Spanien verstaatlicht drei Sparkassen

14. Februar 2016 - 20:08 Uhr

Spanien hat im Rahmen der Reform des angeschlagenen Finanzsektors drei Sparkassen verstaatlicht. Wie der Präsident der spanischen Nationalbank, Miguel Ángel Fernández Ordóñez, am Freitag mitteilte, wurde die Rekapitalisierung des Finanzsektors erfolgreich abgeschlossen. Die Kosten für den spanischen Staat bezifferte er auf 7,5 Milliarden Euro. Zusätzlich hätten die Geldinstitute 5,8 Milliarden an Privatkapital eingebracht. Die Gesamtkosten der Umstrukturierung beliefen sich somit auf 13,4 Milliarden Euro.

Die vielen kleinen Sparkassen in Spanien hatten bislang als ein Schwachpunkt im spanischen Finanzsystem gegolten. Die «Cajas» gehörten zumeist kommunalen Einrichtungen, sie arbeiteten nicht gewinnorientiert und verfolgten eine Reihe sozialer Zwecke.

Um eine drohende Pleite von Sparkassen zu verhindern, leitete die spanische Regierung im Januar eine der weitreichendsten Bankenreformen in der Geschichte des Landes ein. Madrid hielt die Kassen dazu an, sich in Banken umzuwandeln, um sich neues Kapital besorgen zu können.

Derzeit gibt es in Spanien nur noch 15 Sparkassen, vor zwei Jahren waren es noch 45. Die spanische Notenbank hatte im März die Mindestbedingungen für die Eigenkapitalquote der Geldinstitute erhöht.