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Speziallack gegen Pinkler in Mainz soll ausgeweitet werden

Wildpinkeln in Mainz
Mit einem Zettel bitten die Anwohner am Rheinufer in der Landeshauptstadt darum, nicht in den Fluss zu urinieren. Foto: Andreas Arnold/Archiv © deutsche presse agentur

Die Stadt Mainz will Speziallack gegen Wildpinkler an zwei weiteren Gebäuden im Stadtgebiet anbringen. Künftig soll der Lack auch am Theater und am Stadthaus angebracht werden, sagte Sprecher Ralf Peterhanwahr. Die Stadt führe deswegen Gespräche mit dem Denkmalschutz, der der Maßnahme zustimmen müsse. Bislang ist der Lack lediglich am Mainzer Rathaus angebracht.

"Wir werden die Stadt nicht mit dem Lack überziehen", sagte Peterhanwahr, sein Einsatz mache aber dort Sinn, wo viel gefeiert werde. Wie viele andere Städte in Rheinland-Pfalz hat Mainz Probleme mit Wildpinklern. Seit zwei Jahren setzt die Landeshauptstadt zur Abschreckung auf den Speziallack: Am Rathaus soll er dafür sorgen, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Der Lack ist so wasserabweisend, dass der Urin regelrecht zurückspritzt.

Auch wenn der Lack bisher nur auf einer Wand angebracht worden sei, habe er sich bewährt, sagte Peterhanwahr: "Die private Nachfrage war sehr groß. Wir haben vielen Bürgern den Kontakt zum Hersteller vermittelt." Die Kosten für die Pinkler-Abwehr belaufen sich auf 25 Euro pro Quadratmeter.

Mit Blick auf Feste wie das Johannisfest sei der Lack aber nicht das einzige Mittel, um Wildpinkler abzuschrecken. "Wildpinkeln lohnt nicht", sagt Peterhanwahr. Wer erwischt werde, müsse mit Bußgeldern in Höhe von 75 Euro rechnen. "Das Geld kann man auf den Festen besser gebrauchen", sagte Peterhanwahr.


Quelle: DPA

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