Besorgniserregende Infektions-Zahlen bei den Älteren

„Ob wir 10.000 infizierte 20-Jährige haben oder 80-Jährige macht einen großen Unterschied"

Jens Spahn: "Ob wir 10.000 infizierte 20-Jährige haben oder 10.000 infizierte 80-Jährige macht einen großen Unterschied, denn das Risiko steigt mit steigendem Alter bei diesem Virus.“
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14. Oktober 2020 - 15:58 Uhr

"Besorgniserregend sind steigende Zahlen bei Älteren"

Mehr als 5.000 Neuinfektionen meldet das Robert-Koch-Institut heute zur aktuellen Corona-Lage in Deutschland. Zu den steigenenden Fallzahlen geht jetzt im Winter bekanntlich auch noch die Grippe-Saison wieder los. Zur Grippe-Impfung hat heute Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf der Bundespresskonferenz informiert. Er appelliert vor allem an die Risikogruppen sich impfen zu lassen. Ziel ist: Das Gesundheitsystem nicht zu überlasten. Besonders Sorge macht ihm dabei aber vor allem eine Gruppe…

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"Ob wir 10.000 infizierte 20-Jährige haben oder 10.000 infizierte 80-Jährige macht einen großen Unterschied"

Um rechtzeitig vorzubeugen und die Zahl der Krankenhausaufenthalte wegen einer Grippeinfektion möglichst klein zu halten, empfiehlt Spahn besonders älteren Menschen, Senioren und chronisch Kranken sich jetzt gegen die Grippe impfen zu lassen. Dabei geht es auch darum, Superinfektionen mit anderen gefährlichen Erregern zu vermeiden. Besonders besorgniserregend sei, dass es bei älteren Menschen in Deutschand wieder steigende Infektionszahlen gebe, allerdings deutlich weniger stark ansteigend als bei den Jüngeren, erklärte Spahn. "Wir leben ja nicht generationengetrennt in Deutschland, Gott sei Dank. Und jeder 20-Jährige hat Großeltern, arbeitet vielleicht in der Pflege, im Krankenhaus, hat immungeschwächte Geschwisterkinder – und wir sehen da halt wieder, dass es bei den Älteren steigende Zahlen gibt."

Umso wichtiger sei der Schutz von Gesundheits- und Pflegeinrichtungen, deshalb werde die Grippeimpfung für medizinisches Personal in Krankenhäusern, Senioreneinrichtungen und Bewohnern von Alters- oder Pflegeheimen, besonders empfohlen. "Ob wir 10.000 infizierte 20-Jährige haben oder 10.000 infizierte 80-Jährige macht einen großen Unterschied, denn das Risiko steigt mit steigendem Alter bei diesem Virus."

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