Spritzen-Panik in Berlin: Junge (5) tritt auf Spielplatz in mit HI-Viren infizierte Nadel

05. September 2018 - 10:29 Uhr

Eltern-Albtraum im Stadtteil Kreuzberg

Ein kleiner Junge spielt – und plötzlich rennt er schreiend zu seiner Mutter. Im seinem Turnschuh steckt eine Spritze, vermutlich von Junkies zurückgelassen. Auf dem Berliner Spielplatz sollen dutzende Kanülen herumgelegen haben. Die Mutter eilt mit ihrem Kind ins Krankenhaus, dort kommt heraus: Die Kanüle ist mit HI-Viren infiziert. Das berichtet die Zeitung "B.Z." unter Berufung auf die Mutter des Jungen. Jetzt sind die Eltern des Kindes in Panik: Hat sich ihr Sohn mit dem HI-Virus angesteckt?

Familie muss sechs Wochen lang auf das Testergebnis warten

Nach dem Vorfall wurde der Fünfjährige sofort in einem Krankenhaus untersucht. Der Kleine hatte sich verletzt, obwohl er relativ festes Schuhwerk trug, wie Sie im Video sehen. 

Sechs Stunden musste die Familie insgesamt im Krankenhaus verbringen. Dann die ernüchternde Antwort: Bis klar ist, ob der Kleine sich wirklich angesteckt hat, dauert es sechs Wochen. Erst dann sind Antikörper gegen das Virus im Blut nachzuweisen.

Ein Sprecher der Berliner Aids-Hilfe erklärte der "Bild"-Zeitung zwar, eine Ansteckung sei unwahrscheinlich: "Es müsste sich schon um eine Spritze mit ganz frischem Blut gehandelt haben." Trotzdem keine wirklich beruhigende Nachricht für die Eltern.

Sie müssen die nächsten Wochen in Angst verbringen und hoffen, dass ihr kleiner Sohn sich nicht mit einem sehr gefährlichen Virus angesteckt hat.