Wegen Volksverhetzung und Holocaust-Leugnung

Staatsanwaltschaft und Staatsschutz ermitteln gegen Vegan-Koch Attila Hildmann

20. Juli 2020 - 21:19 Uhr

Berliner Staatsschutz und Cottbuser Staatsanwaltschaft nehmen Ermittlungen auf

Seit Wochen sorgt der ehemalige Vorzeige-Veganer Attila Hildmann mit verschwörungsideologischen Aussagen, Hetze gegen die Corona-Beschränkungen und zuletzt sogar mit Morddrohungen für Aufruhr. Der TV-Koch wurde zwischenzeitlich sogar von der Polizei festgenommen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Cottbus gegen Attila Hildmann. Der Vorwurf: Volksverhetzung.

Der Berliner Staatsschutz hat sogar zwei Strafermittlungsverfahren gegen den Kochbuchautor aufgenommen. Neben Volksverhetzung geht es dort noch um Holocaust-Leugnung.  Hildmann hatte zuvor den ehemaligen Grünen-Politiker Volker Beck mehrmals bedroht.

Mehrere Anzeigen gegen Hildmann eingegangen

Bei den Ermittlungen der Cottbusser Staatsanwaltschaft gehe es um Hildmanns Kommentare im Internet seit Beginn der Corona-Beschränkungen, sagte ein Sprecher der Behörde am Montag. Es seien mehrere Anzeigen gegen Hildmann eingegangen. Die Behörde ist zuständig, weil Hildmann in Brandenburg seinen Wohnsitz hat.

Morddrohungen gegen ehemaligen Grünen-Politiker

Bei den Strafermittlungen des Berliner Staatsschutz gegen Hildmann geht es laut Polizei unter anderem um Äußerungen, die Hildmann als Anmelder einer sogenannten "Hygienedemonstration" vergangenen Samstag in Berlin getätigt haben soll. Dort soll er unter anderem dem ehemaligen Grünen-Politiker Volker Beck mit Mord gedroht haben.

"Wenn ich Reichskanzler wäre, dann würde ich die Todesstrafe für Volker Beck wieder einführen", soll er dort unter anderem gesagt haben. Volker Beck erstattete daraufhin Anzeige. Mehr dazu erfahren Sie hier.