Stimmen zum Baku-Crash: "Die Emotionen kochen über - sie kämpfen ja um den WM-Titel"

28. Juni 2017 - 9:31 Uhr

Nach dem Aserbaidschan-GP kochten die Emotionen hoch. Schnell war von "Krieg" zwischen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton die Rede. Zwei Teamchefs bemühen sich auf ihre Art zu deeskalieren.

Wolff will erst mit Vettel sprechen

In der hitzigen Atmosphäre nach dem Großen Preis von Aserbaidschan, in der gar von "Krieg" zwischen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton die Rede ist, bemüht sich Toto Wolff, kein weiteres Öl ins Feuer zu gießen. Der Mercedes-Motorsportchef möchte gerne persönlich mit dem Ferrari-Piloten sprechen. "Um mir anzuhören, was er über den Zwischenfall sagt, anstatt ein Urteil zu fällen, ohne seine Sicht genau zu kennen", sagte der Österreicher.

Im Rennen habe man das Visier unten und eine eigene Wahrnehmung der Ereignisse, so Wolff. Vettel habe wohl irrtümlicherweise gedacht, Hamilton hätte bei ihm einen Brake-Test durchgeführt, was aber nicht der Fall war. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass er mit Absicht in Hamilton reingefahren ist", betonte der 45-Jährige. Wenn er sich da mal nicht täuscht.

Horner: Sah nach Tourette-Anfall aus

Vettels ehemaliger Chef Christian Horner nahm Vettels Rambo-Aktion mit britischem Humor. "Es sah so aus, als hätte er plötzlich einen Tourette-Anfall gehabt", scherzte der Motorsport-Chef von Red Bull, der aber auch Verständnis für seinen ehemaligen Schützling hatte: "Die Emotionen kochen über – sie kämpfen ja um den WM-Titel."