Sparda-Bank in Hannover will Münzen nicht mehr annehmen

12. Januar 2017 - 13:39 Uhr

Verbraucherschützer kritisieren den Schritt

Münzgeld, insbesondere Ein- und Zweicentstücke, sammeln sich gerne mal an. Bei den meisten Deutschen steht ein Glas mit Münzen, die das Portemonnaie unnötig schwer machen würden und lieber gesammelt werden. Wird das Glas zu voll, wird es zur Bank gebracht und auf das Giro-Konto eingezahlt.

Für Kunden der Sparda-Bank in Hannover wird das bald erheblich schwieriger: Nur noch zwei von 25 Filialen wird noch Münzgeld annehmen. Das bestätigte eine Sprecherin der Bank gegenüber der 'Bild'-Zeitung.

"Ob als Schein oder als Münze - es muss mein Recht als Verbraucher sein, es zur Bank bringen zu können"

Die Bank begründet diesen Schritt damit, dass Münzgeld bei den Privatkunden "eine immer kleinere Rolle" spiele.

Auch andere Geldinstitute nehmen inzwischen Gebühren, wenn Kunden ihre Münzen loswerden wollen. Grund dafür ist eine EU-Verordnung aus dem Jahr 2015. Banken müssen demnach Münzen auf Falschgeld prüfen - dafür sind neue, teure Geräte nötig.

Verbraucherschützer kritisieren den Schritt: "Geld ist Geld. Ob als Schein oder als Münze - es muss mein Recht als Verbraucher sein, es zur Bank bringen zu können", sagt Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Bremen gegenüber der 'Bild'-Zeitung.