7. Juli 2018 - 12:06 Uhr

Blutiges Spektakel: Pamplona eröffnet Stierjagd

Zum Auftakt der Stierhatz im nordspanischen Pamplona sind mindestens vier Läufer verletzt worden. Ein 38-jähriger Spanier sei von einem der Tiere auf die Hörner genommen worden und dabei am Gesäß verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur "Europa Press" unter Berufung auf die Einsatzkräfte. 

Stierhatz im spanischen Pamplona: "schnell und gefährlich"

Stierhatz in Pamplona
Bereits zum Auftakt des diesjährigen Stier-Rennens im Pamplona gab es die ersten Verletzten.
© REUTERS, JOSEBA ETXABURU, VPW/TC

Drei weitere Teilnehmer des "Sanfermines"-Festes, darunter ein 20-jähriger Kanadier, seien zwar nicht aufgespießt worden, hätten aber andere Verletzungen davongetragen. Einer werde wegen eines Beinbruchs und einer ausgerenkten Schulter behandelt, ein weiterer wegen einer Gehirnerschütterung. Der kanadische Tourist habe sich an Knie und Ellenbogen verletzt, hieß es.

Der Stierlauf, der wieder live im Fernsehen gezeigt wurde, sei "schnell und gefährlich" gewesen, kommentierten spanische Medien. Die Zeitung "El Mundo" sprach von "einem der spektakulärsten Rennen der vergangenen Jahre". Die Hatz dauerte zwei Minuten und 37 Sekunden.

Stierkämpfe in Spanien - eine umstrittene Tradition

Stierhatz in Pamplona
Seit Jahren wird das Festival von Tierschützer-Protesten begleitet.
© dpa, Alvaro Barrientos, EM nwi

Bis zum 14. Juli werden täglich am frühen Vormittag sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und auch mehrere Leitochsen durch enge Gassen in die Arena gejagt. Das "Sanfermines"-Fest lockt regelmäßig zahlreiche Touristen in die nordspanische Stadt. Bei den Mutproben der waghalsigen Läufer über die 875 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Dutzende verletzt. Das letzte Todesopfer gab es im Jahr 2009.

Auch in diesem Jahr protestierten im Vorfeld Tierschutzgruppen gegen die weltberühmte Veranstaltung