„Sie konnten schwimmen“

Mutter der im Hotelpool ertrunkenen Familie widerspricht der Polizei

Die Polizei gibt ihre Erkenntnisse der Presse weiter, mit den Angehörigen würde man hingegen nicht mehr sprechen.
Die Polizei gibt ihre Erkenntnisse der Presse weiter, mit den Angehörigen würde man hingegen nicht mehr sprechen.
© REUTERS, JON NAZCA, JN/

30. Dezember 2019 - 10:01 Uhr

Aussage gegen Aussage: Mutter Olubunmi Diya kontert der Polizei

Nach dem Badeunfall im Pool eines spanischen Urlaubsresorts, bei dem ein Vater und seine zwei Kinder starben, hat die Mutter jetzt der Polizei widersprochen. Die Ermittlungen ergaben, dass es sich wohl um einen "tragischen Unfall" gehandelt habe. Die drei Toten seien vermutlich Nichtschwimmer gewesen. Olubunmi Diya behauptet dass das nicht stimmt.

Vater, Sohn und Tochter ertrunken: Mutter glaubt, dass das Absaugsytem des Hotelpools schuld war

Während ihres Urlaubs an der Costa del Sol waren ein Mädchen, sein großer Bruder und sein Vater im Pool eines Resorts in Mijas unweit von Málaga im Süden des Landes ertrunken. Nur die Mutter und ein drittes Kind der britisch-amerikanischen Familie überlebten.

Erste Vermutungen, dass ein Problem am Absaugsystem des Pools schuld war, ließen sich nicht bestätigen. Die Mutter besteht jedoch darauf, dass "etwas nicht in Ordnung war mit dem Pool war, was ihnen zu diesem Zeitpunkt das Schwimmen erschwert hat", so heißt es in einer Mitteilung, die die Kirchengemeinde ihres Mannes veröffentlicht hat.

Polizei spricht mit der Presse, aber nicht mit der Familie

Gabriel Diya (52), Praise-Emmanuel (16) und Comfort (9) kamen bei dem Unglück an Heiligabend ums Leben. In der Pressemitteilung bedankt sich die Ehefrau und Mutter für all die Beileidsbekundungen. Nicht nachvollziehen könne sie hingegen die Berichterstattung: Die Behauptung, dass ihre überlebende Tochter (14) ausgesagt habe, alle drei Familienangehörigen wären Nichtschwimmer gewesen, sei falsch. Darüber habe sie nie gesprochen.

Der Regionalzeitung "Sur" zufolge wurde die ältere Tochter ebenfalls medizinisch begutachtet. Als Vorsichtsmaßnahme, weil auch sie zuvor im Pool war. Der Mutter zufolge wurde sie aber nie kontrolliert. Während die Polizei ihre Erkenntnisse den Medien weitergibt, habe die Familie selbst keine Informationen mehr von den Ermittlern erhalten.