Italinienisches Sommerfeeling

Spaghetti al Tonno: Das geniale Rezept für den mediterranen Flair in der eigenen Küche

Spaghetti al Tonno im Handumdrehen gemacht: mit würzigen Tomaten, frischem Basilikum und einem Hauch von Parmesan - Symbolfoto
Spaghetti al Tonno im Handumdrehen gemacht: mit würzigen Tomaten, frischem Basilikum und einem Hauch von Parmesan - Symbolfoto
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18. September 2021 - 13:03 Uhr

Eine kulinarische Reise nach Italien

Von Laura Stunz

Die italienische Küche gilt als eine der besten weltweit. Spaghetti al Tonno entführt uns in das Land, in dem die Zitronen blühen. Eine kulinarische Reise, welche zum träumen einlädt und die Sehnsucht nach Strand, Sonne und "Dolce Vita" mit sich bringt. Das Rezept.

Faszination Italien: Das Land von Sonne, Meer und natürlich der besten Pasta

Italien – das klingt nach Urlaub, Sonne, Strand, Eiscreme und natürlich ganz viel Pasta. Mit kaum einem anderen europäischen Land verbinden Urlauber so viele Glücksgefühle wie mit Italien – und das ist es auch, was das stiefelförmige Land ausmacht: Das Lebensgefühl, getragen von viel Leichtigkeit, Wärme und Genuss.

Mit seinen ewig langen Küsten ist Italien seit den 1950er-Jahren einer der größten Sehnsuchtsorte der Deutschen. Mit rund 12,4 Millionen deutschen Touristen im Jahr 2019 sind wir die Spitzenreiter im Ranking des internationalen Tourismus in Italien. Doch woran liegt es, dass wir so vernarrt sind in das Land, in dem die Zitronen blühen?

Zum einen wäre da die unvergleichbar schöne Natur, welche die verschiedensten Landschaften vom Gebirge bis hin zur Küste vereint. Die italienische Halbinsel wird längs vom Apennin durchzogen, im Norden gehört ein Teil der Alpen zu Italien. Berge flachen sich zum Meer hin an, gehen über in sanfte Hügellandschaften und lange, feine Strände – soweit das Auge blicken kann. Schroffe Steilküsten mit idyllischen, versteckten Buchten, dazu Weinterrassen, Orangen- und Zitronenbäumen, Wildkräutern, Olivenhainen und Pinienwäldern im Landesinneren. Na, träumen Sie schon?

La Dolce Vita - Essen gehört zur italienischen Lebensqualität

Wäre da noch das Lebensgefühl – schließlich wissen die Italiener, wie man gut lebt und genießt. Freude, strahlende Gesichter und reichlich Komplimente, so wird man empfangen. Und nicht zuletzt die Sprache: Voller Temperament und Esprit, aber gleichzeitig so klangvoll und romantisch.

Die Crème de la Crème ist aber wohl das Essen. Das wird wortwörtlich zelebriert – nicht umsonst wird in Italien ständig über das Essen gesprochen. Hier bedeutet das Mahl vor allem Genuss und Gemeinschaftsgefühl, erfordert Zeit und Muße, begleitet von flaschenweise italienischem Wein und reichlich Gesprächen. Antipasti, Caprese, Parmaschinken mit Melone oder Carpaccio, hauchdünn geschnittenes, beträufeltes rohes Fleisch, als Vorspeise. Dazu reichlich Brot und am Ende Dolci, das Dessert. Tiramisu, Früchte mit Panna Cotta, Sorbets, Zabaione, Backwaren, Obst oder Käse. Allein hiermit könnte man schon eine ganze Tafel füllen. Star der Küche ist aber natürlich die Pasta – und um die geht es auch in diesem Rezept!

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Kurios: Die Italiener haben die Pasta gar nicht erfunden

Zwar sind offiziell die Chinesen Erfinder der Nudel – erst im Jahre 1295 soll der Venezianer Marco Polo auf seinen legendären Reisen beobachtet haben, wie in China Nudeln hergestellt wurde und diese bei seiner Heimkehr die Pasta in Italien eingeführt haben – trotzdem steht wohl kein Land so sehr für Pasta, wie Italien. Historiker gehen im Übrigen mittlerweile davon aus, dass die Geschichte der Pasta in Italien wohl schon vor Marco Polo begann. Im neunten Jahrhundert soll sie von arabischen Invasoren und Händlern eingeführt worden sein. In einem syrischen Text werden sogenannte "Itrya", getrocknete Nudeln aus Hartweizengrieß, erwähnt. Wo auch immer die Pasta ihren Ursprung hat – wir danken dem Erfinder.

Spaghetti al Tonno bringen sizilianischen Flair in die eigene Küche

Spaghetti all Tonno entführt uns geschmacklich nach Sizilien. Die Speise ist ein traditionelles Gericht der sizilianischen Meeresküche und könnte wohl kaum mediterraner sein. Spaghetti, aromatische Tomaten, Oliven, frischer Basilikum, Oregano, Kapern und natürlich italienischer Hartkäse. Dazu Thunfisch – der wohl beliebteste Fisch der italienischen Küche. Doch das Beste am Rezept ist wohl seine Einfachheit und Raffinesse: In nicht mal 20 Minuten steht das Essen dampfend auf dem Tisch und kann genossen werden.

Hier ist das geniale Rezept für Spaghetti al Tonno

Zutaten für zwei Portionen

  • 300 Gramm Spaghetti (Rohgewicht)
  • 300 Gramm Thunfisch im eigenen Saft
  • 30 Cocktailtomaten
  • Zehn entkernte schwarze Oliven
  • 60 Gramm getrocknete Tomaten
  • Drei Esslöffel Tomatenmark
  • 60 Gramm Kapern
  • Zwei Knoblauchzehen
  • Eine Zwiebel
  • Einen Bund Basilikum
  • Drei Esslöffel Olivenöl
  • Getrockneter Oregano
  • Chili oder Peperoncino
  • Salz und Pfeffer
  • Etwas Zucker
  • Parmesan

Zubereitung

  1. Die Nudeln in kochendes Salzwasser geben und so lange kochen, bis sie al dente, also bissfest sind.
  2. Währenddessen den Knoblauch und die Zwiebel schälen und klein hacken. Die Cocktailtomaten waschen und halbieren.
  3. Knoblauch und Zwiebel zusammen in Olivenöl anbraten und das Tomatenmark einrühren.
  4. Die halbierten Tomaten dazugeben und kurz mitdünsten.
  5. Den Saft des Thunfischs abgießen und diesen gut ausdrücken. Oliven klein schneiden. Kapernwasser abgießen. Das Basilikum waschen und zupfen.
  6. Den Thunfisch, die Oliven und die Kapern mit den getrockneten Tomaten vermengen. Mit Salz und Pfeffer sowie Oregano würzen und zusammen mit dem Basilikum zur restlichen Sauce geben. Eine Prise Zucker hinzugeben.
  7. Mit etwas Nudelwasser ablöschen und bei mittlerer Temperatur weiterköcheln lassen.
  8. Die Nudeln zu den restlichen Zutaten in die Pfanne geben und gut mit der Sauce vermengen.
  9. Auf Tellern anrichten und mit weiterem Basilikum sowie Parmesan garnieren.
  10. Sofort servieren.

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst bei stern.de.

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