Spionagevorwürfe: Georgien lässt Fotoreporter frei

14. Februar 2016 - 21:04 Uhr

Drei Fotoreporter, die in Georgien wegen angeblicher Spionage für Russland seit zwei Wochen eingesperrt waren, kommen nach einem umstrittenen Geständnis wieder auf freien Fuß. Auch der Hauptangeklagte Zurab Kurtsikidze von der European Pressphoto Agency (epa) mit Sitz in Frankfurt/Main sollte nach einer Absprache mit der Staatsanwaltschaft noch das Gefängnis verlassen. Das sagte Rechtsanwalt Schalwa Schawgulidse. Es stehe allerdings die Frage im Raum, ob die Geständnisse aus freien Stücken oder auf Druck der Behörden zustande kamen.

Laut georgischer Staatsanwaltschaft haben alle drei Fotografen angeblich angesichts einer erdrückenden Beweislast ein Geständnis abgelegt. Im Gegenzug kämen sie mit Bewährungsstrafen davon. Zuvor hatten andere Verteidiger sowie Menschenrechtler mitgeteilt, dass die Geständnisse unter psychischem Druck erfolgten. Kurtsikidze soll auch misshandelt worden sein, wie seine Anwältin Nino Andriaschwili sagte.