22. März 2019 - 12:05 Uhr

Endgültig ist doch Quatsch

Knapp 25 Jahre ist es her, dass Stefan Effenberg nach seiner Stinkefinger-Aktion vom damaligen Bundestrainer Berti Vogts aus dem DFB-Kader hinauskomplimentiert wurde. Beim Bayern-Trio Mats Hummels, Thomas Müller und Jérôme Boateng brauchte es weniger, um aus dem Kreis der Nationalmannschaft ausgeschlossen zu werden: Sie fielen im Zuge des sukzessiven Neustarts einfach dem nächsten Schritt zum Opfer. Dass dies aber keine Entscheidung für die Ewigkeit ist, davon ist Effenberg überzeugt.

'Effe': Geht die Quali in die Hose, ist Löw weg

"Dass die Entscheidung endgültig ist, ist ja Quatsch. Wenn die Qualifikation in die Hose geht, wird Jogi Löw nicht mehr da sein. Und dann kann auch eine Endgültigkeit wieder zurückgedreht werden", sagte der 50-Jährige in der RTL-Sendung stern tv, nachdem die deutsche Nationalelf mit einem 1:1 gegen Serbien einen durchwachsenen Auftakt ins Fußballjahr 2019 hingelegt hatte. 

Nach der EM "wird abgerechnet"

Selbst wenn es die deutsche Mannschaft zur EM-Endrunde 2020 schaffen sollte, hat der ehemalige 'Tiger' Hummels, Müller und Boateng noch nicht abgeschrieben. Sollte das Abschneiden bei der EM so schlecht wie bei der WM in Russland sein, "wird Jogi Löw nicht mehr Bundestrainer sein. Und ein neuer Trainer würde die drei, die jetzt nicht mehr dabei sind, wieder zurückholen. Das war bei mir auch der Fall. '94 suspendiert, dann kam Rudi Völler, danach Erich Ribbeck, beide wollten mich zurückholen. Also die Endgültigkeit würde ich mal tief in den Raum stellen." 

Ob allerdings selbst ein Müller, der die 30 dann überschritten haben wird, für einen möglichen Nachfolger Löws Relevanz hat, sei dahingestellt. Momentan jedenfalls sei Löw so oder so "der Richtige", aber er wisse, nach dem nächsten großen Turnier "wird abgerechnet", so 'Effe'.