Bundesliga, Formel 1 & Co.: Verbreitung von Covid-19 hat große Auswirkungen

Sport & Coronavirus: Alle aktuellen Entwicklungen im Live-Ticker

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© imago/Panoramic International, Vincent Kalut, imago sportfotodienst

08. April 2020 - 12:47 Uhr

Coronavirus breitet sich aus: Weltweit viele Sport-Events wegen Covid-19 abgesagt oder verschoben

Die weltweite Verbreitung des Coronavirus hat auch auf die Sportwelt große Auswirkungen: Events aller Sportarten werden abgesagt oder verschoben. Die Fußball-Bundesliga hat ihren Spielbetrieb eingestellt, auch in der Formel 1 wird es vor Juni keine Rennen geben, die Olympischen Sommerspiele wurden auf 2021 verschoben. In unserem Sport-Corona-Ticker halten wir Sie über alle aktuellen Entwicklungen im Sport auf dem Laufenden.

Mittwoch, 8. April

12.49 Uhr: Pferde gehen ohne Zuschauer am 1. Mai wieder an den Start

Der deutsche Galopprennsport plant die Wiederaufnahme seiner Rennen für den 1. Mai. Das hat der Dachverband mitgeteilt, Beratungen im Präsidium hätten zu dieser Entscheidung geführt. Für die Zeit vom 1. Mai bis 15. Juni 2020 sind 22 Renntage geplant. Dabei wird deutschlandweit immer nur an einem Ort - ohne Parallelveranstaltungen - gestartet. Zuschauer sind nicht zugelassen.

"Damit reagieren wir unter Beachtung aller notwendigen Kontaktbeschränkungen und Vorgaben auf die Corona-Krise, durch die der Rennbetrieb seit Mitte März ruht. Wir stehen buchstäblich in den Startboxen, um unsere Leistungsprüfungen eingeschränkt und ohne Gefährdung von Zuschauern und Rennsportbeteiligten wieder aufzunehmen", sagte Michael Vesper, Präsident des Dachverbandes Deutscher Galopp.

12.28 Uhr: Heidenheim kann 2020 "ohne Zuschauer überleben"

1. FC Heidenheim sieht sich durch die Coronakrise nicht in seiner Existenz bedroht - sogar, wenn in diesem Jahr keine Spiele vor Publikum mehr stattfinden sollten. "Wir können 2020 auch ohne Zuschauer überleben", sagte Heidenheims Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald dem Sportbusiness-Dienstleister SPONSORs, obwohl auch der FCH "Millionenverluste" haben werde.

Sanwald begründet die vergleichsweise gute Situation der Heidenheimer mit zwei entscheidenden Faktoren: Vor einem Jahr hatte der Club sein Stadion der Stadt Heidenheim abgekauft, dazu wurden nur langfristige Darlehensverträge abgeschlossen. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, hat der Verein Kurzarbeit angemeldet, die Profimannschaft verzichtet freiwillig auf Gehalt.

"Wir können sicherlich länger überleben als manche unserer Kollegen, die in einigen Bereichen noch nicht so weit sind", sagte Sanwald. Der Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga ist bis mindestens 30. April unterbrochen.

12.01 Uhr: Hitzfeld froh, nicht mehr Trainer zu sein

Ottmar Hitzfeld würde in der aktuellen Situation nicht gerne als Trainer arbeiten. "Mit Blick auf den Fußball und meinen früheren Beruf: Ich bin froh, dass ich nicht mehr Trainer bin", sagte der 71-jährige ehemalige Coach des FC Bayern und Borussia Dortmund dem 'kicker'. "Man hat als Trainer keinerlei Erfahrung im Umgang mit dieser völlig neuen Situation. Es ist leicht zu sagen, im Mai oder Juni geht es wieder los; als Trainer steht man aber völlig im Ungewissen."

Es sei kein gezielter Aufbau, keine Trainingssteuerung möglich, so Hitzfeld. "Aber - und das ist zumindest gerecht - es herrschen für alle Beteiligten die gleichen Bedingungen. Und da zeigen die Vereine eine gewisse Solidarität, das Konkurrenzdenken dominiert nicht. Diese Haltung ist sehr positiv."

11.27 Uhr: Schalke 04 profitiert von der Pause

Die Zwangspause im Fußball hat für den FC Schalke 04 auch einen Vorteil: Nach und nach melden sich die zahlreichen verletzten Leistungsträger wieder fit. "Wir haben viel mehr Spieler im Trainingsprozess, sehr viele, die wieder gesund sind", sagte Trainer David Wagner bei Schalke-TV.

Nationalspieler Suat Serdar (Zehenbruch), Mittelfeldspieler Daniel Caligiuri (Innenbandteilriss) sowie die Verteidiger Salif Sané (Meniskusriss), Juan Miranda (Wadenverletzung) und Benjamin Stambouli (Fußbruch) nehmen in unterschiedlichen Umfängen wieder am Training teil. Omar Mascarell (Adduktorenabriss) und Ozan Kabak (Lendenwirbel) sind noch in der Reha.

10.59 Uhr: Sorge um Englands Fußballheld Jimmy Greaves

Der beste Torschütze der englischen Erstligageschichte (357 Treffer), Weltmeister von 1966 und eine Legende bei Tottenham Hotspur, Jimmy Greaves, wurde nach Vereinsangaben ins Krankenhaus eingeliefert.

Der Zustand des 80-Jährigen ist ebenso offen wie die Frage, ob der Krankenhaus-Aufenthalt in Zusammenhang mit dem Coronavirus steht. "Wir stehen in Kontakt mit seiner Familie und werden in Kürze weitere Informationen veröffentlichen", teilten die Spurs mit. Greaves, viertbester Torschütze in der Geschichte der Nationalmannschaft, hatte 2015 einen schweren Schlaganfall erlitten.

10.16 Uhr: Rückschlag für Tour-de-France-Veranstalter

Die Stadt Paris hat die geltende Ausgangssperre verschärft. In der französischen Hauptstadt, wo die Tour de France traditionell vor hunderttausenden begeisterten Fans ihr großes Finale feiert, verhängte die Stadtverwaltung und die Polizeipräfektur vorerst ein öffentliches Sportverbot von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr.

Am 27. Juni soll die große Frankreich-Rundfahrt starten. Die Veranstalter halten an dem Termin noch fest. Die Tour-Generalprobe Criterium de Dauphine (31. Mai bis 7. Juni) und die Tour de Suisse (6. bis 14. Juni) wurden bereits verschoben beziehungsweise abgesagt.

9.53 Uhr: Temporärer Gehaltsverzicht in Frankreichs Fußball-Profiligen

Die französischen Profifußballvereine haben sich mit ihren Spielern auf einen temporären Gehaltsverzicht geeinigt. "Wir haben die Empfehlung am Dienstag unterzeichnet", sagte Philipp Piat, Präsident der Spielergewerkschaft UNFP, der Nachrichtenagentur AFP.

Vorgesehen ist ein Stufenmodell ab einer Reduzierung von 20 Prozent für Profis, die mehr als 10.000 Euro im Monat verdienen. Topverdiener (ab 100.000 Euro) sollen auf die Hälfte ihres Gehalts verzichten, bis die ausgesetzten Fernsehgelder wieder fließen.

Aus rechtlichen Gründen kann die Empfehlung nicht bindend sein, die UNFP hofft aber auf sehr wenige Abweichler. "Es geht um Arbeitsplätze", sagte Piat. Einige Vereine hatten bereits ihre eigenen Modelle umgesetzt.

9.36 Uhr: Mourinho ignoriert offenbar Lockdown-Regeln

Special-Training von "The Special One": Trotz strenger Lockdown-Regeln in England hat Tottenham-Coach José Mourinho offenbar eine Trainingsession in kleiner Runde abgehalten.

9.24 Uhr: Klare Ansage der UEFA: Abbrechern droht der Ausschluss

Sollte eine Liga die Saison abbrechen, könnten die eigentlich für den Europacup der Saison 2020/21 qualifizierten Teams vom europäischen Fußball-Verband (UEFA) von Champions League und Europa League ausgeschlossen werden. Dies geht aus einem Schreiben der UEFA vor, das der 'Sport Bild' vorliegt. Zum Beispiel plant Belgien ein vorzeitiges Ende seiner Meisterschaft.

Darin heißt es: "Da die Teilnahme an UEFA-Clubwettbewerben vom sportlichen Ergebnis abhängt, das am Ende eines vollständigen nationalen Wettbewerbs erzielt wird, würde eine vorzeitige Beendigung Zweifel an der Erfüllung dieser Bedingung aufkommen lassen. Die UEFA behält sich das Recht vor, den Anspruch von Vereinen auf Zulassung zu den UEFA-Clubwettbewerben 2020/21 gemäß den einschlägigen Wettbewerbsbestimmungen zu beurteilen."

8.44 Uhr: Kerber schlägt Geisterspiele im Tennis vor

Angelique Kerber kann sich zur Fortsetzung der Tennis-Saison auch Geisterspiele vorstellen. Zwar sei es im ersten Moment schwer vorstellbar, vor leeren Rängen zu spielen. "Denn für mich gehören die Fans einfach mit dazu. Tennismatches ohne Publikum sind alles andere als ideal, aber als Übergang zur Normalität müssen auch Szenarien diskutiert werden, die sonst abwegig erscheinen", sagte die Wimbledonsiegerin von 2018 der 'Sport Bild'.

8.09 Uhr: Argentinischer Fußball-Profi verliert Großvater und Vater

Der argentinische Fußballstar Walter Montillo betrauert wenige Tage nach dem Tod seines 91-jährigen Großvaters Oscar auch den Verlust seines Vaters Walter Oscar. Wie der chilenische Erstligist Club Universidad de Chile per Twitter mitteilte, verstarb der 60-Jährige am Dienstag.

Der Vater des dreimaligen Nationalspielers war am Samstag mit Atemproblemen in ein Krankenhaus eingeliefert worden.Das Resultat, ob er an Covid-19 litt, wird für die nächsten Tage erwartet. Auch Großvater Oscar zeigte laut argentinischen Medien die typischen Symptome einer Coronavirus-Infektion  Der 35-jährige Montillo war im Januar vom mexikanischen Erstligisten CA Tigre zu "La U" gewechselt.

7.53 Uhr: Ex-Bundesliga-Trio verteilt in Brasilien 10 Tonnen Obst und Gemüse

Die ehemaligen Bundesliga-Stars Dunga, Andres D'Alessandro und Tinga haben kräftig mitgeholfen, um Kisten mit zehn Tonnen Obst und Gemüse in einem Großmarkt in der südbrasilianischen Stadt Porto Alegre vom LKW zu laden. Von dort werden die Lebensmittel nun an soziale Hilfseinrichtungen verteilt.

Organisiert hatte die Spendenaktion Dunga, Weltmeister von 1994 und zwischen 1993 und 1995 beim VfB Stuttgart aktiv. Profitieren werden vor allem Bewohner des sozial schwachen Stadtteils Restinga, wo Tinga zu Hause ist, der das BVB-Trikot von 2006 bis 2010 trug. D'Alessandro, zwischen 2003 und 2006 in Wolfsburg, ist heute noch für den Erstligisten SC Internacional in Porto Alegre aktiv.

7.28 Uhr: Ginter hofft auf Normalität bis spätestens zum Sommer 2021

Matthias Ginter wünscht sich eine Normalisierung der Lage bis spätestens zur Fußball-EM im kommenden Jahr. "Ich hoffe, dass bis dahin alles mehr oder weniger beim Alten ist. Dass die Fans sich wieder frei bewegen können. Dass sie in die Stadien kommen können. Dass wir in ausverkauften Stadien spielen können", sagte der Abwehrspieler von Borussia Mönchengladbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Es ist im Moment schwer vorstellbar, wann wieder alles beim Alten ist."

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat am 17. März die EURO 2020, die in diesem Sommer in zwölf Ländern hätte ausgetragen werden sollen, um ein Jahr (11. Juni bis 11. Juli 2021) verschoben.

7.00 Uhr: Roger Federer ruft Tennis-Home-Challenge aus

6.26 Uhr: Holländer wollen ab dem 19 .Juni Fußball-Saison fortsetzen

Der niederländische Fußballverband (KNVB) hofft, den Ligabetrieb in den höchsten beiden Profiligen am 19. Juni wieder aufnehmen zu können. Dies teilte der KNVB am Dienstag nach einer Videokonferenz mit den Profiklubs und weiteren bedeutenden Vertretern mit. Zuletzt hatten unter anderem die Topklubs Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven oder AZ Alkmaar den Saisonabbruch in der Eredivisie gefordert.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte allerdings nach dem Abbruch der belgischen Super League ihren Mitgliedsverbänden mit dem Europapokalausschluss gedroht, falls die nationalen Wettbewerbe vorzeitig beendet werden.

In den Niederlanden sind bis zum 1. Juni alle gesellschaftlichen Zusammenkünfte verboten,

Dienstag, 7. April

22.08 Uhr: NHL schließt Saisonabbruch nicht aus

Gary Bettman, Commissioner der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL, hat erstmals öffentlich infrage gestellt, ob die aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochene Saison zu Ende gespielt werden kann.

"Das Beste und Einfachste wäre es, wenn wir irgendwann die reguläre Saison abschließen und dann wie üblich in die Play-offs gehen könnten", sagte Bettman dem TV-Sender NBC Sports: "Wir sehen aber ein, dass das möglicherweise nicht möglich ist, und deshalb ziehen wir jede erdenkliche Alternative in Betracht, um mit jeder Eventualität fertig zu werden."

Derzeit lohne es sich "nicht einmal, zu spekulieren, denn niemand in irgendeiner der Sportart weiß genug, um tiefgreifende Entscheidungen zu treffen. Hoffentlich werden wir alle bis Ende April mehr wissen", führte der 67-Jährige aus: "Aus Liga-Sicht betrachten wir alle Optionen. Wir wollen bereit sein, sobald wir grünes Licht bekommen - und das grüne Licht ist vielleicht nicht ganz klar, denn es könnte immer noch einige Orte geben, an denen wir nicht spielen können. Wir prüfen alle Optionen. Nichts ist ausgeschlossen."

20.11 Uhr: Formel-1-Auftakt verzögert sich weiter: Auch Kanada-Rennen verschoben

Der Saisonstart in der Formel 1 verzögert sich immer weiter und wird frühestens Ende Juni erfolgen: Ferrari-Star Sebastian Vettel und Co. werden wegen der Coronavirus-Pandemie auch in Kanada nicht wie geplant fahren. Das gaben die Organisatoren des Rennens in Montreal am Dienstag bekannt. Damit sind die ersten neun WM-Läufe entweder verlegt oder abgesagt.

20.00 Uhr: Niederländischer Fußballbund will Spielbetrieb im Juni wieder starten

Trotz der Proteste der Spitzenvereine will der niederländische Fußballverband den Spielbetrieb der Profiligen im Juni wieder aufnehmen. Das teilte der KNVB nach einer Videokonferenz mit den Clubs am Dienstag mit, wie das niederländische Fernsehen berichtete. Wenn die Gesundheitsbehörden und die Regierung zustimmen, soll von Mitte Juni an wieder Fußball gespielt werden - allerdings aller Wahrscheinlichkeit nach ohne Publikum. Der KNVB bleibt damit auf der Linie der UEFA.

Dagegen hatten die Spitzenvereine Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven und AZ Alkmaar gefordert, die Spielzeit nun zu beenden. Angesichts der schweren Corona-Krise sei es unverantwortlich, weiterhin Fußball zu spielen.

Nach den Vorstellungen des KNVB könnten die Vereine das Training im Mai wieder aufnehmen. Die acht restlichen Spielrunden der Profiligen sollten bis Ende Juli gespielt sein. Zur Zeit ist Ajax Amsterdam Tabellenführer der Eredivisie. Die niederländische Regierung hat Veranstaltungen und auch Sportwettkämpfe bis zum 1. Juni verboten.

19.19 Uhr: IOC-Taskforce verschiebt Qualifikations-Frist für Tokio ins nächste Jahr

Das Internationale Olympischen Komitee (IOC) hat nach der Verlegung der Olympischen Sommerspiele in Tokio (23. Juli bis 8. August 2021) auch die Qualifikations-Frist bis zum 29. Juni 2021 ausgedehnt. Diese Entscheidung der neu gegründeten Task Force mit dem Namen "Here we go" (deutsch: "Auf gehts") teilte das IOC am Dienstag mit.

"Die Überarbeitung wurde vorgenommen, um den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und der anschließenden Festlegung des neuen Termins für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 Rechnung zu tragen und die frühere, vom IOC-Exekutivkomitee im Juli 2017 genehmigte Version zu ersetzen", erklärte das IOC. Die internationalen Sportfachverbände dürfen jedoch auch eigene Fristen festlegen, sofern diese vor der neuen Deadline datiert sind.

Das IOC bekräftigte zudem, dass bereits qualifizierte Athleten ihre Startplätze behalten. Rund 57 Prozent der vorgesehenen 11.000 Olympia-Tickets waren bis zur Verschiebung der Spiele aufgrund der Corona-Pandemie über entsprechende Leistungsnachweise bereits vergeben.

18.43 Uhr: FIFA will Dauer von Verträgen bei verlängerter Saison ausdehnen

Der Weltverband FIFA hat mit neuen Regelungen für die Dauer von Spielerverträgen eine verlängerte Fußball-Saison möglich gemacht. Die Kontrakte mit den Profis sollen laut einer Mitteilung vom Dienstag einer FIFA-Empfehlung zufolge in diesem Jahr solange gültig sein, wie die Spielzeiten nach Ablauf der Corona-Pause dauern. Reguläres Ende der Saison ist normalerweise der 30. Juni. Derzeit wird in den meisten Ländern mit einem späteren Abschluss aufgrund der Coronavirus-Pandemie gerechnet. Die FIFA betonte, sie hoffe und erwarte, dass die Richtlinien weltweit befolgt würden.

"Ablaufende Spielerverträge enden normalerweise mit Saisonende", schrieb die FIFA in einer Mitteilung. «Da der Spielbetrieb in den meisten Ländern eingestellt wurde, endet die laufende Saison nicht wie ursprünglich angenommen. Aus diesem Grund sollen Verträge bis zum effektiven Ende der Saison verlängert werden.»

18.23 Uhr: Formel 1 dehnt Zwangspause für Teams auf fünf Wochen aus

Die Formel 1 verlängert wegen der Coronavirus-Pandemie die zwangsweisen Werksferien um weitere zwei Wochen. Die verordnete Pause, in der keine Arbeiten an der Entwicklung der Rennwagen erlaubt sind, werde von 21 auf 35 Tage ausgedehnt, hieß es in einer Mitteilung des Weltverbands Fia am Dienstag. Dies sei ein einstimmiger Beschluss aller Formel-1-Teams und der Spitzen der Rennserie, der vom Motorsport-Weltrat abgesegnet worden sei. Wegen der Corona-Krise war die Sommerpause vorgezogen und verlängert worden. Die fünfwöchigen Werksferien müssen von den Rennställen und Motorenherstellern bis Ende Mai genommen werden.

18.13 Uhr: Geisterspiel-Gegner Bosz solidarisch: "Wir müssen spielen"

Trainer Peter Bosz vom Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen sieht in der Coronakrise aus wirtschaftlicher Sicht keinen anderen Ausweg als Spiele ohne Zuschauer. "Wenn ein Verein vielleicht nur noch einen Monat weitermachen kann und dann in Schwierigkeiten gerät, dann verstehe ich natürlich, dass sie das Fernsehgeld brauchen, und deshalb müssen wir auch spielen", sagte der 56-Jährige bei einer Skype-Konferenz mit Journalisten am Dienstag.

Aller Solidarität zu kleineren Vereinen zum Trotz, die durch den Wegfall von TV-Geldern in finanzielle Schieflage geraten könnten, unterstrich Bosz seine normalerweise kritische Haltung gegenüber Geisterspielen: "Wir spielen Fußball für die Fans. Und es wird befremdlich sein, wenn man ohne Fans spielt (...) Ich kann mir vorstellen, dass die Fans am liebsten im Stadion sind, aber wenn sie die Geisterspiele zu Hause gucken können, werden sie nach vier oder sechs Wochen in den eigenen vier Wänden sagen: Super, dass wir wieder Fußball sehen können und nicht nur Spiele von vor zehn Jahren", sagte Bosz.

17.18 Uhr: Italienischer Zweitligist droht mit Klage bei Meisterschaftsabbruch

Der italienische Fußball-Zweitligist Frosinone Calcio droht mit einer Klage, sollte die Meisterschaft nicht zu Ende ausgetragen werden und der Club nicht in die Serie A aufsteigen können. Frosinone belegt derzeit Platz drei der Tabelle.

"Lediglich Tabellenführer Benevento, der 20 Punkte Vorsprung hat, hat bereits die Qualifikation geschafft, alle anderen Clubs nicht. Wir wollen Klage einreichen, wenn man uns den Weg in die Serie A versperrt", sagte Frosinone-Präsident Maurizio Stirpe bei Radio Punto Nuovo.

Sollte die Meisterschaft unterbrochen werden, will Stirpe die Spieler für ihre Leistungen nur bis zum 7. März bezahlen. Er sprach sich auch für eine Reduzierung der Spielerverträge aus. "Einige Verträge wurden mit Beträgen unterzeichnet, die heute nicht mehr dem Markt entsprechen", sagte Stirpe.

17.13 Uhr: Kroos in Coronavirus-Krise: Mit Gehalt "vernünftige Sachen" machen

Toni Kroos hält in der Coronavirus-Krise einen Gehaltsverzicht bei Real Madrid nicht für die beste Lösung. "Was ich besser finde ist, schon dass volle Gehalt zu bekommen, aber dann mit dem Gehalt vernünftige Sachen zu machen und links und rechts zu helfen", sagte der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler am Dienstag im SWR-Podcast "Steil extra!". "Auf das Gehalt zu verzichten, ist wie eine Spende ins Nichts oder an den Verein, wobei es hier nicht nötig ist."

Mit seiner Stiftung habe er sich neben einem Spendenaufruf überlegt, Familien Spielzeug zur Verfügung zu stellen, sagte Kroos. "Sie konnten sich in Spielzeugshops Spielzeug für ihre Kinder aussuchen, dass sie Zuhause ein bisschen Abwechslung haben. Da haben wir an die 80 bis 100 Bestellungen", sagte der Profi von Real Madrid. "Ich bin ein Freund davon, wenn man sich was überlegt, was direkt hilft."

16.25 Uhr: Uerdingen schickt Stefan Effenberg in Kurzarbeit

Unter die Mitarbeiter, für die Fußball-Drittligist KFC Uerdingen vor wenigen Tagen Kurzarbeit beantragt hatte, fällt auch Stefan Effenberg, der als Manager Sport für den Verein tätig ist. Effenberg selbst bestätigte gegenüber der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Mittwoch) entsprechende Informationen der Zeitung. Der Verein selbst wollte sich dazu nicht äußern. "Zu einzelnen Personen und Vertragsdetails sagen wir grundsätzlich nichts", sagte Geschäftsführer Frank Strüver. Die Uerdinger hatten Ende März für den Trainerstab um Stefan Krämer, die Mitarbeiter sowie die Angestellten der Geschäftsstelle Kurzarbeit beantragt.

16.02 Uhr: Hansi Flick verlässt sich auf die Regierung

In der Diskussion um das Ende der Zwangspause im Fußball wegen der Corona-Krise vertraut Bayern Münchens Trainer Hansi Flick der Politik in Deutschland. "Wir tun gut daran, dass wir uns an die Dinge halten, die die Regierung vorgibt", sagte der Chefcoach des deutschen Rekordmeisters am Dienstag. Flick betonte, man müsse sich in der aktuellen Situation "komplett auf unsere Regierung verlassen2, die die Maßnahmen gegen die Pandemie "mit viel Weitsicht" ergreife.

Um die Ausbreitung von Sars-CoV-2 einzudämmen, hatte der FC Bayern wie andere Vereine zuletzt auf gemeinsames Training verzichtet. Seit Montag kommen die Profis wieder auf das Trainingsgelände an der Säbener Straße. Die Einheiten dort finden aber so statt, dass immer nur kleine Gruppen zusammen arbeiten.

14.56 Uhr: Mercedes stellt Bauplan für Atemhilfe zur Verfügung

Das Formel-1-Weltmeisterteam Mercedes setzt sein Know-how im Kampf gegen das Coronavirus ein. Das Team um Champion Lewis Hamilton stellt das Design für eine neue Atemhilfe, die gemeinsam mit Ingenieuren des University College London entwickelt wurde, Herstellern frei zur Verfügung. Die Atemhilfe soll Covid-19-Patienten mit Lungeninfektionen dabei helfen, leichter zu atmen, wenn eine Sauerstoffstoffmaske allein nicht ausreichend ist.

Alle Details, die für die Herstellung des Geräts benötigt werden, stehen für Hersteller im Internet zum Download bereit. Mercedes stellt in der Formel-1-Zwangspause auch seine Werkskapazitäten zur Verfügung. Derzeit werden 40 Maschinen für die Herstellung der Geräte verwendet, die normalerweise Kolben und Turbolader für die Motorsport-Königsklasse produzieren würden. Das gesamte Werk in Brixworth wurde für diesen Zweck umgestellt.

14.50 Uhr: Spaniens Liga-Boss rechnet mit Saisonneustart frühestens am 29. Mai

Der spanische Liga-Präsident Javier Tebas hat den 29. Mai, 6. Juni oder 28. Juni 2020 als mögliche Termine für einen Neustart der Fußball-Saison in La Liga genannt. Seit dem 11. März liegt der Spielbetrieb in der Primera Division aufgrund der Corona-Pandemie still. Spanien ist mit am schlimmsten betroffen und verzeichnete bereits 13.798 Menschen, die an COVID-19 gestorben sind.

Laut Tebas sei allerdings aufgrund der strikten Ausgangsbeschränkungen im Königreich nicht vor dem 26. April an Training zu denken. Sollten diese gelockert werden, könnten die Teams auch wieder das Training aufnehmen, so der Liga-Boss. Tebas will die Saison auf jeden Fall zu Ende bringen, ansonsten droht ein Verlust im Milliarden-Euro-Bereich. Schon jetzt muss mit einem Verlust von mindestens 150 Millionen Euro für La Liga gerechnet werden, so Tebas.

14.37 Uhr: Fortuna Düsseldorf bietet Schutzmaske in Vereinsfarben an

Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf bietet seinen Fans im Kampf um das Coronavirus eine speziellen Mundschutz an. "Schütze nicht nur Dich, sondern auch andere und zeige zugleich, dass Du mit Fortuna gegen Corona kämpfst", heißt es in der Werbung für den Mund- und Nasenschutz, der in den Vereinsfarben und dem F95-Logo im Fanshop erworben werden kann. Fortuna weist zugleich daraufhin, dass die Maske kein medizinisches Produkt sei und in der Innenseite aus Baumwolle und außen aus Polyester mit rot-weißem Fortuna-Emblem bestehe.

14.03 Uhr: Englische Spielergewerkschaft reagiert auf öffentlichen Druck

In der Debatte über einen Gehaltsverzicht der Fußball-Profis in der englischen Premier League hat die Spielergewerkschaft PFA ihre Kompromissbereitschaft signalisiert. Englands Fußballer haben angesichts des steigenden Drucks, eine Einigung mit der Liga zu erzielen, zugestimmt, ihren Teil beizutragen.

Die Profis waren wegen ihrer ablehnenden Haltung im schwelenden Tarifkonflikt zuletzt kritisiert worden. Eine Forderung seitens der Premier League, auf bis zu 30 Prozent ihrer Gehälter zu verzichten, hatten sie mit dem Verweis abgelehnt, dass dem Staat dadurch Steuereinnahmen in Höhe von über 200 Millionen Pfund entgingen.

13.30 Uhr: Bobic muss sich neu erfinden

Fredi Bobic wird auf dem Transfermarkt neu planen müssen. "Wir hatten schon vieles von dem vorbereitet, was wir für den Kader der nächsten Saison machen wollten. Aber das alles ist jetzt komplett für die Tonne", sagte Bobic dem 'Spiegel'. Normalerweise basieren Käufe und Verkäufe auf dem Transfermarkt auf Erfahrungen. Aber in der derzeitigen Ausnahmesituation "ist dieses Gefühl weg", wie Eintracht Frankfurts Sport-Vorstand schildert.

Bei der SGE sieht Bobic zwei mögliche Strategien. Die erste Strategie basiere auf der Annahme, kaum Geld für Einkäufe zu haben. In diesem Szenario sei es möglich, auf Schnäppchen oder günstige Leihspieler von großen Clubs zu hoffen. In der zweiten Strategie hätten die Eintracht etwas größere finanzielle Möglichkeiten, was Bobic erlauben würde, "einen Schattenkader mit Spielern zu erdenken, die man gern verpflichten möchte."