Tägliches Training im Kriegsgebiet

Spektakulärer Parkour in den Ruinen von Idlib

13. Oktober 2020 - 22:50 Uhr

Im Video: Team "Tafani" macht Parkour

Der Staub fliegt über die zerstörten Gebäude von Idlib, junge syrische Athleten fliegen von den Wänden und zeigen so beeindruckende Szenen. Die Mitglieder des Parkour-Teams "Tafani" haben große Träume und wollen sogar an einem internationalen Wettbewerb teilnehmen. Wie der tägliche Sport von elf jungen Männern im Kriegsgebiet aussieht – im Video.

Training auf zerstörten Gebäuden der Städte

Das Team aus elf Mitgliedern haben Amer Samsum und Obada Jabara im Jahr 2018 gegründet. "Dieser Sport hat viel Energie und Dynamik bei sehr hoher körperlicher Fitness. Nachdem ich mich über das Internet trainiert hatte, beschloss ich, ein Team zu gründen", sagt der 24-jährige Samsum.

Das Team trainiert hauptsächlich in den zerstörten Städten Sarmin und Qaminas nahe der Hauptstadt Idlib. Die meisten Gebäude und Häuser der Städte sind durch die russische und syrische Regierung durch Luftangriffe bombardiert und zerstört worden. "Die Botschaft, die wir an die Welt senden möchten, ist, dass wir diesen Sport trotz der Schwierigkeiten und Kämpfe, mit denen wir konfrontiert sind, ausüben können", sagt Teamgründer Jabara. 

Parkour als beliebte Sportart

Parkour ist weltweit ein zunehmend beliebter urbaner Sport. Viele seiner Bewegungen und der Name selbst stammen ursprünglich aus der militärischen Ausbildung. Die Mitglieder des Tafani-Teams träumen davon, auch mal Freerunning-Wettbewerb "Red Bull Art of Motion" teilzunehmen.