Starke Unwetter in Norditalien: Deutsche Ministerin von umstürzendem Baum schwer verletzt

11. August 2017 - 16:47 Uhr

Unwetter überrascht Urlauber

Heftige Unwetter mit starkem Wind, Regen, Hagel und Gewitter sind über Norditalien hinweggezogen. Viele Urlauber wurden von dem plötzlichen Wetterumschwung überrascht. Für die brandenburgische Sozialministerin Diana Golze endete der Urlaub im Krankenhaus: Die 42-Jährige wurde beim Campen von einem umstürzenden Baum getroffen und schwer verletzt.

Möglicherweise fegte Tornado über Zeltplatz

ARCHIV - Die brandenburgische Sozialministerin Diana Golze (Die Linke), aufgenommen am 23.02.2017 an der Lenné-Grundschule in Frankfurt (Oder) (Brandenburg). Golze ist im Urlaub von einem umstürzenden Baum getroffen und schwer verletzt worden. (zu «S
Archivbild: Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze (Linke)
© dpa, Patrick Pleul, ppl cse skm vge fux

Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze ist im Urlaub von einem umstürzenden Baum getroffen und schwer verletzt worden. Laut Ministeriumssprecherin Marina Ringel ereignete sich der Unfall während eines Unwetters auf einem Campingplatz in Norditalien. Golze sei in einem Krankenhaus sofort operiert worden, es gehe ihr den Umständen entsprechend gut. "Sie liegt jetzt auf einer normalen Krankenstation", sagte Ringel. Weitere Einzelheiten nannte die Sprecherin nicht.

Zusammen mit einem Arzt habe ein Feuerwehrmann die Äste durchbrochen, bis die Frau befreit war, berichtete er. Die Verletzte habe er mit Helfern auf einem Surfbrett zum Strand transportiert, von wo aus sie mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen wurde.

Die 42-jährige Golze ist seit Herbst 2014 Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg. Zuvor war sie seit 2005 Abgeordnete des Deutschen Bundestages.

Schwere Gewitter an der Adriaküste

Ein Unwetter erwischte den beliebten Urlaubsort Cavallino-Treporti bei Venedig besonders heftig, aber auch an der restlichen Adriaküste wie in Caorle, Jesolo und San Michele al Tagliamento und Portogruaro gab es unwetterartige Gewitter. Rund 50 Menschen kamen mit leichten Verletzungen davon. Die Menschen waren von umherfliegenden Gegenständen getroffen worden.

Bei den Unwettern über Norditalien waren teilweise 70.000 Menschen in der Region Friaul-Julisch Venetien ohne Strom. Verschont blieben auch die Bahnstrecken nicht: Einige Züge hatten mehrere Stunden Verspätung. Die Schäden werden in der Region Venetien auf mehrere Millionen Euro geschätzt.