Urteil in Aschaffenburg

Stalker verteilte Nacktfotos seiner Ex und schickte ihr einen Totenschädel

Roman K. wurde verurteilt, weil er unter anderem Nacktbilder seiner Ex-Freundin aufgehängt hat.
Roman K. wurde verurteilt, weil er unter anderem Nacktbilder seiner Ex-Freundin aufgehängt hat.
© dpa, Frank Rumpenhorst, axs

09. August 2019 - 13:20 Uhr

44-Jähriger terrorisierte die Frau monatelang

In Aschaffenburg wurde ein 44-Jähriger verurteilt, weil er seine Ex-Freundin monatelang terrorisierte. Roman K.  gab unter anderem zu, Nacktbilder der Frau öffentlich in der Stadt verteilt zu haben. Außerdem soll er das Grab ihres Vaters zerstört und ihr einen menschlichen Totenschädel geschickt haben, um sie zu bedrohen. Das Landgericht verurteilte ihn zu fünf Jahren und vier Monaten Haft und einer Geldstrafe.

Opfer leidet bis heute

Das Opfer ist bis heute schwer traumatisiert durch die Stalkerei ihres Ex-Freundes. Roman K. konnte es offenbar nicht ertragen, dass seine Freundin ihn verließ, sodass er das Leben der Frau nach der Trennung zur Hölle werden ließ. Seit dem 1. Februar 2018 durfte er ihr sich nicht mehr nähern. Doch da ging der Terror erst richtig los.

Die Frau hat inzwischen zwei Umzüge hinter sich und musste ihre Handynummer ändern, um endlich Ruhe vor dem 44-Jährigen zu haben. Sie litt an Panikattacken und Schlafstörungen. Bis heute lässt sie ihr Grundstück videoüberwachen und auch ihr Arbeitgeber hat Kameras installiert.

Angeklagter bastelte an einer Rohrbombe

Haftstrafe für Stalker
Der Stalker wurde vom Landgericht Aschaffenburg zu fünf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt.
© dpa, Frank Rumpenhorst, axs cul

Laut Nebenklage verteilte der Angeklagte Flyer mit Nacktbildern, dem Namen und der privaten Nummer der Frau. Er schrieb an ihren Arbeitgeber und behauptete, die Frau habe Betriebsvermögen gestohlen. Roman K. habe außerdem am Auto seiner Ex herummanipuliert und einen Totenschädel an ihren Arbeitsplatz geschickt.

Offenbar wollte er, dass die Frau glaubte, es sei der Schädel ihres verstorbenen Vaters. Dessen Grab hatte der Angeklagte ebenfalls verwüstet. Außerdem soll er einen Bombenanschlag auf seine Ex geplant haben. Er hatte schon angefangen eine Rohrbombe zu bauen. Die Polizei stellte einen Zünder und eine Schusswaffe bei ihm sicher.

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Roman K. ertrug es nicht, dass seine Freundin ihn verließ

Ein Zeuge bezeichnete den 44-Jährigen als "einsame Sau". Laut psychiatrischem Gutachten leidet der Angeklagte unter einer Persönlichkeits- und einer Impulskontrollstörung. Er sei außerdem narzisstisch veranlagt. Es sei mit seinem eigenen Selbstbild nicht kompatibel, dass eine Frau es wage, sich von ihm zu trennen. Das Opfer hatte die Beziehung zum Angeklagten 2017 beendet, als sie während eines Urlaubs in Paris herausfand, dass Roman K. sie mit seiner vorherigen Partnerin betrog.