Steag will weitere Kraftwerke stilllegen

Steag-Chef Joachim Rumstadt steht im Kraftwerk in Voerde. Foto: picture alliance / Roland Weihrauch/dpa/archivbild
Steag-Chef Joachim Rumstadt steht im Kraftwerk in Voerde. Foto: picture alliance / Roland Weihrauch/dpa/archivbild
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04. Mai 2021 - 15:01 Uhr

Essen (dpa/lnw) - Der mehreren Ruhrgebietskommunen gehörende Kohleverstromer Steag will weitere Kraftwerke abschalten. Steag habe die Anlagen in Bergkamen in NRW und Völklingen-Fenne im Saarland bei der Bundesnetzagentur zur vorläufigen Stilllegung angemeldet, teilte das Unternehmen am Dienstag in Essen mit. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verhinderten "auf absehbare Zeit einen auskömmlichen Betrieb der beiden Kraftwerksblöcke", begründete Steag-Chef Joachim Rumstadt den Schritt.

Steag ist einer der größten Kohleverstromer in Deutschland und steckt auch wegen der Energiewende in großen Schwierigkeiten. Die Eigentümer, sechs Stadtwerke aus dem Ruhrgebiet, wollen ihre Anteile an die RAG-Stiftung übertragen. Sie soll als Treuhänderin einen Verkauf des Unternehmens vorbereiten.

Das rund 40 Jahre alte Kraftwerk in Bergkamen gehört mit einer Nettonennleistung von über 700 Megawatt zu den großen Strommaschinen in Deutschland. Zuletzt war es aber nur noch tageweise im Einsatz. Die Anlage erzeuge seit 2016 ausschließlich Strom, so dass sein Aus keine Auswirkungen auf die Wärmeversorgung in der Region hätte, betonte Steag. Für Wärme aus dem Heizkraftwerk Völklingen-Fenne gebe es Alternativen.

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion wird jetzt prüfen, ob die beiden Kraftwerke für die Stromversorgung in Deutschland systemrelevant sind und deshalb in Reserve gehalten werden müssen.

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Quelle: DPA

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