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Starkregen sorgt für Verkehrschaos auf Berliner Autobahn

Wetter in Berlin
Fahrzeuge fahren bei starkem Regen über eine Straße. Foto: Paul Zinken © deutsche presse agentur

Starkregen hat am Donnerstag für Verkehrschaos auf einer Berliner Autobahn gesorgt. Am Kaiserdamm stand die Autobahn 100 unter Wasser und war in Fahrtrichtung Wedding über mehrere Stunden gesperrt, wie die Senatsverwaltung für Verkehr mitteilte. Autofahrer standen dort zeitweise mehr als eine Stunde im Stau. Wegen der vielen wetterbedingten Einsätze verhängte die Berliner Feuerwehr am Vormittag den Ausnahmezustand. Dieser wurde kurz nach 14 Uhr beendet.

Grund für die Überschwemmung auf der A100 waren die hohen Niederschlagsmengen innerhalb kürzester Zeit. "Die Abläufe waren nicht imstande, die Regenmengen abzufangen", sagte Derk Ehlert, Sprecher bei der Verkehrsverwaltung. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zuvor mitgeteilt, dass in Berlin und Brandenburg lokal mit 20 bis 35 Litern Regen pro Quadratmeter innerhalb von sechs Stunden zu rechnen sei.

Die Berliner Feuerwehr musste am Donnerstag wegen der hohen Niederschlagsmengen mehrfach ausrücken und verhängte deshalb den Ausnahmezustand. Ein Sprecher rief die Bevölkerung dazu auf, sich nur in echten Notfällen bei der Behörde zu melden und sich zum Beispiel um kleinere Wasserschäden selbst zu kümmern. Am Morgen waren die Rettungskräfte zu zwei Wohnhäusern alarmiert worden, bei denen durch heftigen Niederschlag in den oberen Stockwerken Wasser in Wohnungen eingedrungen war.

Zehnmal mussten die Rettungskräfte am Vormittag wegen umgestürzter Bäume und herabfallender Äste ausrücken. Am Nachmittag zog die Feuerwehr Bilanz: Insgesamt wurden am Donnerstag 125 Einsätze wegen des Wetters gefahren.

Die dicken Regenwolken hatten die Hauptstadt nach wochenlanger Trockenheit am Mittwochabend erreicht. Nach DWD-Angaben war ein Tief mit sehr feuchter Luft für das Regenwetterwetter in Brandenburg und Berlin verantwortlich.

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales warnte vor möglichen Beeinträchtigungen der Badegewässer. Aufgrund der anhaltenden Regenfälle seien in der Nacht zum Donnerstag Misch- und Abwässer in die Berliner Flüsse und Seen geflossen. "Diese Einleitungen können zu erhöhten Belastungen der Badegewässer mit Krankheitserregern führen", hieß es. Besonders betroffen seien erfahrungsgemäß die nördlichen Badestellen der Unterhavel.

Die Gefahr vor weiterem Starkregen war nach DWD-Angaben vom Donnerstagnachmittag noch nicht gebannt, die Wahrscheinlichkeit allerdings gering. Lokal könne es bis in die Nacht zum Freitag zu Gewittern und Starkregen kommen, mit Niederschlägen zwischen 15 und 25 Litern in kurzer Zeit. Stellenweise sei mit Nebel und Sichtweiten unter 150 Metern zu rechnen.


Quelle: DPA

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