Steinbach besucht schwimmendes Haus: Forscher sieht Siedlung

Jörg Steinbach (SPD, l) über einen Steg. Foto: Gregor Fischer/dpa/ZB/Archivbild
© deutsche presse agentur

06. Februar 2020 - 16:50 Uhr

Das schwimmende Haus auf dem Bergheider See könnte nach Vorstellungen von Fraunhofer-Institutsleiter Matthias Klingner zu einer Siedlung auf dem Wasser und an Land ausgebaut werden. Seine Vision von einem weiteren Haus auf dem Wasser und acht Bauten auf dem Festland schilderte er nach Angaben des Brandenburger Wirtschaftsministeriums am Donnerstag bei einem Besuch von Minister Jörg Steinbach (SPD). Konkrete Planungen dafür gebe es aber nicht, hieß es.

Klingner leitet das Dresdner Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme. Das sogenannte Autotartec-Haus auf dem See bei Finsterwalde (Landkreis Elbe Elster) gehört seit vergangenem Jahr zu den Forschungsprojekten des Instituts, es wurde vom Bund mit rund 14 Millionen Euro gefördert. Ein Autotartec-Haus versorgt sich nach Angaben des Instituts selbst: Sonne liefert Strom, die Wände speichern Wärme, eine Minikläranlage reinigt das Wasser. Eine ufernahe Besiedlung biete besonders günstige Randbedingungen für eine zukunftsweisende Energie- und Wasserversorgung.

In der Lausitz entsteht durch die Flutung früherer Tagebaue das größte künstliche Seengebiet Europas.

Quelle: DPA