Spitzentreffen in Berlin: Tsipras und Merkel tauschen nette Worte

24. März 2015 - 16:15 Uhr

Nichts Neues

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras haben fast fünf Stunden über die Lage in Griechenland und die Beziehungen in der EU gesprochen. Regierungssprecher Steffen Seibert teilte mit: "Die Bundeskanzlerin und der griechische Ministerpräsident hatten in guter und konstruktiver Atmosphäre eine umfassende Aussprache über die Situation Griechenlands, die Arbeitsweise der Europäischen Union und die künftige deutsch-griechische Zusammenarbeit." Nähere Angaben machte Seibert nicht.

Spitzentreffen in Berlin: Tsipras und Merkel tauschen nette Worte
Merkel und Tsipras in Berlin: Schritte in Richtung Verständigung?
© dpa, Stephanie Pilick

Das Gespräch hatte gegen 19 Uhr begonnen und endete kurz vor Mitternacht. Zuvor waren Merkel und Tsipras bei dessen Antrittsbesuch trotz versöhnlicher Töne in wesentlichen Fragen der Schuldenkrise nicht vorangekommen. Tsipras sagte zu, dass Athen Vereinbarungen einhalten wolle. Er forderte aber andere Prioritäten. "Wir brauchen einen neuen politischen Mix." Merkel drängte den Euro-Partner angesichts des drohenden Staatsbankrotts, Reformen auch umzusetzen. Forderungen nach weiteren Entschädigungen für Nazi-Verbrechen während des Zweiten Weltkriegs wies die Kanzlerin zurück.

Im Grunde als nichts Neues: Griechenland beharrt weiter darauf, dass sich etwas Wesentliches in der Schuldenpolitik ändert, die Kanzlerin will davon aber nicht wissen. Während die Zeit davon rast, werden bislang nur bekannte Positionen wiedergekäut. Immerhin sollen sich beide angenähert haben.