Comeback in der MotoGP

Stefan Bradl springt für verletzten Weltmeister Marc Marquéz ein

Motorrad-Grand Prix Deutschland - MotoGP
© dpa, Jan Woitas

04. August 2020 - 17:51 Uhr

Ersatz für mehr als ein Rennen?

Des einen Leid des anderen Freud: Weil sich Motorrad-Weltmeister Marc Marquéz bei einem Sturz den Oberarm gebrochen hat, steigt als Ersatz der Deutsche Stefan Bradl auf die Honda des MotoGP-Dominators. Und zwar solange, bis Marquéz wieder fahren kann.

250 PS-Monster muss gebändigt werden

Stefan Bradl 2019
Wie im letzten Jahr wird Bradl mit dem ikonischen Repsol-Design durch die Gegend brettern
© Imago Sportfotodienst

Von 2012 bis 2016 war Bradl in der Königsklasse des Motorradsports unterwegs, ehe er nach einigen Umwegen 2018 zum Testfahrer des Honda-Werksteams wurde. "Durch die globale Pandemie konnten wir nicht wie gewohnt testen. Deshalb werde ich Zeit benötigen, um mich wieder an das Motorrad und die MotoGP zu gewöhnen", erklärt Bradl. Diese Eingewöhnungszeit wird der 30-Jährige auch brauchen, um das über 250 PS starke und nur 140 Kilogramm schwere Biest auf zwei Rädern schnell um die Strecke zu bewegen.

Sein kurzfristiges Comeback wird Bradl im tschechischen Brünn geben. Genau an dem Ort, an dem er letztes Jahr schon einmal eingesprungen war, damals für den verletzten Honda-Fahrer Jorge Lorenzo. Hohe Erwartungen will sich Bradl trotzdem nicht stecken: "Ich werde versuchen, einen halbwegs guten Job zu machen und das Beste aus der Situation für Honda und das ganze Team herauszuholen. Ich habe absolut nichts zu verlieren."