Mehrere Fälle in Nobel-Skiort St. Moritz

Mit Corona-Mutation infiziert! 400 Menschen müssen in Luxushotels ausharren

Rund 95 Gäste und 300 Angestellte dürfen die Hotels „Badrutt’s Palace“ und „Grand Hotel des Bains Kempinski“ vorerst nicht verlassen.
© Reuters

20. Januar 2021 - 10:26 Uhr

Corona-Hotspot St. Moritz: Mehrere Menschen mit Covid-Mutation infiziert

Im Schweizer Nobelskiort St. Moritz haben die Behörden zwei Luxushotels unter Quarantäne gestellt. Dort haben sich rund ein Dutzend Personen mit dem mutierten Coronavirus angesteckt. Nach Medienberichten soll es sich um die südafrikanische Variante des Erregers handeln.

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Rund 300 Angestellte in Corona-Quarantäne

Rund 95 Gäste und 300 Angestellte dürfen die Hotels "Badrutt's Palace Hotel" und "Grand Hotel des Bains Kempinski" vorerst nicht verlassen, nachdem in den beiden Luxusherbergen rund ein Dutzend Infektionen festgestellt wurden. Die Betroffenen sollen sich mit der südafrikanischen Variante des Virus angesteckt haben, berichtet "Blick". Diese sorgt zwar nicht für schwerere Krankheitsverläufe, soll aber noch ansteckender sein als die Mutation aus Großbritannien.

"Zum Schutz der Gesundheit von Bevölkerung und Gästen hat das Gesundheitsamt die beiden Hotels unter Quarantäne gestellt und Coronatests für deren Mitarbeitende und Gäste angeordnet", erklärte das Gesundheitsamt des Kantons Graubünden am Montag. Zudem wurden die Schulen und Skischulen bis geschlossen sowie das verpflichtende Tragen von Schutzmasken angeordnet.

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Massentest in St. Moritz geplant

Wie das Gesundheitsamt weiter mitteilt, sollen nun alle Gäste und Angestellte der Schweizer Luxushotels getestet werden. Für Dienstag sei auch ein Massentest in der Gemeinde geplant. Die Behörde empfiehlt Touristen und Einwohnern "dringend", daran teilzunehmen.

Laut "Blick" handelt es sich insbesondere um Hotelangestellte, die positiv auf die Corona-Mutation getestet worden sind. "Es handelt sich um keinen wilden Ausbruch, sondern um eine Häufung von Fällen", wird Christian Gartmann, Leiter der Taskforce "Corona II" Engadin, zitiert. Die aktuelle Situation drücke auf die Stimmung im Ort. "Da hat natürlich niemand Freude, wenn im eigenen Dorf eine Infektionskrankheit grassiert", sagt er.

Die Bevölkerung in St. Moritz wird unterdessen dazu aufgerufen, die sozialen Kontakte in der nächsten Zeit möglichst herunterzufahren. Auch Vereinsaktivitäten und Sporttrainings sind vorerst gestrichen.

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