Obduktionen bestätigen Tod durch Ertrinken

Vater, Sohn und Tochter ertrinken im Hotelpool - sie konnten angeblich nicht richtig schwimmen

27. Dezember 2019 - 13:25 Uhr

Übereinstimmende Berichte nach Drama in spanischem Hotelpool

Die Schwimmbad-Tragödie von der Costa del Sol steht laut spanischen Medien vor der Aufklärung: Offenbar konnten die drei Todesopfer nur sehr schlecht oder überhaupt nicht schwimmen. Das geht aus Aussagen von Familienangehörigen und einem Hotelangestellten hervor.

Vater, Sohn und Tochter ertrinken in Hotelpool: Tragödie am Heiligabend

 View of the swimming pool where a British father and his two children died on Christmas eve, at Club La Costa de Mijas, in Malaga, southern Spain, 25 December 2019. Spanish Civil Guard continues the investigation. British father and his two childrea
In diesem Pool im Club La Costa de Mijas kam es zu der Tragödie.
© imago images/Agencia EFE, Daniel Perez via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Der Unfall ereignete sich am  Heiligabend im andalusischen Mijas im Süden Spaniens. Vater, Sohn und die neunjährige Tochter starben, die Mutter und die 14-jährige Tochter überlebten.

Anfangs war spekuliert worden, eine defekte Pool-Pumpe könne die Tragödie verursacht haben. Die 14-Jährige habe bei der Befragung durch die Polizei ausgesagt, die Opfer seien alle Nichtschwimmer gewesen, berichteten als seriös geltende Medien unter Berufung auf Ermittlerkreise. Das habe später auch die Mutter bestätigt, hieß es.

Alle drei Opfer wurden in Málaga obduziert. Dabei sei Ertrinken zweifelsfrei als Todesursache ermittelt worden. Keine der Leichen weise verdächtige Verletzungen oder Anzeichen einer Vergiftung etwa durch Chlor auf, sagte ein Polizeisprecher.

Offiziell steht die Ursache des Unglücks sei noch nicht fest, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Bei einer Überprüfung des Saugsystems sei kein Defekt entdeckt worden. Noch werde aber keine Möglichkeit ausgeschlossen.

"Wenn man nicht schwimmen kann (...) ist es schwer, da rauszukommen“

Nach den Aussagen der 14-Jährigen rutschte die Kleine beim Spielen aus und geriet in den etwa zwei Meter tiefen Bereich des Pools. Daraufhin seien zunächst der Bruder (16) und kurz danach der Vater (53) ins Wasser gesprungen.

Alle drei konnten nur tot geborgen werden. Der Vater und der Bruder waren beide etwa 1,90 Meter groß. "Aber wenn man nicht schwimmen kann und jemandem helfen möchte, ist es schon schwer, da rauszukommen", sagte ein Polizeisprecher im Fernsehen.