12. Juli 2019 - 6:06 Uhr

Vorstandschef meldete sich zu Wort

Jetzt also doch. Am Sonntag hatte die Deutsche Bank mitgeteilt, dass bis zum Ende des Jahres 2022 weltweit rund 18 000 von zuletzt rund 91 000 Vollzeitstellen gestrichen werden. Wie jetzt herauskam, werden davon auch Stellen in Deutschland betroffen sein, das sagte Vorstandschef Christian Sewing.

Experten sprechen von 6.000 Stellen

Beim geplanten Umbau der Deutschen Bank sollen auch hierzulande in nennenswertem Umfang Arbeitsplätze gestrichen werden. "Natürlich wird auch in Deutschland eine substanzielle Zahl an Stellen wegfallen", sagte Vorstandschef Christian Sewing dem "Handelsblatt". Wie viele es sein werden, sagte er nicht. "Dabei ist allerdings wichtig zu wissen, dass der schon zuvor geplante Abbau im Zuge der Integration der Postbank bereits in der Gesamtzahl enthalten ist."

In Expertenkreisen spricht man derzeit von 6.000 Stellen, die wegfallen sollen. Sewing bestätigte diese Zahl nicht - er sprach aber auch nicht dagegen. Derzeit gibt es 39.000 Vollzeitstellen bei der Deutschen Bank in Deutschland.

Fusion mit Commerzbank scheiterte

Nachdem ein Zusammengehen mit der Commerzbank nicht für sinnvoll erachtet wurde, will Sewing die Deutsche Bank erst einmal alleine voranbringen: "Es bringt nichts, jetzt über einen dritten oder vierten Fusionsanlauf mit der Commerzbank zu sprechen. Wir haben uns für diesen Alleingang entschlossen, jetzt lassen Sie uns bitte erst mal machen", sagte er. Wenn man allerdings Partnerschaften schließen würde, dann eher international als national.