14. Mai 2019 - 18:28 Uhr

Steve Bannon will in der Europawahl beraten

In einem exklusiven Interview von n-tv mit Steve Bannon, gab der US-amerikanische Populist bekannt, dass er auch bei der Europawahl mithelfe. Die nationalistisch-populistischen Parteien sollten an Stimmen gewinnen. Schon im Wahlkampf zu Trump agierte er als Wahlkampfhelfer und auch beim Brexit hatte er seine Finger im Spiel.

Bannon ist Fan der AfD

Er malt den populistisch-nationalistischen Parteien in Europa gute Chancen aus. Steve Bannon, der einstige Wahlkampfhelfer von Donald Trump, will jetzt den rechtspopulistischen Parteien Europas genügend Sitze im EU-Parlament sichern. Er gilt als guter Stratege im Wahlkampf und wird von vielen nationalistischen Parteien Europas eingeladen - auch von der AfD in Deutschland.

"Ich glaub', die werden den Umschwung für Deutschland schaffen. Die Leute, die ich getroffen habe, sind großartige Leute. Es ist für mich eine große Ehre, und ich hoffe, wir schaffen es gemeinsam, denn für mich ist es inmitten des hitzigen Europawahlkamps eine Ehre, nach Deutschland zu gehen und dort zu sprechen", sagte Bannon im Interview. Er freue sich auf sein Gespräch mit AfD-Chef Jörg Meuthen und hoffe, dass der Wahlkampf der AfD erfolgreich werde.

Angst als Strategie?

ARCHIV - US-Präsident Trumps Chefstratege Stephen Bannon, aufgenommen am 29.04.2017 in Harrisburg (USA). Der umstrittene Chefstratege Bannon verlässt Medienberichten zufolge das Weiße Haus. Foto: Carolyn Kaster/AP/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Steve Bannon
© dpa, Carolyn Kaster, CK wal abl

Bannons Strategie zieht stark auf die sozialen Medien und auf Emotionen. Daher rät er auch den Parteien auf diese Themen zu setzen, die schon im amerikanischen Wahlkampf gut funktioniert haben: "Einwanderung, illegale Masseneinwanderung, China. Und dann müssen wir aus den Kriegen im Nahen Osten raus." Das habe schon damals bei Trumps Wahlkampf geholfen und auch in Europa würde es funktionieren, so seine Prophezeiung..

Außerdem setzt Bannon viel auf die sozialen Medien. Man bräuchte gar kein riesen Budget, um eine Wahl zu gewinnen. Facebook Live und andere soziale Medien hätten die alten politischen Parteien schon längst verdrängt. Auch im Beispiel Deutschland teffe das zu - auf Facebook werden die Inhalte der AfD am häufigsten von allen Parteien geteilt.

Bannon darf nicht direkt bei der Wahl helfen

So viel kann Bannon direkt im Wahlkampf allerdings nicht leisten. Die europäischen Gesetze verbieten es, dass Menschen aus dem Ausland aktiv als Wahlkampfhelfer teilnehmen. Da Bannon Amerikaner ist, wird ihm das also verwehrt.

Trotzdem reist er durch Europa und spricht mit den großen Leuten der rechtspopulistischen Parteien. Zwar wird er für seine Reden nicht bezahlt, aber er versucht die Leute vor Ort zu motivieren.

Das ganze Interview mit Steve Bannon, "Steve Bannon - Eine Gefahr für Europa?", sehen Sie heute Abend, am 14. Mai um 23:30 Uhr, bei n-tv.