Stierkampf in Marseille: Torero Andy Younes zum zweiten Mal aufgespießt

03. April 2018 - 19:19 Uhr

Brutal, unnötig…aber eben Tradition!

Ostermontag in Marseille: Ein Stier bohrt seine Hörner in den Körper von Torero Andy Younes. Das Tier wirbelt den 20-jährigen Franzosen in die Luft. Wie durch ein Wunder wird Younes nur leicht verletzt. Der Stier hingegen überlebt, wie so oft, das blutige Spektakel nicht.

Torero Andy Younes wird bejubelt und angefeindet

Blutüberströmt steht Andy Younes in der Stierkampfarena in Marseille. Trotz seiner Verletzung hat er hat den Stier überwältigt, hält seine Ohren stolz in den Händen. Es sei mit Worten kaum zu beschreiben, was er Großartiges erlebe, schrieb der Franzose bei Instagram.

Und das, obwohl der Vorfall am Ostermontag nicht Younes' erster Unfall war: Bereits im Juli 2017 war der 20-Jährige von einem Stier am Auge verletzt worden. Jetzt wird im Internet vor allem darüber diskutiert, warum es Stierkämpfe überhaupt noch geben muss. Denn auch in Spanien gab es über die Osterfeiertage einen Zwischenfall: Bei einem Stierlauf-Festival in Cadiz in Südspanien starb ein 50-Jähriger, nachdem ihn ein Stier schwer verletzt hatte. Auch die in Spanien beliebten Stierhatzen sind sehr umstritten - immer wieder kommt es zu Unfällen, wenn aufgestachelte Tiere eine Menschenmenge durch Gassen hetzen. Am Ende sind immer die Tiere die Leidtragenden - um die Sensationslust der Zuschauermenge zu befriedigen, enden Stiefkampf und Stierhatz oft blutig.