SPD gegen Atommüll-Lagerung in Unterweser

13. Februar 2016 - 20:24 Uhr

Die Verabschiedung des Gesetzes für eine neue Atommüll-Endlagersuche noch vor der Bundestagswahl wird immer schwieriger. Die SPD äußerte deutliche Vorbehalte gegen eine Lagerung von sieben bis elf Castoren aus der Wiederaufarbeitung im Ausland im Zwischenlager Unterweser. "Ich finde, Unterweser ist keine tragfähige Lösung", sagte SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann. Er begründete dies mit den bisherigen Atommüllbelastungen Niedersachsens, etwa in Gorleben.

Da aus diversen Gründen die meisten anderen Lager ausscheiden und der Verbleib der Castoren unklar bleiben könnte, droht ein Scheitern - die Klärung der Frage ist eine Bedingung für die Verabschiedung des Endlagersuchgesetzes. Neben den Zwischenlagern Brunsbüttel und Philippsburg braucht es noch ein drittes Zwischenlager, wo der hochradioaktive Atommüll bis zur Inbetriebnahme eines Endlagers verbleiben könnte. Eine Vorentscheidung über Einigung oder Scheitern könnte am Donnerstag bei der Ministerpräsidentenkonferenz fallen.