Besonders großer Andrang durch Bedürftige

Sri Lanka: Männer verschenken Geld - drei Frauen sterben

Massenpanik in Sri Lanka
© dpa, A. Hapuarachchi, hen nwi

22. Mai 2020 - 19:03 Uhr

Colombo: Drei Frauen zu Tode getrampelt

Als sieben Männer auf Sri Lanka Geld an Bedürftige verteilten, kam es zu einem Gerangel, bei dem drei Frauen starben. Ein Geschäftsmann, der jedes Jahr zum Ramadan Almosen verteilt, und seine Helfer hätten Geld verteilt, sagte ein Polizeisprecher. Dieses Jahr sei der Andrang besonders groß gewesen, weil viele Tagelöhner und andere Menschen wegen der Ausgangssperre keinen Job mehr hatten. So hofften am Donnerstagabend in der Hauptstadt Colombo mehr als 1.000 Menschen auf die umgerechnet rund sieben Euro pro Person.

Männer sitzen in Untersuchungshaft

Dabei sei es zu einem Gerangel gekommen, bei dem die drei Frauen umfielen und zu Tode getrampelt wurden. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden. Auch für den Geschäftsmann und seine Helfer hat die Aktion ein Nachspiel.

Die Männer müssen sich wegen Tod durch Nachlässigkeit verantworten und hätten zudem die Ausgangssperren-Regeln verletzt, sagte der Polizist. Die Männer müssten nun bis Anfang Juni in Untersuchungshaft bleiben. Dann könnten sie mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden.