Spanischer Ebola-Patient ist tot

Der in der vorigen Woche in Spanien gelandete 75-jähirige Geistliche ist an Ebola gestorben.
Der in der vorigen Woche in Spanien gelandete 75-jähirige Geistliche ist an Ebola gestorben.
© dpa, Hando

12. August 2014 - 20:35 Uhr

In Liberia mit Ebola infiziert

Der in Spanien behandelte Ebola-Patient Miguel Pajares ist tot. Wie aus Madrider Krankenhauskreisen verlautete, erlag der 75-jährige Geistliche nun der schweren Infektion. Der Spanier war in der vorigen Woche von Liberia nach Madrid geflogen worden. Er war der erste in Europa behandelte Ebola-Patient - und ist nun das erste bekannte europäische Opfer der Epidemie in Westafrika. Pajares war in der Quarantäne-Station einer Madrider Klinik auch mit dem experimentellen, noch nicht zugelassenen Medikament 'ZMapp' behandelt worden. Er war nach zwei US-Amerikanern der dritte Patient, der das Mittel erhielt.

Der aus der Gegend von Toledo im Mittelspanien stammende Pajares hatte seit acht Jahren als Pfleger in einem Krankenhaus in Monrovia gearbeitet. Die Nachricht von seinem Tod kam für die Spanier überraschend. Bis Montag hatte es geheißen, sein Zustand sei stabil. Vor wenigen Tagen waren in Monrovia eine Nonne aus Äquatorialguinea und ein Geistlicher aus Ghana an Ebola gestorben, die mit Pajares in der Hauptstadt Liberias zusammengearbeitet hatten.