdings nahm der BVB-Coach den Gabuner trotz Streiks und Provokationen auch in Schutz.

Stöger: Man kann sich hinter dem Thema jetzt nicht mehr verstecken

Pierre-Emerick Aubameyang
Pierre-Emerick Aubameyang jubelt zukünftig in London.
© Twitter, FC Arsenal

Nach dem Abgang von Pierre-Emerick Aubameyang ist trotz der unbestrittenen sportlichen Klasse des Stürmers die Erleichterung groß. "Es ist gut, dass es vorbei ist, weil das Thema so enorm viel öffentlichen Raum eingenommen hat", sagte BVB-Trainer Peter Stöger der 'Bild'. Nach wochenlanger Transfer-Posse wechselte der Gabuner für 63,75 Millionen Euro zum FC Arsenal.

Die große Berichterstattung habe sich auf alles andere, was mit der Mannschaft zu tun gehabt habe, übertragen "Als Thema, hinter dem man sich vielleicht auch mal verstecken kann, dient es nun nicht mehr", sagte Stöger.

Stöger nimmt Aubameyang in Schutz

Samstag 27.01.2018, Saison 2017/2018, 1. Bundesliga, 20. Spieltag im Dortmunder Signal Iduna Park, BVB 09 Borussia Dortmund - SC Freiburg, Protestspruchband der BVB-Ultragruppe The Unity gegen Pierre-Emerick Aubameyang (BVB): Kein Spieler ist größer
Bei den BVB-Fans hat Aubameyang mit seinem Verhalten alle Sympathien verspielt.
© imago/Thomas Bielefeld, Thomas Bielefeld, imago sportfotodienst

Gleichzeitig nahm der BVB-Coach Aubameyang auch in Schutz. "In meiner Zeit ist er nie zu spät gekommen. Er hat ein einziges Mal die Teamsitzung geschwänzt und ein einziges Mal schlecht trainiert, weil er offensichtlich ein Zeichen setzen wollte", sagte Stöger. "Aber sonst hat er sich vernünftig verhalten."

Dass zwischen der Mannschaft und dem extravaganten Stürmer zuletzt Spannungen aufkamen, bestritt er nicht, aber: "Was den Jungs so sauer aufgestoßen ist, kann ich nicht sagen", sagte Stöger.

Den Stürmer zur Bestrafung für sein Verhalten bis zum Sommer auf die Tribüne zu setzen, war laut Stöger keine Option. "Hätten wir ihn auf die Tribüne gesetzt und womöglich noch bis Sommer gehalten, wäre das Thema nie erledigt gewesen. Und es hätte keinen Gewinner gegeben", so Stöger.

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Der 24-jährige Belgier gilt, wie Aubameyang als großer Batman-Fan. Er hat zwar (noch) nicht wie Aubameyang mal ein Tor mit Batman-Maske bejubelt, doch auf seinen Online-Profilen nennt er sich gerne "Batsman". Scheint so, als hätte Dortmund den nächsten extravaganten Stürmer geholt - schafft Batshuayi die gleiche Torquote wie Aubameyang?