Stern-RTL-Wahltrend. Union weiter vor der SPD - Grüne sinken auf schlechtesten Wert seit 2002

22. April 2017 - 9:39 Uhr

SPD stagniert

Die Grünen auf Talfahrt: Mit 6 Prozent sinkt die Partei im jüngsten Stern-RTL-Wahltrend auf den schlechtesten Wert seit August 2002. Die Union aus CDU und CSU liegt weiterhin 6  Prozentpunkte vor der SPD, beide im Vergleich zur Vorwoche unverändert bei 36  (SPD: 30)  Prozent.

Schulz erstmals unter 30 Prozent

Hannover, Wahlkampfauftakt der SPD mit Kanzlerkandidat, Martin Schulz und Ministerpräsident Stephan Weil im Capitol vor 1400 Gästen,Hanover Election campaign the SPD with Chancellor candidate Martin Schulz and Prime Minister Stephan because in Capito
Martin Schulz strahlt beim Wahlkampfauftakt der SPD in Hannover, doch die erste Euphorie bei den Wählern scheint verflogen.
© imago/localpic, Rainer Droese, imago stock&people

Die Linkspartei kann sich um einen Punkt auf 9 Prozent verbessern und wäre nun drittstärkste Kraft. Die AfD stagniert bei 8  Prozent. Auch die FDP hat weiterhin 6 Prozent und wäre somit wieder im Bundestag. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 25 Prozent, zwei Punkte mehr als in der Vorwoche.

Bei der Kanzlerpräferenz gewinnt Angela Merkel nochmals einen Prozentpunkt hinzu, während SPD-Chef Martin Schulz 3 Punkte einbüßt und erstmals seit seiner Nominierung zum Kanzlerkandidaten unter die 30-Prozent-Marke fällt. Wenn der Kanzler direkt gewählt werden  könnte, würden sich 44 Prozent aller Wahlberechtigten für Angela Merkel entscheiden und 29 Prozent für ihren Herausforderer Schulz.

Petry und Wagenknecht am wenigsten beliebt

Die Kanzlerin wird von den Deutschen als vertrauenswürdigste politische Persönlichkeit bewertet. Sie führt mit 66 Vertrauenspunkten die Liste an. Zweiter im aktuellen Politiker-Ranking ist Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble mit 61 Punkten. Schulz folgt auf Rang 3 mit 56 Punkten.

Auf dem vierten Platz steht Bundesinnenminister Thomas de Maiziere mit 53 und auf dem fünften Platz die nordrhein-westfälische SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit 51 Punkten. Dahinter rangiert Bundesaußenminister Sigmar Gabriel mit 50 Punkten auf Platz 6 - er konnte sich nicht verbessern, obwohl Politiker in diesem Amt traditionell beliebter sind als andere. Sein Amtsvorgänger, der heutige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, führte das Ranking noch im Dezember an.

Hinter Gabriel folgen CSU-Chef Horst Seehofer mit 45 Punkten (minus 3), Cem Özdemir von den Grünen mit ebenfalls 45 (minus 2), FDP-Chef Christian Lindner mit 42 (minus 1) und die Grüne Katrin Göring-Eckardt mit 39 Punkten (minus 3).

Schlusslichter wie im Dezember sind auf den Plätzen 11 und 12 die Linke-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht mit 34 Punkten (minus 3) und AfD-Chefin Frauke Petry mit 15 Punkten, 6 weniger als noch im Dezember. Auch von den eigenen Anhängern erhält Petry mit 56 Vertrauenspunkten (minus 5) die schlechteste Bewertung.