2018 M11 21 - 11:43 Uhr

Testsieger kostet nur einen Euro

Achtung, liebe Schoko-Fans: Stiftung Warentest hat 25 Milchschokoladen auf den Prüfstand gestellt – nicht nur in Sachen Geschmack, sondern auch im Hinblick auf Schadstoffe, Verpackung und Deklaration der Inhaltsstoffe. Und das Ergebnis beweist: Gute Schokolade muss nicht teuer sein. Im Gegenteil, denn die teuerste schnitt am schlechtesten ab.

Die meisten Schokoladen sind "gut"

Von den 25 Schokoladen mit einem Kakaoanteil zwischen 30 und 45 Prozent war zwar keine "sehr gut", doch immerhin bekamen 15 ein solides "gut". Neun der Produkte pendelten sich bei "befriedigend" ein. Das sensorische Urteil – also Aussehen, Konsistenz, Geruch und Geschmack – machte 50 Prozent der Bewertung aus. Weitere Kriterien waren außerdem Schadstoffe, Deklaration, Verpackung und Mikrobiologische Qualität.

Die drei besten Milchschokoladen

  • Die gute Schokolade (Note 1,9, Kostenpunkt 1,00 Euro/100 Gramm)
    Lecker, von guter Qualität und sogar Fairtrade: Die gute Schokolade konnte durch ihr vielschichtiges Aroma und einen cremigen Geschmack überzeugen. Das Nachhaltigkeitssiegel spielte bei der Bewertung zwar keine Rolle, ist aber ein zusätzliches Plus.
  • Marabou – Mjölk Choklad King Size (Note 2,0, Kostenpunkt 1,12 Euro/100 Gramm)
    Die Milchschokolade von Marabou wurde als sehr knackig und intensiv im Geschmack bewertet.
  • Merci – Edel-Rahm Milk Chocolate (Note 2,0, Kostenpunkt 1,30/100 Gramm)
    Das Produkt von Merci fanden die Tester sehr weich und stark cremig, ihre Aromen gehen eher in Richtung Sahne und Nuss statt kräftigen Kakao.

Die schlechtesten Milchschokoladen

  • Vivani – Edel Vollmilch (Note 3,3, Kostenpunkt 2,29 Euro/100 Gramm)
    Bio, aber nicht besonders überzeugend: In dieser Schokolade wurde ein kräuterartiger Fremdgeschmack festgestellt, in der sensorischen Bewertung gab's deshalb nur eine 4,0.
  • myChoco – Vollmilch (Note 3,5, Kostenpunkt 1,55 Euro/100 Gramm)
    Hier steht "natürliches Vanillearoma" in der Zutatenliste, doch gefunden wurde nur künstliches. Dafür und für die unebene Optik mit leichten Luftblasen gab es Punktabzug.
  • Godiva – Milk Chokolate (Note 3,6, Kostenpunkt 6,95/100 Gramm)
    Während bei allen anderen Schokoladen keine nennenswerten Schadstoffrückstände gefunden wurde, fiel die Godiva unangenehm wegen ihres hohen Nickelgehalts auf. Das Schwermetall gelangt über den Boden in die Kakaopflanze. Doch auch, wenn ab und zu eine komplette Tafel des Herstellers verdrückt wird, müssen Schokoladenfreunde keine gesundheitlichen Folgen befürchten.

Mehr Details über die Prüfverfahren sowie Ergebnisse des Schokoladentests erfahren Sie auf der Website der Stiftung Warentest.