Bundesliga, Formel 1 & Co.: Verbreitung von Covid-19 hat große Auswirkungen

Sport & Coronavirus: Alle aktuellen Entwicklungen im Live-Ticker

UEFA verlegt Länderspiele
© dpa, Federico Gambarini, nic

09. April 2020 - 21:18 Uhr

Coronavirus breitet sich aus: Weltweit viele Sport-Events wegen Covid-19 abgesagt oder verschoben

Die weltweite Verbreitung des Coronavirus hat auch auf die Sportwelt große Auswirkungen: Events aller Sportarten werden abgesagt oder verschoben. Die Fußball-Bundesliga hat ihren Spielbetrieb eingestellt, auch in der Formel 1 wird es vor Juni keine Rennen geben, die Olympischen Sommerspiele wurden auf 2021 verschoben. In unserem Sport-Corona-Ticker halten wir Sie über alle aktuellen Entwicklungen im Sport auf dem Laufenden.

Donnerstag, 9. April

21.10 Uhr: Schottland verlängert Saisonunterbrechung bis 10. Juni

Der schottische Fußballverband hat die Saisonpause in allen nationalen Ligen um sechs Wochen verlängert. Wie Verbandsoffizielle am Donnerstag mitteilten, wird sowohl im Profi- als auch im Hobbybereich mindestens bis zum 10. Juni der Ball ruhen. Bislang war lediglich eine Unterbrechung bis zum 30. April vorgesehen.

"Die Botschaft ist sehr klar", sagte der schottische FA-Präsident Rod Petrie: "Die staatlichen Beschränkungen, die eingeführt wurden, um Leben zu retten, müssen eingehalten werden und es besteht für mehrere Wochen keine Aussicht auf eine baldige Wiederaufnahme des Trainings, geschweige denn auf den organisierten Fußball in Schottland."

Während im Amateurbereich die zuständigen Gremien bereits am Freitag über einen Saisonabbruch beraten, soll diesbezüglich in der schottischen Premier League mindestens bis zur Vorstandssitzung der UEFA am 23. April gewartet werden. Die Europäische Fußball-Union hatte bei einem vorschnellen Abbruch der Spielzeit zuletzt im Fall von Belgien mit dem Verlust von Europapokalplätzen gedroht.

19.50 Uhr: Trotz Corona-Pause: NBA-Spieler erhalten vorerst volles Gehalt

Die Spieler der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA sollen trotz der Saisonunterbrechung wegen der Corona-Pandemie bis zum 15. April ihr volles Gehalt bekommen. Das geht aus einem Schreiben der Liga an die Teams hervor, das der US-Nachrichtenagentur Associated Press vorliegt. Die Liga und die Spielervereinigung führen seit längerem Gespräche über den Status der Gehälter während der Unterbrechung.

Die NBA hatte am 11. März als erste große US-Liga ihren Spielbetrieb wegen der Corona-Krise unterbrochen. Bis zum 15. April hätte die reguläre Saison beendet werden, drei Tage später hätten die Playoffs beginnen sollen. Vor Mai wird es laut NBA-Boss Adam Silver keine Entscheidung über die Fortsetzung oder den Abbruch der Saison geben.

18.30 Uhr: Brawn und Rosberg für kreative Lösungen in der Formel 1

Formel-1-Sportchef Ross Brawn hofft noch auf einen Saisonstart bis Juli und sieht Events ohne Zuschauer als geeignetes Mittel. Nico Rosberg plädiert für kreative Lösungen.

Geisterrennen als Option und eine letzte Frist bis Oktober: Die Bosse der Formel 1 arbeiten weiter fieberhaft an einem Plan, die Saison 2020 trotz der Corona-Pandemie zu retten. "Wenn wir Anfang Juli starten können, könnten wir eine Saison mit 19 Rennen fahren", sagte Sportchef Ross Brawn bei Sky Sports: "Das wäre tough. Drei Rennen nacheinander, ein Wochenende frei und so weiter." Rein logistisch wäre es aber möglich.

Ex-Weltmeister Nico Rosberg plädierte im Interview mit der Deutschen Welle für Mut zu "kreativen Lösungen", zu denen er auch Geisterrennen zählt. Der gebürtige Wiesbadener regte an, zwei Rennen an einem Wochenende und unter Ausschluss von Zuschauern stattfinden zu lassen - und nicht nur das.

"Vielleicht kann man ein bisschen kreativ werden und sogenannte Doubleheader-Wochenenden machen, an denen es am Samstag vielleicht in die eine und am Sonntag in die andere Richtung auf der Rennstrecke geht", sagte der 34-Jährige. Weiterhin ist sich der Champion von 2016 sicher, dass ein Rennwochenende notfalls auch "mit einer Beteiligung von maximal 100 Personen stattfinden" kann.

17:46 Uhr: DFB-Präsident Keller fordert staatliche Hilfen für Klubs

DFB-Präsident Fritz Keller hat in der Coronakrise Unterstützung durch die Politik für angeschlagene Klubs eingefordert. "Der Sport und speziell der Fußball leisten wertvolle Arbeit für die Gesellschaft und das Gemeinwohl", wird Keller in einem Statement auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zitiert. Daher wolle er einen "klaren Appell an die Politik" richten.

Keller warnte dabei vor zu viel Bürokratie. "Essenziell ist, dass die behördlichen Hilfen so schnell und so unkompliziert wie möglich von den Vereinen in Anspruch genommen werden können", schrieb er. Gute Beispiele seien Schleswig-Holstein, wo jeder Verein eine Unterstützung von 15 Euro pro Mitglied beantragen kann, oder Hamburg mit seinem Nothilfefonds. "So etwas benötigen wir flächendeckend im gesamten Bundesgebiet", so Keller.

Alleine könne der "oft ja als so reich dargestellte" DFB, das nicht leisten, so Keller. Einerseits, weil der Verband Einnahmeausfälle von Vereinen nicht durch Zuschüsse oder Darlehen ausgleichen dürfe und zweitens, weil der DFB alleine die Lücken von rund 25.000 Vereinen nicht angemessen abdecken könne.

17.24 Uhr: Gehaltsverzicht und Kurzarbeit bei Eintracht Frankfurt

Wegen der schwerwiegenden finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise hat nun auch Eintracht Frankfurt ein umfassendes Maßnahmepaket zur wirtschaftlichen Konsolidierung verabschiedet. Der Vorstand, die Lizenzspieler, die sportliche Leitung, das Trainerteam und die Bereichsleiter des hessischen Fußball-Bundesligisten verzichten für drei Monate auf 20 Prozent ihres Gehaltes, teilte der Verein am Donnerstag mit.

Ebenso werden die bezahlten Präsidiumsmitglieder, die Geschäftsführung sowie die Leitung des Leistungszentrums auf Gehaltsbestandteile in gleicher Höhe verzichten. Darüber hinaus wird etwa ein Drittel der Beschäftigten der Fußball-AG und des e.V. in Kurzarbeit gehen. Zudem verzichtet die weitere Belegschaft freiwillig auf Gehalt. Dank dieser Maßnahmen könne laut Finanzvorstand Oliver Frankenbach eine kurzfristige Finanzlücke von mindestens 15 Millionen Euro annähernd geschlossen werden.

"Wir gehen geschlossen durch diese schwierige Zeit. Wir wissen, dass viele Mitarbeiter auf unterschiedlichste Art und Weise ihren Beitrag dazu leisten. Auch wir im Sport sehen uns hier in der Verantwortung», sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic und lobte: «Die Gespräche mit den Spielern waren sehr positiv. Alle haben ein großes Verständnis und Gefühl für ihre Rolle und ihre Verantwortung."

17.06 Uhr: Vorerst kein Abbruch: 3. Fußball-Liga will Saison abschließen

Die Saison in der 3. Fußball-Liga wird trotz der anhaltenden Corona-Krise vorerst nicht abgebrochen und soll nach Möglichkeit zu Ende gespielt werden. Darauf haben sich der Deutsche Fußball-Bund, der Ausschuss 3. Liga und die Verantwortlichen der 20 Clubs, zu denen auch Eintracht Braunschweig und der SV Meppen gehören, am Donnerstag bei einer außerordentlichen Managertagung geeinigt.

Bei einer Videokonferenz tauschten sich die Teilnehmer in einem «intensiven und kritischen Diskurs zum möglichen weiteren Vorgehen in der 3. Liga» aus, teilte der DFB mit. Bei dem Ziel, die Saison 2019/20 abzuschließen, seien die behördlichen Verfügungsgrundlagen entscheidend.

Unter allen Vereinen bestehe Einigkeit darüber, dass die weiteren Entscheidungen und Maßnahmen für die 3. Liga auf deren Basis getroffen werden müssen. Eine mögliche Wiederaufnahme des derzeit bis zum 30. April ausgesetzten Spielbetriebes dürfe nicht zu Lasten der Allgemeinheit und des Gesundheitsschutzes gehen.

16.49 Uhr: Tischtennis-Rekordmeister Borussia Düsseldorf durch Coronakrise bedroht

Der deutsche Tischtennis-Rekordmeister Borussia Düsseldorf bittet um Spenden angesichts der fehlenden Einnahmen in der Coronakrise. In einem auf Facebook veröffentlichten Video rufen unter anderem Rekord-Europameister Timo Boll und Trainer Danny Heister dazu auf, den Verein finanziell zu unterstützen. Das Video ist Teil der von Sportdeutschland.TV und YouSport initiierten Kampagne "#gemeinsamfuerdenSport".

Man stehe vor einer großen wirtschaftlichen Herausforderung, teilte Borussia Düsseldorf am Donnerstag mit. Diesen wolle der Verein außerdem mit dem Verkauf von Tickets für ein fiktives Heimspiel entgegenwirken. Im Onlineshop von Borussia Düsseldorf können die sogenannten Solidaritätstickets gekauft werden.

16.40 Uhr: Belgische Klubs verschieben Entscheidung über Liga-Abbruch

Die belgischen Profiklubs haben die finale Entscheidung über ein vorzeitiges Saisonende unter dem Druck der UEFA vertagt. Die ursprünglich für den 15. April vorgesehene Abstimmung wurde am Donnerstag auf den 24. April verschoben. Dort soll der Vorschlag der Ligakommission, die Saison wegen der Coronakrise abzubrechen und den FC Brügge zum Meister zu erklären, auch offiziell angenommen werden.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte die Liga kurz nach Bekanntwerden der Pläne kritisiert. "Das ist nicht der richtige Weg, Solidarität ist doch keine Einbahnstraße", sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin im ZDF, die Teilnahme belgischer Klubs am Europapokal 2020/2021 sei in Gefahr.

Einen Grund für die Verschiebung der Abstimmung gaben die Klubs am Donnerstag nicht bekannt. Der belgische Fußball-Verband (RBFA) hatte zuletzt Gespräche mit der UEFA aufgenommen, um eine "gemeinsame Lösung" zu finden.

16.20 Uhr: Vereine helfen: Deutschlandweite Kampagne in der Coronakrise

Das Start-Up "My Team Shop" hat die deutschlandweite Kampagne "#vereinhelfen" ins Leben gerufen. Das Unternehmen bietet Amateurvereinen an, kostenlose Nachbarschaftsportale zu erstellen. Damit können diese von ihnen angebotene Hilfeleistungen in der Coronakrise koordinieren.

Vereine können mit Hilfe der Plattform beispielsweise ihre Mitglieder für Einkaufstouren koordinieren. Man wolle das Engagement von Vereinen mit dieser Infrastruktur fördern, teilte "My Team Shop" am Donnerstag mit. Hilfesuchende können wiederum die Unterstützung durch die Vereinsmitglieder anfragen. Das Unternehmen erstellt normalerweise Onlineshops für Amateurvereine.

15.53 Uhr: Coronakrise: Nationalmannschaft spendet 1000 Laptops

Die Fußball-Nationalmannschaft spendet 1000 Laptops an Altenheime, Pflege- und Palliativeinrichtungen sowie Hospize. Dadurch sollen soziale Kontakte zu den Angehörigen trotz der Restriktionen als Folge der Corona-Pandemie auf digitalem Weg bestehen bleiben. Die Telekom stellt die zugehörigen Hotspots bereit. Über die Internetseite laptops.dfb.de können sich gemeinnützige Einrichtungen melden.

Zuletzt hatten die Nationalspieler bereits eine Spende in Höhe von 2,5 Millionen Euro für Menschen angekündigt, die von den Auswirkungen der Coronakrise betroffen sind.

15.10 Uhr: Investmentbank arbeitet angeblich an Finanz-Notplan für den Profifußball

Die internationale Investmentbank Nomura arbeitet offenbar bereits seit Wochen im Auftrag des deutschen Profifußballs an einem Finanz-Notplan für den Fall des Saisonabbruchs. Das berichtet die FAZ. Demnach habe die Deutsche Fußball Liga (DFL) das Finanzhaus aus Japan schon kurz nach Ausbruch der Coronakrise beauftragt.

Nomura soll den Clubs einen Überbrückungskredit in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro besorgen, falls die Spielzeit nicht fortgesetzt werden kann oder die derzeit laufenden Gespräche mit dem größten Medienrechte-Inhaber Sky zu keinem Ergebnis führen. Die DFL wie die Bank lehnten eine Stellungnahme gegenüber der FAZ ab.

14.45 Uhr: UEFA unterstützt Corona-Hilfsfonds

Die UEFA-Stiftung für Kinder unterstützt den Corona-Hilfsfonds der Initiative "Common Goal". Die Stiftung der Europäischen Fußball-Union (UEFA), die in zahlreiche humanitäre Projekte und Entwicklungsprogramme auf der ganzen Welt involviert ist, fördert nach eigenen Angaben als erste Sportinstitution den Hilfsfond.

"In diesen schwierigen Zeiten, von denen viele Länder und insbesondere die schwächsten Bevölkerungsgruppen betroffen sind, ist es wichtig, koordinierte und an die jeweilige Situation angepasste Maßnahmen zu organisieren", sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin.

Was Ceferin allerdings nicht verrät ist, wie hoch die Unterstützung ausfällt. Er sagt nur: "Aus diesem Grund hat das Kuratorium der UEFA-Stiftung für Kinder beschlossen, sich dieser Initiative anzuschließen, damit der Fußball eine Rolle der sozialen Verantwortung spielen kann."

13.15 Uhr: DTB sagt Tennis-Bundesliga 2020 ab

Keine Tennis-Saison 2020 in Deutschland: Die 1. und 2. Tennis-Bundesliga wurden als Folge der Corona-Pandemie abgesagt, wie der Deutsche Tennis Bund (DTB) erklärte. Eigentlich hätte die 1. Bundesliga am 5. Juli starten sollen, für das Unterhaus war der erste Spieltag eine Woche später terminiert. Die Spielzeit der beiden Damen-Bundesligen hatte der DTB bereits am 23. März abgesagt.

"Die Entscheidung, sämtliche Spiele der 1. und 2. Tennis-Bundesliga abzusagen, ist uns nicht leichtgefallen", sagte DTB-Präsident Ulrich Klaus: "Wir haben dies in enger Abstimmung mit allen betroffenen Vereinen entschieden und sind letztlich zu dem Schluss gekommen, dass die Gesundheit aller Beteiligten und die weitere Eindämmung einer Ausbreitung des COVID-19-Erregers derzeit oberste Priorität haben."

12.40 Uhr: Premier-League-Profis unterstützen britischen Gesundheitsdienst

Die Profis der englischen Premier League haben eine gemeinsame Initiative ins Leben gerufen, um Geld für den britischen Gesundheitsdienst NHS zu sammeln. Zahlreiche Fußballstars veröffentlichten dazu eine Stellungnahme auf ihren Kanälen in den sozialen Medien. Die Initiative "#PlayersTogether" soll vor allem die Menschen unterstützen, die in der Coronavirus-Pandemie an vorderster Front kämpfen, hieß es.

Zuvor hatten sich die Premier-League-Clubs mit der Gewerkschaft der Fußballprofis nicht auf einen Gehaltsverzicht einigen können. Das sorgte in England für viel Kritik, zumal einige Clubs ihre nicht spielenden Mitarbeiter in den Zwangsurlaub schickten.

Viele Fußballer hatten individuell ihre Bereitschaft zum Gehaltsverzicht geäußert. Als erster Verein in England verkündete der FC Southampton am Donnerstag einen Gehaltsaufschub für seine Spieler sowie Trainer Ralph Hasenhüttl bis Ende Juni.

12.32 Uhr: Lewandowski spendet 45 000 Euro für Krankenhaus in Polen

Der polnische Fußball-Nationalspieler Robert Lewandowski und seine Frau Anna haben umgerechnet mehr als 45 000 Euro für ein Krankenhaus in seiner Heimat gespendet. "Das ist Geld für den Kampf gegen das Coronavirus, wir kaufen davon Schutzausrüstung für unser Pflegepersonal", sagte eine Sprecherin des Medizinischen Zentrums im südpolnischen Lancut am Donnerstag der Zeitung "Gazeta Wyborcza". Die Klinik behandelt derzeit ausschließlich Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind.

Der 31 Jahre alte Spieler des FC Bayern München stammt aus Warschau. Der Torjäger hatte den Angaben zufolge Anfang März gemeinsam mit seiner Frau angekündigt, dass sie eine Million Euro für den Kampf gegen das Coronavirus spenden wollen.

12.25 Uhr: Jeder zweite Deutsche ist für Bundesliga-Fortführung ab Mai

Die Hälfte der Deutschen ist für eine Fortführung der Fußball-Bundesliga ab Anfang Mai mit sogenannten Geisterspielen. Das ergab eine repräsentative Umfrage von infratest dimap im Auftrag der WDR-Sendung Sport inside am Dienstag und Mittwoch dieser Woche. Auf die Frage ob sie für eine Fortsetzung der Bundesliga mit Geisterspielen ab Mai seien oder nicht, antworteten 52 Prozent der Befragten mit ja, 30 Prozent antworteten mit nein, fast jeder Fünfte (18 Prozent) sagte, dass ihn das Thema nicht interessiere.

Wegen der Corona-Krise finden bis zum 30. April keine Spiele in der Fußball-Bundesliga statt. Derzeit wird darüber diskutiert, die Bundesliga-Saison ab Mai mit Geisterspielen fortzusetzen, die ohne Publikum ausgetragen werden sollen.

12.12 Uhr: Union Berlins Yunus Malli in Quarantäne

Winter-Neuzugang Yunus Malli vom Fußball-Bundesligisten Union Berlin befindet sich seit einigen Tagen in häuslicher Quarantäne. Das bestätigte Cheftrainer Urs Fischer am Donnerstag in einer Videokonferenz.

Wie lange der Angreifer bereits isoliert und ob er selbst infiziert sei, ließ Fischer unbeantwortet. Malli, der im Winter vom VfL Wolfsburg nach Köpenick kam, ist der einzige Spieler im Union-Kader, der sich in der Coronakrise in Quarantäne befindet.

Der Verein hatte am Montag das Training wieder aufgenommen. Zurzeit trainieren die Berliner in kleineren Gruppen.

11.02 Uhr: Keller rechnet mit Insolvenzen

Die Corona-Krise trifft auch den deutschen Profifußball finanziell massiv. Durch das Einstellen des Spielbetriebs drohen immer mehr Bundesliga-Vereine zahlungsunfähig zu werden, erklärte DFB-Präsident Fritz Keller gegenüber Phoenix. Besonders betroffen seien Vereine der zweiten und dritten Bundesliga, aber auch Erstligisten wie beispielsweise der SC Paderborn sind in ihrer Existenz bedroht. "Ich glaube nicht, dass nach der Corona-Krise die Landschaft des Fußballs gleich sein wird wie heute. Wir werden einige vermissen und ich glaube, je länger das geht, umso mehr Insolvenzen werden wir auch im Profifußball haben", so Keller.

10.41 Uhr: Formel E hofft auf Saisonstart in Berlin

Die Formel E hofft auf einen Neustart ihrer Saison in Berlin. Mit dem Rennen am 21. Juni auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof soll die Serie nach der Zwangspause wegen der Corona-Pandemie fortgesetzt werden. "Wir halten das Rennen in Berlin weiterhin im Kalender als Zeichen der Hoffnung, dass bald alles neu starten wird", sagte Formel-E-Chef Alejandro Agag in einem Interview mit der "Gazzetta dello Sport".

Die Formel E hatte ihre Saison am 13. März zunächst ausgesetzt. Die geplanten Rennen in Paris (18. April), Seoul (3. Mai) und Jakarta (6. Juni) waren abgesagt worden. Nach dem Neustart in Berlin sollen weitere sechs oder sieben Rennen stattfinden, allerdings nicht auf Stadtkursen, sondern auf permanenten Strecken. Rennen könne man dort "kurzfristiger organisieren", sagte Agag. Fest stehe, dass das für 26. Juli geplante Saisonende hinausgeschoben wird. "Die Saison muss jedoch im September zu Ende gehen, damit wir die nächste planen können", sagte Agag.

10.30 Uhr: Gündogan lädt Nürnberger Klinikpersonal ein

Nationalspieler Ilkay Gündogan denkt in der Coronakrise auch an seine frühere Wahlheimat Nürnberg und hat mit einer Video-Botschaft den Mitarbeitern des Klinikums Nürnberg Mut gemacht und ein Dankeschön versprochen. Der frühere Profi des 1. FC Nürnberg möchte alle Angestellten ins Kur - und Freizeitbad Nürnberg einladen, "sobald diese schwierige Situation überstanden ist", kündigte der 29-Jährige in einer Videobotschaft an.

Sein früherer Schuldirektor habe ihn kontaktiert und ihm von der Arbeit am Klinikum berichtet. "In dieser schwierigen Zeit ist es gar nicht hoch genug anzurechnen, was ihr für Arbeit leistet", sagte Spieler Manchester City. Gündogan selbst will, sobald möglich, auch wieder in seiner alten Heimat vorbeischauen und dem Klinikum einen Besuch abstatten.

9.58 Uhr: Weißrussland kickt wegen Aufmerksamkeit weiter

Weißrussland scheint unbelehrbar: Trotz der Coronakrise wird auch am Wochenende wieder der Ball rollen. Weltweit werden die Fußballfans mit einer Mischung aus Neid und Skepsis auf die kleine Wysschaja Liga schauen. Auch deshalb richten die Clubs trotz der Corona-Pandemie noch immer Profispiele vor Zuschauern aus, erklärt Ex-Nationalspieler Thomas Brdaric, der 2011 in Weißrussland als Sportdirektor von Dinamo Minsk gearbeitet hat.

"Ein Grund ist die Aufmerksamkeit, die sie von der ganzen Welt bekommen. Weißrussland ist sonst ja nicht wirklich der Nabel der Fußballwelt", sagte der frühere Bundesligastürmer im SID-Interview. Mittlerweile würden Exklusivrechte sogar nach Indien verkauft. "Das finden die richtig gut", so der 45-Jährige.

Der Hauptgrund sei jedoch der allmächtige Staatspräsident Alexander Lukaschenko, der das Coronavirus nicht ernst nimmt. "Man muss berücksichtigen, dass es dort durch Alexander Lukaschenko eine Diktatur gibt, die Menschenrechte werden dort komplett ignoriert", sagte Brdaric. Eine andere Meinung als die des Präsidenten werde nicht akzeptiert, erklärte der Ex-Fußballer. Außerdem verfüge Weißrussland über ein "sehr gutes Gesundheitssystem", die Leute seien alle "komplett krankenversichert" und "fühlen sich relativ sicher".

9.29 Uhr: Handball-Trainer hofft auf Saison-Fortsetzung

Handball-Trainer Martin Schwalb von den Rhein-Neckar Löwen, der nach einer Corona-Erkrankung wieder genesen ist, würde sich eine baldige Fortsetzung der derzeit unterbrochenen Saison in der Handball-Bundesliga (HBL) wünschen. "Weil ich glaube, wenn wieder Sport zu sehen ist, ist das ein schönes Signal für die Menschen, dass es noch etwas anderes gibt außer Corona", sagte der 56-Jährige im Interview der Tageszeitung "Badische Neueste Nachrichten". Natürlich dürften keine gesetzlichen Verordnungen verletzt werden, aber "wir wären doch alle froh, wenn wir wieder ein Stück weit Normalität und Freude im Leben hätten."

Die HBL-Saison müsste spätestens ab dem 16. Mai fortgesetzt werden, um sie noch bis Ende Juni zu Ende zu bringen. Eine Entscheidung über einen Abbruch wird vermutlich am 20. April getroffen.

8.50 Uhr: Formel 1 hofft auf schnellen Saisonstart - notfalls ohne Fans

Formel-1-Sportchef Ross Brawn kann sich den verspäteten Saisonstart voraussichtlich in Europa und möglicherweise ohne Zuschauer vorstellen. Der Brite sagte auf der Formel-1-Homepage, dass es der Wunsch sei, so schnell wie möglich zu starten. Nach der Verschiebung des Rennens in Kanada könnte der Saisonauftakt frühestens Ende Juni in Frankreich stattfinden. Hier geht's zur ganzen Geschichte.

7.22 Uhr: Genesener Kilian: "Mit dieser Krankheit ist nicht zu spaßen"

Luca Kilian vom Fußball-Bundesligisten SC Paderborn hat vor einer zu frühen Fortsetzung der Saison gewarnt. "Das wäre natürlich sehr schön, für uns Spieler und die Fans - auch wenn dann Spiele wohl vorerst ohne Zuschauer stattfinden müssten", sagte der deutsche U21-Nationalspieler in einem Interview auf der Webseite des Deutschen Fußball-Bundes. "Wir sollten aber erst wieder spielen, wenn die Gefahr gebannt ist. Mit dieser Krankheit ist nämlich nicht zu spaßen, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen."

Der 20-Jährige war als erster Bundesliga-Profi positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden und an Covid-19 erkrankt. "Ich bin Sportler und fit - und dennoch hatte es mich echt schwer erwischt", sagte er mit Blick auf seine Erkrankung. Für Menschen mit Vorerkrankungen könne das lebensbedrohlich sein. "Daher möchte ich an alle appellieren: Nehmt die Anweisungen der Politiker und Ärzte ernst! Haltet Abstand, achtet auf Hygiene und seid besonders vorsichtig!"

6.47 Uhr: NBA-Star James jetzt für Geisterspiele

Nach ein paar Wochen Erfahrung mit der Corona-Krise hat sich die Meinung von Basketball-Star LeBron James über Geisterspiele in der NBA geändert. Unmittelbar vor der Saisonunterbrechung vor knapp einem Monat hatte er ein solches Szenario noch für sich ausgeschlossen. Jetzt sagte der Superstar in einem Interview: "Wenn es einen einzelnen, isolierten Ort gibt, ob in Las Vegas oder sonst wo, der uns aufnehmen kann und die beste Chance gibt, sicher zu sein - nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits - dann werden diese Gespräche geführt."

Die NBA will frühestens im Mai entscheiden, wann und wie es mit der laufenden Saison weitergeht. 

6.33 Uhr: Paderborn mit finanziellen Sorgen

Bundesligist SC Paderborn gerät durch die Corona-Pause im deutschen Fußball immer mehr unter finanziellen Druck. "Es ist nicht so, dass wir nächsten Monat insolvent wären. Wir können das noch ein, zwei Monate hinauszögern aber dann geht uns die Luft aus", sagte Geschäftsführer Martin Przondziono gegenüber Sport1. "Momentan ist es noch einigermaßen entspannt. Für die nächsten Monate warten aber große Herausforderungen auf uns. Sollten die TV-Gelder auch nicht bei uns landen, wird es für uns eng. Das liegt in der Natur der Sache, da geht allen anderen Vereinen auch so." Von Sponsoren, der Deutschen Fußball Liga und Dauerkartenbesitzern stehe man im Austausch und erhalte gute Signale.

6.08 Uhr: Kurzarbeit auch bei Rennstall Alfa Romeo

Die Corona-Krise hat die Formel 1 weiter fest im Griff. Wie "Blick" berichtet, hat nach Williams, McLaren, Haas und Racing Point jetzt auch Alfa Romeo Kurzarbeit angemeldet. Im Hinwiler Werk in der Schwiez, wo über 500 Menschen beschäftigt sind, wird bis Ende April Kurzarbeit eingeführt. Aber man bereitete die Belegschaft offenbar vor, dass es auch länger dauern könnte, so "Blick".

Mittwoch, 8. April

20.41 Uhr: DOSB-Präsident macht sich große Sorgen

Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) malt angesichts der anhaltenden Coronakrise ein düsteres Szenario für den deutschen Sport. "Das mag jetzt hart klingen, aber es gibt keine Sportart, um die wir uns nicht ernsthaft Sorgen machen", sagte der Allgäuer dem Magazin SPONSORs. Man könne zum jetzigen Zeitpunkt kaum sagen, welche Sportarten besonders stark betroffen seien. "Corona hinterlässt überall tiefe und nachhaltige Spuren", meinte der 59-Jährige.

19.10 Uhr: Basketball-Superstar Antetokounmpo spendet 10.000 Masken

Giannis Antetokounmpo engagiert sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie in seiner Heimat Griechenland. Der wertvollste Spieler (MVP) der vergangenen Saison in der NBA spendet Zografou, einem Vorort von Athen, 10.000 Schutzmasken. Antetokounmpo, Sohn nigerianischer Immigranten und in der NBA für die Milwaukee Bucks aktiv, war in der Region gemeinsam mit seinen Brüdern Thanasis, Kostas und Alexis aufgewachsen.

"Ich denke den Antetokounmpo-Brüdern aus tiefstem Herzen. Diese Geste ist in diesen schwierigen Zeiten noch viel größer zu bewerten", sagte Vassilis Thodas, der Bürgermeister Zografous: "Die Brüder zeigen, dass sie ihre Heimatstadt nicht vergessen haben. Wenn dieser Albtraum der Corona-Krise vorbei ist, werden wir Giannis und seine Brüder ehren."

17.56 Uhr: Kroos in Spanien heftig in der Kritik

In Spanien ist Fußball-Nationalspieler Toni Kroos wegen seiner ablehnenden Haltung zu einem Gehaltsverzicht in die Kritik geraten. Der Real-Madrid-Star wird von Medien und Fans unter anderem als unsolidarisch und realitätsfremd getadelt, nachdem er sich gegen eine Kürzung seiner Bezüge in der Corona-Krise ausgesprochen hatte.

"Er muss auf die Erde zurückkehren. Er hat eine Gefühlslosigkeit gezeigt, die mir wehtut", sagte der in Spanien bekannte Journalist Tomás Roncero von der Zeitung "AS" in einer TV-Talkrunde in der Nacht zum Mittwoch. Kroos habe gezeigt, "dass er sich nicht um das Unternehmen schert, das ihn bezahlt". Das sei "wie eine Ohrfeige", meinte der frühere Torhüter und Ex-Trainer Jorge D'Alessandro in derselben Sendung. "Dieser Mann lebt doch in einer Blase, in einer anderen Welt."

Der 30 Jahre alte Kroos hatte im SWR-Podcast "Steil extra!" gesagt: "Auf das Gehalt zu verzichten, ist wie eine Spende ins Nichts oder an den Verein, wobei es hier nicht nötig ist."

Laut der spanischen Zeitschrift "Marca" werden die Profis von Real aufgrund der Coronakrise auf mindestens zehn Prozent ihres Gehalts verzichten. Den Angaben zufolge haben sich die Spieler nach Gesprächen mit dem Generaldirektor der Königlichen, Jose Angel Sanchez, dazu bereiterklärt. Die Spieler sollen in den Verhandlungen von Kapitän Sergio Ramos vertreten worden sein.

16.16 Uhr: Kohfeldt: Neustart wäre Chance für Bremen

Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt ist guter Hoffnung, dass die abstiegsbedrohten Hanseaten nach einem Neustart der Bundesliga den Kampf um den Klassenerhalt erfolgreich bestehen können. "Die Tabelle ist natürlich nicht weg, aber die negativen Gedanken sind ein wenig zurückgedrängt. Das könnte eine Chance für uns sein", sagte der Coach am Mittwoch.

Wegen der Coronavirus-Pandemie ist die Liga seit knapp vier Wochen unterbrochen, eine Fortsetzung im Mai erscheint möglich. Die Norddeutschen nehmen in der Tabelle als Vorletzte den 17. Platz ein, vier Punkte von Relegationsrang 16 entfernt. Der Club hat noch zehn Partien zu absolvieren.

15.54 Uhr: Mainz droht keine Insolvenz zum 30. Juni

Dem Bundesligisten FSV Mainz 05 droht zum 30. Juni nach eigenen Angaben keine Insolvenz. Das sagte Rouven Schröder, der Sportvorstand des abstiegsgefährdeten Tabellen-15., am Mittwoch in einem Sky-Interview. "Um es endgültig abzubilden, muss man wissen, wann es los geht. Ob die Saison zu Ende gespielt werden kann, was wir hoffen, wenn auch ohne Zuschauer", erklärte Schröder. "Es ist grundsätzlich so, dass wir auch durch die Thematik der hohen Solidarität, auch innerhalb des Vereins, so aufgestellt sind, dass wir definitiv bis zum 30. Juni nicht von der Insolvenz gefährdet sind."

15.51 Uhr: DOSB-Chef sieht schwere Zeit für den deutschen Sport

Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) malt angesichts der anhaltenden Coronakrise ein düsteres Szenario für den deutschen Sport. "Das mag jetzt hart klingen, aber es gibt keine Sportart, um die wir uns nicht ernsthaft Sorgen machen", sagte der Allgäuer dem Magazin SPONSORs. Man könne zum jetzigen Zeitpunkt kaum sagen, welche Sportarten besonders stark betroffen seien. "Corona hinterlässt überall tiefe und nachhaltige Spuren", meinte der 59-Jährige.

Auf den deutschen Sport und seine 90.000 Vereine kämen laut Hörmann schwere Zeiten zu: "Wir machen uns große Sorgen, dass die Vielfalt des deutschen Sports, was ja unser Markenzeichen ist, unter der Krise leiden wird. Gerade die kleineren Verbände, ohne jetzt Namen und Sportarten nennen zu wollen, kann es hier besonders treffen."

15.39: Erstes Darmstadt-Training - "Normal war nichts"

Nach fast vier Wochen Corona-Pause hat Zweitligist SV Darmstadt 98 am Mittwoch unter starken Sicherheitsvorkehrungen das Balltraining wieder aufgenommen. "Richtig normal war aber eigentlich gar nichts", sagte Kapitän Fabian Holland anschließend in einer Telefonkonferenz.

Sechs Spieler und ein Trainer hätten auf dem Platz gestanden und mit dem Ball gearbeitet - in Hollands Fall waren es seine Mitspieler aus der Abwehr. Zweikämpfe und Kopfbälle seien verboten gewesen, auch hätten die Spieler den Ball und die Trainingsstangen nicht mit den Händen berühren dürfen, um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus zu minimieren.

15.34 Uhr: Leichtathletik-WM enden kurz vor Heim-EM

Nach der Verschiebung der Olympischen Spiele im Zuge der Coronakrise findet die eigentlich für 2021 geplante Leichtathletik-WM in Eugene/USA nun vom 15. bis 24. Juli 2022 statt. Das gab der Weltverband World Athletics am Mittwoch bekannt. Die Titelkämpfe enden damit kurz vor dem Beginn der Heim-EM im Rahmen der European Championships in München (11. bis 21. August 2022).

15.03 Uhr: Weiter Hoffnung auf Tennisturnier 2020 in Berlin

Turnierdirektorin Barbara Rittner hat die Hoffnung auf eine Austragung des Frauen-Tennis-Wettbewerbs in Berlin in diesem Jahr noch nicht aufgegeben. Das ursprünglich vom 13. bis 21. Juni terminierte Rasenturnier war zuletzt wegen der Absage des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon während der Coronavirus-Krise auf unbestimmte Zeit verschoben worden. "Generell ist es für uns natürlich denkbar, weil sowohl der Hauptsponsor als auch der Club mitmachen könnte und würde", sagte Rittner dem rbb über eine Verlegung.

Dabei ist das Zeitfenster eng. "Wir könnten im August noch spielen, maximal Anfang September. Später auf keinen Fall, denn dann würden die Plätze nachmittags zu feucht werden", sagte Rittner. "Das wird dann für die Spielerinnen gefährlich. Insofern müssen wir jetzt auch da abwarten, was passiert."

15.02 Uhr: Kein Titel für Liverpool? Ok für Mane

Stürmerstar Sadio Mane vom souveränen Premier-League-Spitzenreiter FC Liverpool würde schweren Herzens akzeptieren, falls die Coronavirus-Pandemie den Reds die greifbare Meisterschaft kosten sollte. "Ich will die Spiele gewinnen, und ich will die Trophäe holen, das ist, was ich am liebsten hätte", sagte Mane im Interview mit Talksport: "Aber in dieser Situation werde ich verstehen, was auch immer passiert."

Der Senegalese führte aus: "Es ist schwierig für Liverpool, aber es ist noch schwieriger für viele Millionen Menschen auf der ganzen Welt." Falls es in dieser Spielzeit nicht klappe, "werde ich das akzeptieren, es ist Teil des Lebens. Hoffentlich werden wir dann nächstes Jahr gewinnen", so Mane weiter.

14.50 Uhr: Auch Duisburger MSV-Arena wird zum Testzentrum

Ab Donnerstag richtet die Stadt Duisburg ein zentrales Corona-Testzentrum und eine medizinische Sichtungsstelle an der MSV-Arena an der Wedau ein. Alle bislang betriebenen Sichtungs- und Testeinrichtungen werden aufgelöst und stehen von Donnerstag an nicht mehr zur Verfügung. Dies teilte die Stadt Duisburg am Mittwoch mit.

Die für einen Test angemeldeten Personen können sich am ehemaligen Marathontor der Schauinsland-Reisen-Arena einfinden. Das medizinische Sichtungszentrum befindet sich am Haupteingang des Stadions und soll Hausärzte und Notaufnahmen entlasten.

14.45 Uhr: NRW: Millionen-Paket für Sportvereine in Not

Nordrhein-Westfalen legt ein Zehn-Millionen-Euro-Hilfspaket für Sportvereine in Not auf. "Es geht um jene Vereine, die hohe Verluste im ideellen Bereich zu beklagen haben, zum Beispiel, wenn Veranstaltungen ausfallen", sagte Sportstaatssekretärin Andrea Milz. Voraussetzung sei, dass zuvor keine staatlichen Mittel beantragt wurden.

Ab 15. April kann ein Antrag auf Hilfszahlung beim Landessportbund (LSB) eingereicht werden. Nach einer Bedarfsprüfung werden laut Milz "normalerweise 60 Prozent pro Fall erstattet", die Höchstgrenze liegt von Ausnahmen abgesehen bei 50.000 Euro. Weitere drei Millionen Euro stehen für die Übungsleiterinnen und Übungsleiter im Land zur Verfügung.

14.41 Uhr: 96-Chef Kind: Auch Staatshilfe für Bundesliga-Clubs denkbar

Mehrheitsgesellschafter Martin Kind von Hannover 96 hält während der Corona-Krise auch staatliche Hilfe für Bundesliga-Clubs für möglich. "Um zu überleben, könnten am Ende auch Fußball-Clubs gezwungen sein, Staatshilfe zu beantragen", sagte der Hörgeräte-Unternehmer dem Wirtschaftsmagazin "Capital". Vorstellbar seien für ihn etwa Staatsbürgschaften für Kredite aus dem Hilfsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

14.21 Uhr: Schalke - Existenz potenziell bedroht

Schalke 04 sieht sich in seiner Existenz bedroht, sollte die Saison in der Fußball-Bundesliga nicht wie geplant von Mai an weitergeführt werden können. Der Revier-Club bedankte sich auf seiner Internetseite bei Dauerkarteninhabern, die trotz der Saisonunterbrechung auf eine teilweise Rückerstattung von Geldern verzichten.

"Gerade in der Summe möglicher Rückzahlungen ist jeder einzelne Verzicht ein immenser Beitrag zur Stabilisierung der Liquidität und sichert das Überleben des Vereins", hieß es. Der Club stünde "aktuell vor einer potenziell existenzbedrohenden wirtschaftlichen Situation."

Die 'Königsblauen' wollen sich bei jedem Dauerkarteninhaber mit einem aktuellen Trikot bedanken, wenn er auf eine Rückerstattung verzichtet.

13.44 Uhr: Früherer Leichtathletik-Europameister stirbt mit 56 an COVID-19

Italiens früherer Leichtathletik-Europameister Donato Sabia ist im Alter von 56 Jahren an der Lungenkrankheit COVID-19 gestorben. Dies gab der nationale Verband Fidal bekannt. Wenige Tage zuvor war Sabias Vater ebenfalls nach einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben.

Donato Sabia war 1984 in Göteborg Hallen-Europameister über die 800 m. Sein bestes Olympia-Ergebnis war ein 5.Platz im 800-m-Finale von Los Angeles 1984 beim Sieg des Brasilianers Joaquim Cruz.

13.10 Uhr: Mané könnte verstehen, wenn der FC Liverpool nicht Meister wird

Das wird bei den Fans des FC Liverpool sicher Diskussionen auslösen. Top-Stürmer Sadio Mané würde akzeptieren, wenn er mit seinem Team doch nicht englischer Meister wird. Zwei Siege fehlen den 'Reds' noch zum ersten Liga-Titel seit 30 Jahren. Ob die Partien allerdings noch gespielt werden, ist offen. "Ich will die Spiele gewinnen und die Trophäe holen, das wäre toll", sagte Mané dem Radiosender talkSport.

"Aber in dieser Situation - was immer auch passiert, ich hätte Verständnis dafür." Mit 25 Punkten Vorsprung und so kurz vor dem ersehnten Ziel sei das natürlich schwer für Liverpool. "Aber viele Millionen Menschen auf der ganzen Welt hatten es zuletzt schwerer", betonte der 27-Jährige. "Einige Menschen haben Familienmitglieder verloren."

12.49 Uhr: Pferde gehen ohne Zuschauer am 1. Mai wieder an den Start

Der deutsche Galopprennsport plant die Wiederaufnahme seiner Rennen für den 1. Mai. Das hat der Dachverband mitgeteilt, Beratungen im Präsidium hätten zu dieser Entscheidung geführt. Für die Zeit vom 1. Mai bis 15. Juni 2020 sind 22 Renntage geplant. Dabei wird deutschlandweit immer nur an einem Ort - ohne Parallelveranstaltungen - gestartet. Zuschauer sind nicht zugelassen.

"Damit reagieren wir unter Beachtung aller notwendigen Kontaktbeschränkungen und Vorgaben auf die Corona-Krise, durch die der Rennbetrieb seit Mitte März ruht. Wir stehen buchstäblich in den Startboxen, um unsere Leistungsprüfungen eingeschränkt und ohne Gefährdung von Zuschauern und Rennsportbeteiligten wieder aufzunehmen", sagte Michael Vesper, Präsident des Dachverbandes Deutscher Galopp.

12.28 Uhr: Heidenheim kann 2020 "ohne Zuschauer überleben"

1. FC Heidenheim sieht sich durch die Coronakrise nicht in seiner Existenz bedroht - sogar, wenn in diesem Jahr keine Spiele vor Publikum mehr stattfinden sollten. "Wir können 2020 auch ohne Zuschauer überleben", sagte Heidenheims Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald dem Sportbusiness-Dienstleister SPONSORs, obwohl auch der FCH "Millionenverluste" haben werde.

Sanwald begründet die vergleichsweise gute Situation der Heidenheimer mit zwei entscheidenden Faktoren: Vor einem Jahr hatte der Club sein Stadion der Stadt Heidenheim abgekauft, dazu wurden nur langfristige Darlehensverträge abgeschlossen. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, hat der Verein Kurzarbeit angemeldet, die Profimannschaft verzichtet freiwillig auf Gehalt.

"Wir können sicherlich länger überleben als manche unserer Kollegen, die in einigen Bereichen noch nicht so weit sind", sagte Sanwald. Der Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga ist bis mindestens 30. April unterbrochen.

12.01 Uhr: Hitzfeld froh, nicht mehr Trainer zu sein

Ottmar Hitzfeld würde in der aktuellen Situation nicht gerne als Trainer arbeiten. "Mit Blick auf den Fußball und meinen früheren Beruf: Ich bin froh, dass ich nicht mehr Trainer bin", sagte der 71-jährige ehemalige Coach des FC Bayern und Borussia Dortmund dem 'kicker'. "Man hat als Trainer keinerlei Erfahrung im Umgang mit dieser völlig neuen Situation. Es ist leicht zu sagen, im Mai oder Juni geht es wieder los; als Trainer steht man aber völlig im Ungewissen."

Es sei kein gezielter Aufbau, keine Trainingssteuerung möglich, so Hitzfeld. "Aber - und das ist zumindest gerecht - es herrschen für alle Beteiligten die gleichen Bedingungen. Und da zeigen die Vereine eine gewisse Solidarität, das Konkurrenzdenken dominiert nicht. Diese Haltung ist sehr positiv."

11.27 Uhr: Schalke 04 profitiert von der Pause

Die Zwangspause im Fußball hat für den FC Schalke 04 auch einen Vorteil: Nach und nach melden sich die zahlreichen verletzten Leistungsträger wieder fit. "Wir haben viel mehr Spieler im Trainingsprozess, sehr viele, die wieder gesund sind", sagte Trainer David Wagner bei Schalke-TV.

Nationalspieler Suat Serdar (Zehenbruch), Mittelfeldspieler Daniel Caligiuri (Innenbandteilriss) sowie die Verteidiger Salif Sané (Meniskusriss), Juan Miranda (Wadenverletzung) und Benjamin Stambouli (Fußbruch) nehmen in unterschiedlichen Umfängen wieder am Training teil. Omar Mascarell (Adduktorenabriss) und Ozan Kabak (Lendenwirbel) sind noch in der Reha.

10.59 Uhr: Sorge um Englands Fußballheld Jimmy Greaves

Der beste Torschütze der englischen Erstligageschichte (357 Treffer), Weltmeister von 1966 und eine Legende bei Tottenham Hotspur, Jimmy Greaves, wurde nach Vereinsangaben ins Krankenhaus eingeliefert.

Der Zustand des 80-Jährigen ist ebenso offen wie die Frage, ob der Krankenhaus-Aufenthalt in Zusammenhang mit dem Coronavirus steht. "Wir stehen in Kontakt mit seiner Familie und werden in Kürze weitere Informationen veröffentlichen", teilten die Spurs mit. Greaves, viertbester Torschütze in der Geschichte der Nationalmannschaft, hatte 2015 einen schweren Schlaganfall erlitten.

10.16 Uhr: Rückschlag für Tour-de-France-Veranstalter

Die Stadt Paris hat die geltende Ausgangssperre verschärft. In der französischen Hauptstadt, wo die Tour de France traditionell vor hunderttausenden begeisterten Fans ihr großes Finale feiert, verhängte die Stadtverwaltung und die Polizeipräfektur vorerst ein öffentliches Sportverbot von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr.

Am 27. Juni soll die große Frankreich-Rundfahrt starten. Die Veranstalter halten an dem Termin noch fest. Die Tour-Generalprobe Criterium de Dauphine (31. Mai bis 7. Juni) und die Tour de Suisse (6. bis 14. Juni) wurden bereits verschoben beziehungsweise abgesagt.

9.53 Uhr: Temporärer Gehaltsverzicht in Frankreichs Fußball-Profiligen

Die französischen Profifußballvereine haben sich mit ihren Spielern auf einen temporären Gehaltsverzicht geeinigt. "Wir haben die Empfehlung am Dienstag unterzeichnet", sagte Philipp Piat, Präsident der Spielergewerkschaft UNFP, der Nachrichtenagentur AFP.

Vorgesehen ist ein Stufenmodell ab einer Reduzierung von 20 Prozent für Profis, die mehr als 10.000 Euro im Monat verdienen. Topverdiener (ab 100.000 Euro) sollen auf die Hälfte ihres Gehalts verzichten, bis die ausgesetzten Fernsehgelder wieder fließen.

Aus rechtlichen Gründen kann die Empfehlung nicht bindend sein, die UNFP hofft aber auf sehr wenige Abweichler. "Es geht um Arbeitsplätze", sagte Piat. Einige Vereine hatten bereits ihre eigenen Modelle umgesetzt.

9.36 Uhr: Mourinho ignoriert offenbar Lockdown-Regeln

Special-Training von "The Special One": Trotz strenger Lockdown-Regeln in England hat Tottenham-Coach José Mourinho offenbar eine Trainingsession in kleiner Runde abgehalten.

9.24 Uhr: Klare Ansage der UEFA: Abbrechern droht der Ausschluss

Sollte eine Liga die Saison abbrechen, könnten die eigentlich für den Europacup der Saison 2020/21 qualifizierten Teams vom europäischen Fußball-Verband (UEFA) von Champions League und Europa League ausgeschlossen werden. Dies geht aus einem Schreiben der UEFA vor, das der 'Sport Bild' vorliegt. Zum Beispiel plant Belgien ein vorzeitiges Ende seiner Meisterschaft.

Darin heißt es: "Da die Teilnahme an UEFA-Clubwettbewerben vom sportlichen Ergebnis abhängt, das am Ende eines vollständigen nationalen Wettbewerbs erzielt wird, würde eine vorzeitige Beendigung Zweifel an der Erfüllung dieser Bedingung aufkommen lassen. Die UEFA behält sich das Recht vor, den Anspruch von Vereinen auf Zulassung zu den UEFA-Clubwettbewerben 2020/21 gemäß den einschlägigen Wettbewerbsbestimmungen zu beurteilen."

8.44 Uhr: Kerber schlägt Geisterspiele im Tennis vor

Angelique Kerber kann sich zur Fortsetzung der Tennis-Saison auch Geisterspiele vorstellen. Zwar sei es im ersten Moment schwer vorstellbar, vor leeren Rängen zu spielen. "Denn für mich gehören die Fans einfach mit dazu. Tennismatches ohne Publikum sind alles andere als ideal, aber als Übergang zur Normalität müssen auch Szenarien diskutiert werden, die sonst abwegig erscheinen", sagte die Wimbledonsiegerin von 2018 der 'Sport Bild'.

8.09 Uhr: Argentinischer Fußball-Profi verliert Großvater und Vater

Der argentinische Fußballstar Walter Montillo betrauert wenige Tage nach dem Tod seines 91-jährigen Großvaters Oscar auch den Verlust seines Vaters Walter Oscar. Wie der chilenische Erstligist Club Universidad de Chile per Twitter mitteilte, verstarb der 60-Jährige am Dienstag.

Der Vater des dreimaligen Nationalspielers war am Samstag mit Atemproblemen in ein Krankenhaus eingeliefert worden.Das Resultat, ob er an Covid-19 litt, wird für die nächsten Tage erwartet. Auch Großvater Oscar zeigte laut argentinischen Medien die typischen Symptome einer Coronavirus-Infektion  Der 35-jährige Montillo war im Januar vom mexikanischen Erstligisten CA Tigre zu "La U" gewechselt.

7.53 Uhr: Ex-Bundesliga-Trio verteilt in Brasilien 10 Tonnen Obst und Gemüse

Die ehemaligen Bundesliga-Stars Dunga, Andres D'Alessandro und Tinga haben kräftig mitgeholfen, um Kisten mit zehn Tonnen Obst und Gemüse in einem Großmarkt in der südbrasilianischen Stadt Porto Alegre vom LKW zu laden. Von dort werden die Lebensmittel nun an soziale Hilfseinrichtungen verteilt.

Organisiert hatte die Spendenaktion Dunga, Weltmeister von 1994 und zwischen 1993 und 1995 beim VfB Stuttgart aktiv. Profitieren werden vor allem Bewohner des sozial schwachen Stadtteils Restinga, wo Tinga zu Hause ist, der das BVB-Trikot von 2006 bis 2010 trug. D'Alessandro, zwischen 2003 und 2006 in Wolfsburg, ist heute noch für den Erstligisten SC Internacional in Porto Alegre aktiv.

7.28 Uhr: Ginter hofft auf Normalität bis spätestens zum Sommer 2021

Matthias Ginter wünscht sich eine Normalisierung der Lage bis spätestens zur Fußball-EM im kommenden Jahr. "Ich hoffe, dass bis dahin alles mehr oder weniger beim Alten ist. Dass die Fans sich wieder frei bewegen können. Dass sie in die Stadien kommen können. Dass wir in ausverkauften Stadien spielen können", sagte der Abwehrspieler von Borussia Mönchengladbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Es ist im Moment schwer vorstellbar, wann wieder alles beim Alten ist."

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat am 17. März die EURO 2020, die in diesem Sommer in zwölf Ländern hätte ausgetragen werden sollen, um ein Jahr (11. Juni bis 11. Juli 2021) verschoben.

7.00 Uhr: Roger Federer ruft Tennis-Home-Challenge aus

6.26 Uhr: Holländer wollen ab dem 19 .Juni Fußball-Saison fortsetzen

Der niederländische Fußballverband (KNVB) hofft, den Ligabetrieb in den höchsten beiden Profiligen am 19. Juni wieder aufnehmen zu können. Dies teilte der KNVB am Dienstag nach einer Videokonferenz mit den Proficlubs und weiteren bedeutenden Vertretern mit. Zuletzt hatten unter anderem die Topclubs Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven oder AZ Alkmaar den Saisonabbruch in der Eredivisie gefordert.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte allerdings nach dem Abbruch der belgischen Super League ihren Mitgliedsverbänden mit dem Europapokalausschluss gedroht, falls die nationalen Wettbewerbe vorzeitig beendet werden.

In den Niederlanden sind bis zum 1. Juni alle gesellschaftlichen Zusammenkünfte verboten,

Dienstag, 7. April

22.08 Uhr: NHL schließt Saisonabbruch nicht aus

Gary Bettman, Commissioner der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL, hat erstmals öffentlich infrage gestellt, ob die aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochene Saison zu Ende gespielt werden kann.

"Das Beste und Einfachste wäre es, wenn wir irgendwann die reguläre Saison abschließen und dann wie üblich in die Play-offs gehen könnten", sagte Bettman dem TV-Sender NBC Sports: "Wir sehen aber ein, dass das möglicherweise nicht möglich ist, und deshalb ziehen wir jede erdenkliche Alternative in Betracht, um mit jeder Eventualität fertig zu werden."

Derzeit lohne es sich "nicht einmal, zu spekulieren, denn niemand in irgendeiner der Sportart weiß genug, um tiefgreifende Entscheidungen zu treffen. Hoffentlich werden wir alle bis Ende April mehr wissen", führte der 67-Jährige aus: "Aus Liga-Sicht betrachten wir alle Optionen. Wir wollen bereit sein, sobald wir grünes Licht bekommen - und das grüne Licht ist vielleicht nicht ganz klar, denn es könnte immer noch einige Orte geben, an denen wir nicht spielen können. Wir prüfen alle Optionen. Nichts ist ausgeschlossen."

20.11 Uhr: Formel-1-Auftakt verzögert sich weiter: Auch Kanada-Rennen verschoben

Der Saisonstart in der Formel 1 verzögert sich immer weiter und wird frühestens Ende Juni erfolgen: Ferrari-Star Sebastian Vettel und Co. werden wegen der Coronavirus-Pandemie auch in Kanada nicht wie geplant fahren. Das gaben die Organisatoren des Rennens in Montreal am Dienstag bekannt. Damit sind die ersten neun WM-Läufe entweder verlegt oder abgesagt.

20.00 Uhr: Niederländischer Fußballbund will Spielbetrieb im Juni wieder starten

Trotz der Proteste der Spitzenvereine will der niederländische Fußballverband den Spielbetrieb der Profiligen im Juni wieder aufnehmen. Das teilte der KNVB nach einer Videokonferenz mit den Clubs am Dienstag mit, wie das niederländische Fernsehen berichtete. Wenn die Gesundheitsbehörden und die Regierung zustimmen, soll von Mitte Juni an wieder Fußball gespielt werden - allerdings aller Wahrscheinlichkeit nach ohne Publikum. Der KNVB bleibt damit auf der Linie der UEFA.

Dagegen hatten die Spitzenvereine Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven und AZ Alkmaar gefordert, die Spielzeit nun zu beenden. Angesichts der schweren Corona-Krise sei es unverantwortlich, weiterhin Fußball zu spielen.

Nach den Vorstellungen des KNVB könnten die Vereine das Training im Mai wieder aufnehmen. Die acht restlichen Spielrunden der Profiligen sollten bis Ende Juli gespielt sein. Zur Zeit ist Ajax Amsterdam Tabellenführer der Eredivisie. Die niederländische Regierung hat Veranstaltungen und auch Sportwettkämpfe bis zum 1. Juni verboten.

19.19 Uhr: IOC-Taskforce verschiebt Qualifikations-Frist für Tokio ins nächste Jahr

Das Internationale Olympischen Komitee (IOC) hat nach der Verlegung der Olympischen Sommerspiele in Tokio (23. Juli bis 8. August 2021) auch die Qualifikations-Frist bis zum 29. Juni 2021 ausgedehnt. Diese Entscheidung der neu gegründeten Task Force mit dem Namen "Here we go" (deutsch: "Auf gehts") teilte das IOC am Dienstag mit.

"Die Überarbeitung wurde vorgenommen, um den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und der anschließenden Festlegung des neuen Termins für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 Rechnung zu tragen und die frühere, vom IOC-Exekutivkomitee im Juli 2017 genehmigte Version zu ersetzen", erklärte das IOC. Die internationalen Sportfachverbände dürfen jedoch auch eigene Fristen festlegen, sofern diese vor der neuen Deadline datiert sind.

Das IOC bekräftigte zudem, dass bereits qualifizierte Athleten ihre Startplätze behalten. Rund 57 Prozent der vorgesehenen 11.000 Olympia-Tickets waren bis zur Verschiebung der Spiele aufgrund der Corona-Pandemie über entsprechende Leistungsnachweise bereits vergeben.

18.43 Uhr: FIFA will Dauer von Verträgen bei verlängerter Saison ausdehnen

Der Weltverband FIFA hat mit neuen Regelungen für die Dauer von Spielerverträgen eine verlängerte Fußball-Saison möglich gemacht. Die Kontrakte mit den Profis sollen laut einer Mitteilung vom Dienstag einer FIFA-Empfehlung zufolge in diesem Jahr solange gültig sein, wie die Spielzeiten nach Ablauf der Corona-Pause dauern. Reguläres Ende der Saison ist normalerweise der 30. Juni. Derzeit wird in den meisten Ländern mit einem späteren Abschluss aufgrund der Coronavirus-Pandemie gerechnet. Die FIFA betonte, sie hoffe und erwarte, dass die Richtlinien weltweit befolgt würden.

"Ablaufende Spielerverträge enden normalerweise mit Saisonende", schrieb die FIFA in einer Mitteilung. "Da der Spielbetrieb in den meisten Ländern eingestellt wurde, endet die laufende Saison nicht wie ursprünglich angenommen. Aus diesem Grund sollen Verträge bis zum effektiven Ende der Saison verlängert werden."

18.23 Uhr: Formel 1 dehnt Zwangspause für Teams auf fünf Wochen aus

Die Formel 1 verlängert wegen der Coronavirus-Pandemie die zwangsweisen Werksferien um weitere zwei Wochen. Die verordnete Pause, in der keine Arbeiten an der Entwicklung der Rennwagen erlaubt sind, werde von 21 auf 35 Tage ausgedehnt, hieß es in einer Mitteilung des Weltverbands Fia am Dienstag. Dies sei ein einstimmiger Beschluss aller Formel-1-Teams und der Spitzen der Rennserie, der vom Motorsport-Weltrat abgesegnet worden sei. Wegen der Corona-Krise war die Sommerpause vorgezogen und verlängert worden. Die fünfwöchigen Werksferien müssen von den Rennställen und Motorenherstellern bis Ende Mai genommen werden.

18.13 Uhr: Geisterspiel-Gegner Bosz solidarisch: "Wir müssen spielen"

Trainer Peter Bosz vom Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen sieht in der Coronakrise aus wirtschaftlicher Sicht keinen anderen Ausweg als Spiele ohne Zuschauer. "Wenn ein Verein vielleicht nur noch einen Monat weitermachen kann und dann in Schwierigkeiten gerät, dann verstehe ich natürlich, dass sie das Fernsehgeld brauchen, und deshalb müssen wir auch spielen", sagte der 56-Jährige bei einer Skype-Konferenz mit Journalisten am Dienstag.

Aller Solidarität zu kleineren Vereinen zum Trotz, die durch den Wegfall von TV-Geldern in finanzielle Schieflage geraten könnten, unterstrich Bosz seine normalerweise kritische Haltung gegenüber Geisterspielen: "Wir spielen Fußball für die Fans. Und es wird befremdlich sein, wenn man ohne Fans spielt (...) Ich kann mir vorstellen, dass die Fans am liebsten im Stadion sind, aber wenn sie die Geisterspiele zu Hause gucken können, werden sie nach vier oder sechs Wochen in den eigenen vier Wänden sagen: Super, dass wir wieder Fußball sehen können und nicht nur Spiele von vor zehn Jahren", sagte Bosz.

17.18 Uhr: Italienischer Zweitligist droht mit Klage bei Meisterschaftsabbruch

Der italienische Fußball-Zweitligist Frosinone Calcio droht mit einer Klage, sollte die Meisterschaft nicht zu Ende ausgetragen werden und der Club nicht in die Serie A aufsteigen können. Frosinone belegt derzeit Platz drei der Tabelle.

"Lediglich Tabellenführer Benevento, der 20 Punkte Vorsprung hat, hat bereits die Qualifikation geschafft, alle anderen Clubs nicht. Wir wollen Klage einreichen, wenn man uns den Weg in die Serie A versperrt", sagte Frosinone-Präsident Maurizio Stirpe bei Radio Punto Nuovo.

Sollte die Meisterschaft unterbrochen werden, will Stirpe die Spieler für ihre Leistungen nur bis zum 7. März bezahlen. Er sprach sich auch für eine Reduzierung der Spielerverträge aus. "Einige Verträge wurden mit Beträgen unterzeichnet, die heute nicht mehr dem Markt entsprechen", sagte Stirpe.

17.13 Uhr: Kroos in Coronavirus-Krise: Mit Gehalt "vernünftige Sachen" machen

Toni Kroos hält in der Coronavirus-Krise einen Gehaltsverzicht bei Real Madrid nicht für die beste Lösung. "Was ich besser finde ist, schon dass volle Gehalt zu bekommen, aber dann mit dem Gehalt vernünftige Sachen zu machen und links und rechts zu helfen", sagte der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler am Dienstag im SWR-Podcast "Steil extra!". "Auf das Gehalt zu verzichten, ist wie eine Spende ins Nichts oder an den Verein, wobei es hier nicht nötig ist."

Mit seiner Stiftung habe er sich neben einem Spendenaufruf überlegt, Familien Spielzeug zur Verfügung zu stellen, sagte Kroos. "Sie konnten sich in Spielzeugshops Spielzeug für ihre Kinder aussuchen, dass sie Zuhause ein bisschen Abwechslung haben. Da haben wir an die 80 bis 100 Bestellungen", sagte der Profi von Real Madrid. "Ich bin ein Freund davon, wenn man sich was überlegt, was direkt hilft."

16.25 Uhr: Uerdingen schickt Stefan Effenberg in Kurzarbeit

Unter die Mitarbeiter, für die Fußball-Drittligist KFC Uerdingen vor wenigen Tagen Kurzarbeit beantragt hatte, fällt auch Stefan Effenberg, der als Manager Sport für den Verein tätig ist. Effenberg selbst bestätigte gegenüber der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Mittwoch) entsprechende Informationen der Zeitung. Der Verein selbst wollte sich dazu nicht äußern. "Zu einzelnen Personen und Vertragsdetails sagen wir grundsätzlich nichts", sagte Geschäftsführer Frank Strüver. Die Uerdinger hatten Ende März für den Trainerstab um Stefan Krämer, die Mitarbeiter sowie die Angestellten der Geschäftsstelle Kurzarbeit beantragt.