Vor allem an Neujahr wird es voll

ADAC warnt zum Jahreswechsel vor Staus

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28. Dezember 2019 - 10:10 Uhr

ADAC sagt zum Jahresende Stau-Gefahr voraus

Zum Jahresende müssen Autofahrer in Deutschland laut ADAC wieder mit vollen Straßen rechnen. Auf den Autobahnen wird es eng - die Staugefahr wächst rund um die letzten Tage des Jahres und ist an Neujahr am größten, so der ADAC. Wir zeigen, welche Autobahnstrecken besonders betroffen sind und an welchen Reisetagen man mit weniger Verkehr rechnen kann.

Neujahr ist der verkehrsreichste Reisetag

Mittwoch, der 1. Januar, wird der verkehrsreichste Reisetag sein - denn an diesem Tag kehren viele Autofahrer von Besuchen bei Familie oder Freunden zurück. An Silvester dagegen ist auf den Straßen weniger los. Ähnlich sieht es am Sonntag und Montag, 29. und 30. Dezember, aus. Voller dagegen wird es am Samstag, 28. Dezember, weil an diesem Tag erfahrungsgemäß viele Urlauber aus dem Winterurlaub zurückkehren. Vor allem auf den Routen in und aus den Skigebieten müssen Autofahrer dann laut ADAC mehr Fahrzeit einplanen.

Diese Autobahnen sind die Stau-Brennpunkte

  • A 1 Köln – Dortmund – Bremen – Hamburg
  • A 2 Dortmund – Hannover – Braunschweig – Berlin
  • A 3 Köln – Frankfurt – Nürnberg – Passau
  • A 4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden
  • A 5 Hattenbacher Dreieck – Karlsruhe – Basel
  • A 6 Metz/Saarbrücken – Mannheim – Heilbronn – Nürnberg 
  • A 7 Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Füssen/Reutte
  • A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A 9 München – Nürnberg – Berlin
  • A 10 Berliner Ring 
  • A 24 Hamburg – Berlin
  • A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen 
  • A 81 Stuttgart – Singen 
  • A 93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A 95 /B 2 München – Garmisch-Partenkirchen 
  • A 96 München – Lindau 
  • A 99 Umfahrung München

Hier ist in den Nachbarländern am meisten los

In Deutschlands Nachbarländern sind laut ADAC vor allem die Fernstraßen in die Wintersportorte extrem voll. In Österreich sind das die Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn, die Fernpass-Route sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen. In der Schweiz müssen Autofahrer auf der Gotthard-Route, den Zufahrtsstraßen in die Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz sowie an den Autoverladestationen Furka, Lötschberg und Vereina längere Wartezeiten einplanen.

In Italien gibt es neben der Brennerroute auf den Straßen ins Puster-, Grödner- und Gadertal sowie in den Vinschgau die größte Staugefahr. Entlang der österreichischen Inntal- und Brennerautobahn ist wegen der Sperre von Ausweichrouten die Staugefahr besonders hoch.

Wer nach den Feiertagen aus den Wintersportorten nach Hause reist, muss an den drei Autobahnübergängen Suben (A 3 Linz - Passau), Walserberg (A 8 Salzburg - München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein - Rosenheim) wegen der Grenzkontrollen ebenfalls mit Wartezeiten rechnen.

Macht es Sinn, die Autobahn bei Stau zu verlassen?

Laut ADAC hat es nur selten Vorteile, die Autobahn bei Stau zu verlassen und auf Landstraßen auszuweichen - denn auch diese Strecken sind dann schnell verstopft. Sinn mache das meist erst bei einer Staulänge von mindestens 10 Kilometern Länge oder bei einer Vollsperrung. Ansonsten gilt: Am besten Nerven bewahren und geduldig warten, bis man es durch den Stau geschafft hat.

Und ganz wichtig dabei: Sobald der Verkehrs ins Stocken gerät, muss eine Rettungsgasse gebildet werden.