„Das ist hart, das fällt schwer - jedem von uns"

Gesundheitsminister Spahn ruft zum Start der Bundes-Notbremse zu Kontaktvermeidung auf

24. April 2021 - 10:57 Uhr

Wie will Deutschland die dritte Welle brechen?

Die Neuinfektionszahlen steigen immer weiter. Die bundesweite Inzidenz liegt aktuell bei 164. Ab Samstag gilt die bundesweite Notbremse. "Das ist hart, das ist schwer", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit Robert Koch-Vizepräsident Lars Schaade und Klaus Cichutek, dem Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts. Aber Spahn machte auch Hoffnung: Schon bald könne allen Bürgern ein Impfangebot gemacht werden. Im Video macht der Gesundheitsminister Hoffnungen für den Sommer.

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Spahn: "Dritte Welle lässt sich nicht wegtesten und man kann auch nicht gegen sie animpfen"

Gesundheitsminister Jens Spahn hat zum Inkrafttreten neuer bundesweit verbindlicher Regeln für schärfere Corona-Maßnahmen zu weiteren Einschränkungen bei Kontakten aufgerufen. "Das ist hart, das fällt schwer – jedem von uns. Aber das ist für eine Übergangszeit notwendig", sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Spahn warnte, die dritte Welle lasse sich nicht wegtesten und man könne auch nicht gegen sie animpfen. Es gehe jetzt darum, die dritte Corona-Welle zu brechen und dann gestützt auf mehr Tests auch mehr Bereich öffnen zu können. Dies sei "ein schwerer, aber ein wichtiger Teil, der zu gehen ist," so Spahn.

Die Bundesregierung arbeite aktuell daran, die Einreiseverordnung für Geimpfte zu ändern. Ziel ist es, die Testauflagen für Personen mit Impfschutz zu reduzieren, sagt der CDU-Politiker.

Im Video: Bundesweite Notbremse ab Samstag - Welche Regeln gelten dann?

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„Das klingt noch weit weg, aber in Wahrheit ist es nicht mehr so weit.“

Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sind bislang rund 18,5 Millionen Deutsche mindestens einmal geimpft. Das entspreche einer Quote von etwa 22 Prozent, sagt der Minister in Berlin. Sieben Prozent hätten einen vollen Schutz aus Erst- und Zweitimpfung. Im Mai könne die Priorisierungsgruppe 3 geöffnet werden. Spahn bekräftigt, dass im Verlauf des Juni die Priorisierung aufgehoben werden. So wie es aktuell aussieht, würden dann genügend Impfstoffdosen zur Verfügung stehen. Das heiße aber nicht, dass schon im Juni alle geimpft werden können. Das würde noch bis in den Sommer hinein gehen.

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RTL.de/DPA

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