RTL-Reporter sieht sich am Tatort um

Starben Mutter und Sohn in dieser Höhle auf Teneriffa?

26. April 2019 - 18:54 Uhr

Jüngster Sohn konnte weglaufen

In dieser Höhle soll sich das brutale Verbrechen auf Teneriffa abgespielt haben. Ein Deutscher, der dauerhaft auf der Kanaren-Insel lebt, lockte am 23. April seine Familie unter einem Vorwand ins Gebirge. Dann soll er die Mutter und den älteren Sohn brutal zu Tode geprügelt haben. Dem jüngeren Sohn gelang die Flucht.

RTL-Reporter auf Spurensuche

Weder Polizei, noch die Behörden auf Teneriffa wollen offiziell bestätigen, wo genau sich das Verbrechen abgespielt hat. RTL-Reporter Dominique Fleckinger hat sich aber mit den Anwohnern in der Nähe des Tatorts unterhalten. Sie kennen sich in der Gegend aus und sagen, dass es nur eine Höhle gibt, die infrage kommt. Im Video zeigt der RTL-Reporter, wie es am mutmaßlichen Tatort aussieht und geht auch den Weg ab, den der kleine Junge geflüchtet sein muss.

Als der Vater anfing, auf die Mutter einzuprügeln, warf der kleine Junge noch einen Stein nach dem 43-Jährigen und rannte dann los. Ihm war nicht klar, dass er seine Mutter nicht mehr lebend wiedersehen würde. Der Niederländerin Annelies, die sich in den ersten 24 Stunden nach dem Drama um das Kind kümmerte und für den Jungen übersetzte, weil sonst niemand Deutsch sprach, erzählte er, dass seine Mutter "keine Zähne mehr im Mund" gehabt und stark geblutet hätte.

Angehörige aus Deutschland sollen sich jetzt um das Kind kümmern

Die 39-Jährige wollte sich offenbar von Familienvater Thomas scheiden lassen. Sie kam aber noch regelmäßig mit den beiden Jungen nach Teneriffa, damit die Kinder Zeit mit ihrem Vater verbringen konnten. Montags landete die Familie, dienstags nahm der Vater sie dann auf einen "Ausflug" mit. Er behauptete, Ostergeschenke in der Höhle versteckt zu haben. So lockte er Mutter und Söhne in die Falle, erzählte der überlebende Junge der Niederländerin.

Inzwischen sollen auch die Angehörigen des Jungen aus Deutschland unterwegs nach Teneriffa sein. Die Großeltern mütterlicherseits und möglicherweise auch eine Tante würden noch am Freitag auf der spanischen Urlaubsinsel erwartet, sagte die Ministerin für Soziales der Regionalregierung der Kanaren, Cristina Valido. Dann bekommt der Junge endlich Gelegenheit sich von der Aufregung der letzten Tage zu erholen und die traumatischen Erlebnisse zusammen mit seiner Familie zu verarbeiten.