Staatsschutz ermittelt: Konflikt von Deutschen und Syrern

20. Februar 2020 - 16:30 Uhr

Nach einer Auseinandersetzung zwischen Syrern und Deutschen mit zwei Verletzten in Neubrandenburg hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag sagte, hat sich die zunächst "unübersichtliche Schlägerei" bereits am Montag ereignet. Nach bisherigen Ermittlungen soll eine 22-jährige, angetrunkene Neubrandenburgerin an einer Bushaltestelle aus einem Bus gestiegen und einen Syrer bespuckt haben. Die deutsche Frau habe den Mann ausländerfeindlich angeschrien und gegen seinen Kinderwagen mit einem dreijährigen Kind gestoßen. Daraufhin habe der 42 Jahre alte Mann die deutsche Frau geschlagen.

Kurze Zeit später sei der Vorfall im Reitbahnviertel eskaliert. Der Frau eilten zwei deutsche Männer und dem Mann ein jugendlicher Syrer zu Hilfe. Alle sollen aufeinander losgegangen sein, wie Zeugen schilderten. Die Frau habe den jugendlichen Syrer geschlagen und versucht, mit einer abgebrochenen Glasflasche auf den 42-Jährigen loszugehen, wovon sie aber abgehalten worden sei. Die beiden Syrer erlitten leichte Verletzungen.

Die Frau lehnte eine medizinische Versorgung ab, wie es hieß. Sie bestreite zudem, dass sie den syrischen Mann provoziert habe. Sie habe angegeben, plötzlich grundlos von dem Mann geschlagen worden zu sein. Insgesamt habe die Polizei vier Anzeigen von beiden Parteien aufgenommen.

Quelle: DPA