27. Mai 2019 - 5:51 Uhr

Der nordrhein-westfälische SPD-Chef Sebastian Hartmann hat seine Partei nach den Wahlniederlagen vom Sonntag vor vorschnellen Reaktionen gewarnt. "Wir müssen die Nerven behalten", sagte der Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Es brauche den Schulterschluss des Spitzenpersonals der Partei. Zuvor hatte der Absturz der SPD bei der Europawahl Spekulationen Auftrieb gegeben, dass SPD-Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles zur Aufgabe ihres Spitzenpostens in der Fraktion gedrängt werden könnte.

Die Sozialdemokraten dürften als Reaktion auf die eigenen Wahlverluste und die Erfolge der Grünen nicht einfach deren Klimapolitik kopieren, sagte Hartmann. "Klimaschutz hat eine ökonomische und soziale Dimension", betonte Hartmann. So müsse der Kohleausstieg sozial gestaltet werden und Energie bezahlbar bleiben. "Die SPD muss unverwechselbar und spannend sein", sagte Hartmann. Dabei müsse klar sein: "Wir sind die Partei der Arbeit."

Quelle: DPA