2018 M09 14 - 15:01 Uhr

Teure Heimkehr des Verdächtigen Ali S.

Ali S. soll in Düsseldorf eine Frau erstochen haben. Danach floh er nach Spanien und wurde dort festgenommen. Jetzt soll er zurück nach Deutschland. Doch das wird teuer. Der mutmaßliche Frauenmörder soll in der kommenden Woche mit einem Charterflieger zurückgeholt werden. Die Kosten dafür belaufen sich laut "Bild" auf mehr als 10.000 Euro. Für diesen sehr teuren Heimflug des Verdächtigen gibt es allerdings Gründe.

Airlines weigern sich: Ali S. ist zu gewalttätig

Ali S. sei im spanischen Gefängnis mehrmals gewalttätig geworden, deshalb habe sich für die Rückführung per Linienflug keine Fluggesellschaft gefunden, sagte Staatsanwalt Martin Stücker.

Eineinhalb Wochen nach dem Mord an der 36-jährigen Anna S. in der Nähe ihrer Wohnung in Düsseldorf war der 44-Jährige in südspanischen Sevilla festgenommen worden. Der Iraner und sein Opfer hatten sich den Ermittlern zufolge gekannt: Die Frau hatte in unmittelbarer Nachbarschaft des Kiosks gewohnt, in dem der Mann arbeitete.

Tatmotiv: Verschmähte Liebe?

Sein Tatmotiv könnte verschmähte Liebe gewesen sein. In einem von den Ermittlern als echt eingestuften Brief hatte der Mann der Frau seine Zuneigung offenbart und sie gebeten, die Blockade seiner Telefonnummer aufzuheben. Er soll die Frau dann auf der Straße erstochen haben.