Hohn und Spott bei Twitter für Trump

Trumps Mexiko-Mauer kippt um - und das Netz lacht sich schlapp

Donald Trump
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31. Januar 2020 - 16:23 Uhr

Der Beton war noch nicht getrocknet

Bei Bauarbeiten an der Grenzmauer zwischen Mexiko und den USA sind Stahlelemente nach heftigen Windstößen umgekippt. Der Zwischenfall ereignete sich laut US-Grenzschutz in Kalifornien, zwischen den Städten Calexico, das auf amerikanischer Seite liegt und Mexicali, das sich direkt an der Grenze in Mexiko befindet.

Nach Windstößen haben sich demnach die mehr als neun Meter hohen Stahlelemente in einem steilen Winkel auf die mexikanische Seite geneigt, weil der Beton unter dem Zaun noch nicht getrocknet war. Die mexikanische Verwaltung reagierte aber schnell und die Arbeiten wurden fortgesetzt.

Wer den Schaden hat, muss für den Spott nicht sorgen

Donald Trumps politische Gegner machten sich bei Twitter prompt über den Vorfall lustig.  Der demokratische Präsidentschaftskandidat und entschiedene Trump-Gegner Tom Steyer twitterte ein altes Zitat von Donald Trump: "Ich besitze Gebäude. Ich bin ein Bauherr; ich weiß, wie man baut. Niemand kann so bauen wie ich. Niemand. Und die Bauherren in New York werden Ihnen das sagen. Ich baue das beste Produkt." 

"Das ist sowas von Karma!"

Eine Userin kommentierte darunter: "Das ist sowas von Karma!"  Und ein anderer schrieb: "War ja klar, dass sie (die Mauer) auf Mexikos Seite fällt, jetzt kann er Mexiko die Schuld geben und die Mexikaner auch noch aufräumen lassen." 

Erst 160 Kilometer Mauer sind fertig

Illegale Einwanderung wird überparteilich als Problem angesehen, es gibt aber große Meinungsunterschiede zwischen Republikanern und Demokraten, wie das Problem angegangen werden sollte. So waren die Demokraten gegen Trumps Mauerprojekt und blockierten dessen volle Finanzierung.

Im vergangenen Februar hatte Trump dann einen nationalen Notstand an der Grenze zu Mexiko ausgerufen, um ohne parlamentarische Zustimmung zusätzliche Milliarden für die Mauer zu beschaffen. Er begründete den Notstand mit einer angeblichen "Invasion" von Migranten, kriminellen Banden sowie mit Drogenschmuggel.