Spanien verbreitet schon wieder Angst und Schrecken

Spanien ist mit einem Auftakt nach Maß in den Confed Cup gestartet.
Spanien ist mit einem Auftakt nach Maß in den Confed Cup gestartet.
© Getty Images, Bongarts

14. Februar 2016 - 20:08 Uhr

Spaniens Fußball-Nationalmannschaft ist verheißungsvoll in den Confederations Cup gestartet. Der Welt- und Europameister gewann am Sonntagabend (Ortszeit) gegen Uruguay in Recife hochverdient mit 2:1 (2:0) und dokumentierte lange Zeit, dass beim WM-Testturnier in Brasilien der erstmalige Gewinn des Confed Cups das erklärte Ziel des Seriensiegers der letzten Jahre ist

Die Offensivakteure Pedro (20. Minute) und Roberto Soldado (32.) erzielten vor 41 705 Zuschauern im für die WM 2014 erbauten Stadion Pernambuco die Tore für die Spanier. Luis Suarez konnte in der 88. Minute mit einem Freistoß für Südamerikameister Uruguay verkürzen.

Javi Martínez vom FC Bayern München kam bei den Spaniern, die nun seit 23 Länderspielen ungeschlagen sind, erst in der Schlussphase als Einwechselspieler für Regisseur Xavi zum Einsatz (77.). Weitere Teams in Gruppe B sind Afrikameister Nigeria und Tahiti, die am (heutigen) Montag in Belo Horizonte aufeinandertreffen.

Spaniens Nationaltrainer Vicente del Bosque hatte in der im Vorfeld heiß diskutierten Torhüterfrage am Ende doch die großen Verdienste von Kapitän Iker Casillas berücksichtigt. Der 32 Jahre alte Torhüter, der bei Real Madrid von Ex-Trainer José Mourinho monatelang auf die Ersatzbank verbannt worden war, erhielt den Vorzug gegenüber seinem Konkurrenten Victor Valdés vom FC Barcelona. Viel zu tun bekam Casillas in seinem 146. Länderspiel nicht. Ein Kopfball von Edinson Cavani war lange seine einzige Prüfung, die er bestand (29.). Beim platzierten Freistoß von Suarez war er dann machtlos.

Uruguay-Keeper Muslera verhindert Schlimmeres

"Ich bin sicher, es wird eine große Show geben", hatte Spaniens Kapitän am Tag vor dem Auftaktspiel angekündigt. Der Weltmeister ließ diesen Worten vor allem in der ersten Hälfte Taten folgen. Spanien beherrschte den überforderten Gegner, ließ den Ball laufen, erspielte sich etliche Chancen. Cesc Fabregas traf in der 10. Minute den Pfosten. Mehr Glück hatte Pedro, dessen Schuss Uruguays Kapitän Diego Lugano unhaltbar ins eigene Tor abfälschte. Nach einem feinen Zuspiel von Fabregas erhöhte Angreifer Soldado auf 2:0.

Uruguays Torhüter Fernando Muslera verhinderte noch Schlimmeres, er reagierte unter anderem großartig bei einer Chance von Gerard Piqué (38.). Auch nach der Pause dominierten die Spanier, ließen aber vor dem Tor die letzte Entschlossenheit vermissen. Häufig konnten sie auch nur durch Fouls gestoppt werden. Die ruppiger werdende Partie verflachte. Am Ende sorgte Suarez noch mal für etwas Spannung.