27. Mai 2019 - 11:55 Uhr

Die SPD ist nach den Europa- und Kommunalwahlen in Sachsen ernüchtert. "Das Ergebnis ist extrem bitter, es ist eine deutliche Niederlage", sagte Generalsekretär Henning Homann am Montag in Dresden. Der Ausgang der Kommunalwahlen sei aber differenziert zu betrachten. "Es gibt Regionen, in denen hat die SPD anständig abgeschlossen, in anderen verloren." Er geht davon aus, dass der Bund bei der Kommunalwahl durchgeschlagen hat - und erwartet Personaldebatten.

Der Wahlausgang bringe Sachsen in eine recht schwierige Situation, sagte Homann weiter. "Die AfD ist stärkste Kraft und hat ihren Vorsprung ausgebaut, das erfüllt uns mit Sorge." Es habe sich gezeigt, "dass die Leute, die AfD wählen, das auch bis in die Kommunen hinein sehr undifferenziert tun". Das stelle die These, dass Kommunalwahlen Personenwahlen seien, in Frage.

"Sachsen steht vor einer Richtungsentscheidung wie selten vor einer Landtagswahl", sagte Homann mit Blick auf die Landtagswahl am 1. September. Die SPD sei darauf vorbereitet zu zeigen, dass sie gute Arbeit mache, und sie sei angesichts des hohen Vertrauens in ihr Spitzenpersonal auch optimistisch. "Wir sind sicher, dass wir ein ordentliches Ergebnis erreichen können."

Quelle: DPA